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Jetlag im Griff

Wenn der Körper durch Zeitzonen wandert.
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Jetlag im Griff


© 55PLUS Medien GmbH, Wien / Segeln übers Meer / Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Kurztrips, Städtebesuche und Fernreisen – die Österreicher sind ganz schön reiselustig.

Aber gerade die weit entfernten Destinationen sind oft von einer langen Anreise geprägt, die mehrere Stunden dauert. Für den Organismus ist das nicht lustig, sondern sehr anstrengend. Der Körper wird mit einem Jetlag konfrontiert, einem Syndrom, dem die Zeitverschiebung zugrunde liegt. Die innere Uhr wird aus der Bahn geworfen und verhält sich bei der Überquerung von Längengraden nicht mehr wie gewohnt.

Der biologische Schlaf- und Wachrhythmus wird durcheinandergewirbelt und Funktionen des Körpers werden beeinflusst, die ursprünglich einer 24-Stunden-Gewohnheit unterliegen sind. Ärzte nennen Schlafstörungen, Müdigkeit, Verdauungsprobleme, Minderung der Reaktionsfähigkeit bis hin zu Beeinträchtigungen der körperlichen und mentalen Fitness als typische Beschwerden. Hungergefühl zu ungewöhnlichen Zeiten und Harn- sowie Stuhldrang sind neben einem ausgeprägten Erschöpfungsgefühl ebenso hartnäckige Begleiter eines Jetlags.

Was man über Jetlag wissen sollte

Die durchschnittliche Anpassung an die regionalen Gegebenheiten nach einer langen Anreise dauert knapp drei Tage. Erst nach dieser Zeitspanne pendelt sich das Empfinden ein. Bei einem einwöchigen Urlaub bleibt da nicht viel Zeit. Die Symptome treten jedoch nicht bei allen Menschen gleich auf. Und sind von einigen Einflussfaktoren abhängig wie Flugzeit, Flugrichtung, soziale Begebenheiten, Klima-Umstellungen, aber auch das Alter ist maßgeblich an der Wirkung beteiligt. Flüge in Richtung Osten werden von vielen Menschen mit mehr Jetlag erlebt, als Reisen in Nord-Süd, Süd-Nord Richtung. Sorgen beeinflussen zudem das Schlafverhalten und ältere Menschen tun sich mit Jetlag wesentlich schwerer als jüngere Personen.

Jetlag: Die Vorsorge

Wer sich auf die Zeitzone seines Urlaubsziels vorbereiten will, sollte auf seine innere Uhr achten und vor allem den Schlafrhythmus früh umstellen. Für eine Reise in westliche Regionen empfiehlt es sich, vor der Abreise ein paar Nächte früher ins Bett zu gehen und während des Fluges möglichst lange wach zu bleiben.

Das Gegenteil hilft, wenn es in Richtung Osten geht. Dabei einfach ein paar Tage vorher früher schlafen gehen.

Im Flugzeug selbst kann mit einem flauschigen Nackenkissen, einer Schlafbrille und Ohrenstöpsel die Ruhequalität erhöht werden. Alkohol oder Schlaftabletten sollten vermieden werden. Denn durch die Flughöhe bekommt der Körper weniger Sauerstoff und Alkohol wirkt noch stärker! Besser ist ein stilles Mineralwasser. Mit dem Flugzeug wirkt sich der Jetlag am stärksten aus, weil es relativ schnell durch die Zeitzonen geht. Mit dem Zug oder Schiff passiert die Umstellung langsam und dementsprechend ist die Gefahr eines Jetlags auch geringer.

Ein Gesundheitsbeitrag von Mag. Anita Arneitz.

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