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Mit 80 fühlen wie mit 50
Auf der Suche nach Möglichkeiten, Alterungsprozesse zu beeinflussen und positiv zu verändern sind zwei Forschergruppen der Ruhruniversität Bochum einen großen Schritt weitergekommen: Mit einer Kombination aus speziellen Stimulationsprotokollen und psychophysischen Experimenten konnten sie erstmals nachweisen, dass altersbedingte Verschlechterungen des Tastsinnes von älteren Menschen durch geeignete Stimulationstechniken verbessert und damit rückgängig gemacht werden können.
In solchen Therapieansätzen sehen die Forscher einen wichtigen Fortschritt, vor allem angesichts der Alterstruktur industrialisierter Gesellschaften, in denen es immer mehr alte und weniger junge Menschen gibt. Voraussetzung dafür, dass alte Menschen lange selbstständig und allein leben können ist, die sensomotorischen Fähigkeiten bis ins hohe Alter hinein "fit" zu halten. "Vor dem Hintergrund der demographischen Veränderungen ist ein besseres Verständnis altersbedingter Änderungen - insbesondere des Gehirns - Grundvoraussetzung, um die damit einhergehenden Probleme möglichst vorausschauend angehen zu können", erklärt Prof. Hubert Dinse. "Ein zentraler Gesichtspunkt ist dabei das, was man heute als `gesundes Altern` bezeichnet: Dabei steht nicht im Vordergrund, immer älter zu werden, sondern möglichst lange gesund leben zu können."
Online-Redaktion unsers Kooperationspartners ReifeMärkte.de
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