
Mondschein-Sagenwanderung im Montafon, Vorarlberg
Eine spannende Zeitreise in die mystische Welt der Sagen ist die Mondschein-Sagenwanderung mit Geschichtenerzählerin Hertha Glück. Die Wanderung im Silbertal, eines der ursprünglichsten Gebiete Vorarlbergs, zeigt, dass Erzählen keineswegs nur etwas für Kinder ist.Das Geschichtenerzählen hat im Montafon eine lange Tradition. Bereits im 19. Jahrhundert waren es die Sagen, die eine besondere Bedeutung für die Menschen hatten. Und noch heute werden diese Geschichten weiter gegeben. Um das Bewusstsein für diese Besonderheit zu schärfen, wurde das „Erzählen im Montafon“ vor einigen Jahren zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe erklärt. Auch der Erhalt der Sagen liegt vielen Montafonern am Herzen. Neben den Montafoner Sagenfestspielen gibt es nun auch eine Mondschein-Sagenwanderung.
Ausgestattet mit Petroleumlampen führt der Weg durch die geheimnisvolle Dunkelheit. Allen voran Hertha Glück mit großem Hut, wollenem Umhang, langem Wanderstock und mächtigem Rucksack. Im sanftem Laternenschein gibt sie alte Sagen über das Nachtvolk und den Teufelsbach zum Besten.
Entlang des ungezähmten Litz-Baches und auf dem Kristberg – auf und unter der Erde – sollen sich sagenhafte Dinge zugetragen haben. „Wenn ich in der Natur erzähle, dann sind die Geschöpfe, über die ich spreche, auf eine gewisse Art und Weise anwesend“, verrät Hertha Glück, die die uralte Kunst des Erzählens beherrscht wie keine andere.
Während der ereignisreichen Sagenwanderung im Silbertal kommt neben Mystik und Brauchtum auch der Genuss nicht zu kurz. Bei der Bergknappenkapelle St. Agatha, der ältesten Kirchen im Montafon, können sich die Teilnehmer an einer Feuerstelle und beim Abendessen mit traditionellen Speisen aus der Region über das Erlebte und Gehörte austauschen.
Mehr Informationen:
http://www.montafon.at/mondschein-sagenwanderung
Ein Winterwandertipp des 55PLUS-magazin.net.


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