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Museum für Völkerkunde, Wien: Ausstellung NAGA - Schmuck und Asche

Den Gebräuchen der Volksgruppe der Naga widmet das Museum für Völkerkunde eine Ausstellung.
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Museum für Völkerkunde, Wien: Ausstellung Naga - Schmuck und Asche

© Kunsthistorisches Museum Wien / Ethno-Museum, Wien - Ausstellung Naga: Naga-Totenkopf

Die Naga lebten die längste Zeit von ihren Nachbarn als Kopfjäger gefürchtet und gemieden im hügeligen Bergland Nordost-Indiens. Sie erzählten über ihr Leben und ihre Welt nicht mit Tinte auf Papier, sondern in einem kodierten System von Textilmustern, Schmuckdesigns oder Holzschnitzereien - nur für sie selbst verstehbar.

© Kunsthistorisches Museum Wien / Ethno-Museum, Wien - Ausstellung Naga: Naga-Grabfiguren / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDinge von beeindruckender Ästhetik, der SCHMUCK, berichteten als Webmuster in Körpertüchern über die erstrebenswerten Eigenschaften von Frauen und Männern, Ornamente über deren Stellung in der Gesellschaft, Figuren aus Holz ließen Verstorbene im Andenken weiterleben oder erzählten über getötete Feinde.

Dann kamen die anderen: zuerst die britischen Kolonialherren, gefolgt von amerikanischen Missionaren und schließlich indische Soldaten, die bis heute das Streben nach einem eigenen Staat der Naga unterdrücken. Mit diesen drei Flutwellen von jenseits der eigenen Grenzen wurde alles anders. Das alte Vokabular geriet in Vergessenheit, der Schmuck zerfiel zu ASCHE. Nur mehr wenige Alte können die Zeichen der Vorväter lesen und versuchen, der jungen Generation ein Gefühl für ihre eigenständige Identität zu vermitteln.

© Kunsthistorisches Museum Wien / Museum für Völkerkunde, Wien - Ausstellung Naga: Naga mit Bibel / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDarüber erzählt diese Ausstellung. In der alten Zeit gesammelte Dinge werden für die Besucher zum Sprechen gebracht, jungst erworbene zeigen Wandel und Rückbesinnung. Auch Naga selbst erzählen über sich, sei es in Erklärungen direkt an den Besucher adressiert, oder sie singen Lieder, in denen Exponate eine Rolle spielen.

Die Ausstellung "Naga – Schmuck und Asche" ist bis 11. Juni 2012, täglich außer Dienstag von 10:00 bis 18:00 Uhr, geöffnet.

Museum für Völkerkunde
A-1010 Wien, Heldenplatz
Telefon: +43-1-525 24-0
eMail: info@ethno-museum.ac.at
www.khm.at

Anreise: Map Start Map Ende

Ein Kulturtipp der 55PLUS-Kunstexpertin Helga Högl.

 

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© by 55PLUS Medien GmbH in Liqu., Wien / Stand Mai 2019