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Leopold Museum, Wien: WOW! Heidi Goëss-Hortens Kunstschätze

Mit dieser Ausstellung wird eine der beeindruckendsten Privatsammlungen Europas erstmals öffentlich gezeigt.
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Leopold Museum, Wien: "WOW! Heidi Goëss-Hortens Kunstschätze" 

Die Präsentation im Leopold Museum folgt dem lang gehegten Wunsch der passionierten Sammlerin Heidi Goëss-Horten, die Highlights der seit den 1990er-Jahren sorgfältig zusammengetragenen Meisterwerke von Künstlern wie Gustav Klimt, Emil Nolde, Andy Warhol oder Damien Hirst einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

Die Förderung von Kunstvermittlungsprogrammen für Kinder und Jugendliche und wöchentlicher Gratiseintritt ins Museum unterstreichen das mäzenatische Engagement der Sammlerin. Die von Agnes Husslein-Arco kuratierte Ausstellung präsentiert 170 Exponate von 75 Künstlerinnen und Künstlern und führt als chronologischer Parcours durch die westliche Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts. Zugleich bietet die Schau einen individuellen Blick auf das Spektrum von Kunst und KünstlerInnen, das die Sammlerin in den vergangenen rund 30 Jahren unter einem Dach vereinen konnte.

"Heidi Goëss-Horten hat in den 1990er-Jahren den perfekten Zeitpunkt gewählt, um ihre beeindruckende Sammlung aufzubauen. Obwohl ihre oberste Prämisse beim Kauf von Kunstwerken immer der persönliche Geschmack gewesen ist, kann sie heute auf eine Kollektion von musealem Charakter blicken, an der sich auch ablesen lässt, wie sich bestimmte Kunstströmungen herausgebildet haben. Die Ausstellung im Leopold Museum ermöglicht erstmals einen Blick auf diese kunsthistorisch wertvolle Sammlung – und wird zu einem sinnlichen Erlebnis“ erläutert Kuratorin Agnes Husslein-Arco.

"Die Kunst, mit der ich seit vielen Jahren lebe, ist zu greifbarer Kunstgeschichte geworden. Dieses Erlebnis möchte ich nun im Rahmen der Ausstellung im Leopold Museum mit anderen Menschen teilen. Es war mir auch ein wichtiges Anliegen, die Programme der Kunstvermittlung zu unterstützen und einen möglichst uneingeschränkten Zugang zur Ausstellung zu gewährleisten. Kunst hat für mich ein verbindendes Element. Der Gedanke, dass ich mit diesem Projekt dazu beitragen kann, eine Brücke zwischen den Generationen sowie zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft zu schlagen, erfüllt mich daher mit großer Freude“, so Heidi Goëss-Horten zur Ausstellung mit Exponaten von Francis Bacon, Georg Baselitz, Jean-Michel Basquiat, Marc Chagall, Jean Dubuffet, Lucio Fontana, Lucian Freud, Damien Hirst, Alex Katz, Ernst Ludwig Kirchner, Paul Klee, Yves Klein, Gustav Klimt, August Macke, Franz Marc, Henri Matisse, Joan Miró, Edvard Munch, Roy Lichtenstein, Pablo Picasso, Robert Rauschenberg, Gerhard Richter, Mark Rothko, Egon Schiele, Andy Warhol u. a. m

Über die Sammlung

Bereits in den 1970er-Jahren begann Heidi Goëss-Horten gemeinsam mit ihrem Mann Helmut Horten, Kunst zu sammeln. Die beiden interessierten sich damals vor allem für Werke des deutschen Expressionismus. Nach dem Tod Helmut Hortens 1987 beschloss Heidi Goëss-Horten, ihre eigene Sammlung mit neuen Schwerpunkten aufzubauen. Ohne sich vorherrschenden Trends auf dem Kunstmarkt zu unterwerfen, konzentrierte sich die Sammlerin auf Werke der internationalen Moderne, des Neoexpressionismus und der amerikanischen Pop-Art und schuf so eine in ihrer Qualität und Dichte einzigartige Kollektion.

Die Heidi Horten Collection umfasst heute mehrere Hundert Gemälde, Grafiken und Skulpturen von KünstlerInnen hohen internationalen Rangs und bietet damit einen repräsentativen Querschnitt der internationalen Kunstgeschichte von der Moderne bis zur Gegenwart.

Die österreichische Mäzenin Heidi Goëss-Horten wurde 1941 in Wien geboren. 1966 heiratete sie den deutschen Unternehmer Helmut Horten, mit dem sie ihre Leidenschaft für das Kunstsammeln entdeckte. Seit dem Tod Helmut Hortens im Jahr 1987 unterstützt Heidi Goëss-Horten als Vizepräsidentin seiner medizinischen Stiftung mehrere Hilfsorganisationen und Projekte in den Bereichen Medizin, Sport und Tierschutz und erhielt für ihr Engagement zahlreiche Ehrungen. In den 1990er-Jahren begann Heidi Goëss-Horten, ihre eigene Kunstsammlung aufzubauen, und versammelte mit Werken von Picasso, Chagall, Nolde oder Warhol Ikonen der Kunstgeschichte unter einem Dach. Die Sammlerin, die seit 2013 mit Carl Anton Graf von Goëss verheiratet ist, lebt heute in Kärnten.
www.hortencollection.com

Der Katalog zur Ausstellung

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog mit Essays zu den ausgestellten KünstlerInnen, der eine Einordnung der kunsthistorischen Relevanz der Heidi Horten Collection ermöglicht. Er ist in deutscher und englischer Sprache erhältlich und umfaßt 544 Seiten mit 370 meist farbigen Abbildungen.
Herausgegeben von Agnes Husslein-Arco mit Beiträgen von Linus Klumpner, Pia
Sääf, Verena Traeger und Hans Peter Wipplinger. Preis: EUR 29,90

Die Ausstellung „WOW! The Heidi Horten Collection“ ist bis 29.7.2018 im Leopold Museum zu sehen. Die Dauer der Ausstellung wurde bis 3.9.2018 verlängert!
Öffnungszeiten: Täglich außer Dienstag: 10–18 Uhr. Jeden Donnerstag: bei freiem Eintritt von 18 bis 21 Uhr.

Leopold Museum
A-1070 Wien, Museumsquartier
www.leopoldmuseum.org

Ein Kunst- & Kulturtipp von Edith Köchl.
 
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