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Leben mit Parkinson - Teil 1

Unheilbar: Morbus Parkinson.
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Unheilbar: Morbus Parkinson

Parkinson ist eine der häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen in Österreich: 20.000 Menschen sind davon betroffen.

Meist beginnt sie zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr, manchmal schon auch früher, sowie beim amerikanischen Schauspieler Michael J. Fox - Morbus Parkinson. Es ist eine der häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen und allein in Österreich sind 20.000 Menschen betroffen. Und es werden immer mehr. Bis 2050 soll sich die Zahl verdoppeln bis verdreifachen. Bei Morbus Parkinson sterben die Nervenzellen, die für die Erzeugung von Dopamin, einem unter anderem für die motorische Feinabstimmung zuständigen Botenstoffs, ab. Das hat zur Folge, dass sich die Bewegungen verlangsamen, die Muskeln steif werden und das Ruhezittern steigt. Die Krankheit beginnt schleichend und schreitet laufend voran. Die Beschwerden, zu Beginn oft Muskelschmerzen, beginnen an einer Seite des Körpers und breiten sich später auf die andere Seite aus. Männer sind häufiger betroffen als Frauen.

Hauptsymptome von Parkinson

Morbus Parkinson hat viele Gesichter. Zu den drei Hauptsymptomen gehören die Akinese (auch Bradykinese oder Hypokinese), Rigor (oder Rigidiät) und Tremor.

Bei der Akinese macht sich eine Bewegungsarmut bemerkbar. Die Mimik ist eingeschränkt, die Stimme ist leise und monoton, das Schlucken ist verzögert und die Geschicklichkeit lässt nach. Die Körperhaltung ist vorgeneigt, die Arme oft angewinkelt, Rumpfbewegungen sind schwer und der Gang schlurfend und kleinschrittig. Als Rigor wird eine Muskelsteifheit bezeichnet und führt oft zu Muskelschmerzen. Bei Tremor entsteht durch wechselseitige Anspannung gegenwirkender Muskeln ein langsames Zittern, das bei Bewegung abnimmt. Neben diesen Hauptsymptomen gibt es noch viele weitere Symptome wie Störungen des vegetativen Nervensystems, Minderung des Geruchssinns, Missempfindungen, Fallneigung und Gleichgewichtsschwierigkeiten, Demenz oder Denkverlangsamung oder psychische Veränderungen wie Depression.

Diagnose schwierig

Foto © Anna Rauchenberger / Primarius Dr. Dieter Volc / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDie Diagnose einer Parkinson-Erkrankung ist nicht einfach. Es kann Jahre dauern bis Betroffene Gewissheit haben und sie suchen mehrere Ärzte auf. Steht die Diagnose fest, löst sie bei den meisten Ängste aus, was durch das Parkinson-Syndrom noch verstärkt wird. "Im Rahmen des Erstgespräches sollte der Arzt etwaige Ängste ansprechen und sachlich entkräften sowie sich dem Patienten und dessen Angehörigen als Ansprechperson für alle im Krankheitsverlauf auftretenden Fragen und Probleme zur Seite stellen", betont Prim. Dr. Dieter Volc, Leiter der Abteilung für Neurologie mit Parkinsonzentrum an der Confraternität Privatklinik Josefstadt, Wien. "Diese kontinuierliche Begleitung trägt wesentlich dazu bei, dass Betroffene mit mehr Zuversicht und Vertrauen mit ihrer Erkrankung umgehen können."

Kontrollen wichtig

Foto © Anna Rauchenberger / Harald Fischer / Zum Vergrößern auf das Bild klickenErgänzend zu Routine-Kontrollen und Besuchen beim Hausarzt sollte jeder Parkinson-Patient zumindest im Dreijahresintervall einen Parkinson-Spezialisten aufsuchen, um seine Therapie überprüfen und optimieren zu lassen.

Harald Fischer, Parkinson-Patient, berichtet: "Mit Hilfe verschiedener oraler Medikamente war ich von Beginn an sehr gut eingestellt. Es ist mir damit rund 15 Jahre sehr gut gegangen, da ich fast keine Symptome gespürt habe. Dadurch konnte ich auch meinen Beruf bis zu meiner Pensionierung im Jahr 2004 mehr oder weniger problemlos ausüben. Betroffene sollten auch bei kleinsten Verschlechterungen einen Spezialisten aufsuchen und sich medikamentös optimal einstellen lassen. Dadurch kann in den meisten Fällen eine sehr gute Lebensqualität erreicht und behalten werden."

Ein Gesundheitstipp von Mag. Anita Arneitz.

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