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Interlaken - Allwetter-Tipps im Berner Oberland

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Interlaken, die faszinierende Stadt zwischen Brienzer- und Thuner-See.
Interlaken, CH - Zusammenfluss künstlicher Aare-Kanäle - © Edith Spitzer, Wien

Interlaken - Allwetter-Tipps im Berner Oberland

Bei Schönwetter ist es ja überall toll. Aber bei Schlechtwetter? Lesen Sie unsere Tipps fürs Berner Oberland.
 

Eine Reise mit großen Erwartungen

Das Reiseprogramm für unseren Aufenthalt in Interlaken war gigantisch. So wie die dortige Gebirgswelt. Und unsere Erwartungen dementsprechend hoch. Was wir jedoch davor nicht wussten war, dass es dann tatsächlich nur Schlechtwetter geben würde. Und zwar so schlimm, dass der Begriff „Schlechtwetter“ fast schmeichelhaft klingt. Doch die Schweiz wäre eben nicht die Schweiz, wenn das Wetterpech die Reisefreuden allzu sehr trüben könnte. Hier gibt es nämlich immer einen Plan B, mitunter einen sehr geschmackvollen Plan B. 

Interlaken, CH - © Edith Spitzer, Wien

Die Stadt Interlaken

Nomen est omen, wie die alten Römer sagen würden. Der Name kommt nicht von ohne, liegt doch die Stadt genau zwischen, konkreter gesagt unmittelbar an zwei Seen. Dem Brienzer- und dem Thunersee. Und diese beiden Seen sind durch die Aare verbunden, die logischerweise durch die Stadt fließt. Und das nicht nur einfach gerade durch, sondern in mehreren künstlich angelegten Kanälen, weil man sich hier seit jeher die Kraft des Wassers wirtschaftlich nutzbar machte.

Die Geschichte der Stadt und ihrer, zum Teil noch immer selbständigen Gemeinden ist komplex und fürwahr nicht einfach zu durchschauen. Vor allem nicht für Touristen. Ist aber auch nicht der Punkt. Denn für die Touristen, die eigentlich erst den ökonomischen Aufstieg dieser Ansiedlung zwischen den beiden Seen ermöglichten, zählt etwas ganz anderes: Die Natur und sämtliche Aktivitäten darin. Und diese Angebote sind überwältigend und atemberaubend. Nun ja, jedenfalls bei halbwegs gutem Wetter.
 

Interlaken, CH - Point Grand Tour_Höhematte - © Edith Spitzer, Wien

Kulinarische E-Bike Tour

Dass Interlaken nicht nur ein Hotspot für jüngere Sportfreaks ist, sondern auch für „reifere Genussmenschen“ wie uns, soll ein neues Angebot von Outdoor Switzerland AG unter Beweis stellen, eine kulinarische Tour mit dem E-Bike. Auf der rund 3 Stunden langen Radtour rund um Interlaken gilt es nicht nur die einzigartige Landschaft und die urigen Dörfer zu erkunden, sondern die hervorragenden regionalen Spezialitäten wie Käse, Schokolade und Bier.

Unsere Erwartungshaltung und Vorfreude war dementsprechend groß. Doch das böse Wetter-Mojo spielte uns wieder einen Streich. Es regnete unaufhaltsam in Strömen und wir entschieden uns, nicht zu radeln. Auch deswegen nicht, da wir diese Tour in einem Video festhalten wollten und das Filmen bei diesen extrem widrigen Verhältnissen jedoch schlichtweg unmöglich gewesen wäre.

Interlaken, CH - Rathausplatz - © Edith Spitzer, Wien

Die Leute von Outdoor Switzerland sahen das anders. Freundlich aber bestimmt meinten sie, so wäre das eben bei einer Radtour im Freien und Rad gefahren würde grundsätzlich bei jedem Wetter, auch bei (Stark)Regen. Es bliebe uns unbenommen, auf die Radtour zu verzichten, doch der Regen würde keinen „vertraglichen Rücktrittsgrund“ darstellen. Schade, deren Betrachtungsweise, denn diese Genuss-Tour wäre sicherlich ganz toll. Nur zum Genuss zählt ganz einfach auch eine entsprechende Wohlfühlatmosphäre beim Radeln, welche - jedenfalls wir - bei permanentem Starkregen missen.

Nähere Infos zu den Angeboten auf der Website  https://outdoor.ch/de/
 

Das Stadthaus in Unterseen

Was sich bei Schlechtwetter immer anbietet, das ist die Kulinarik. Und diese wird im Restaurant Stadthaus groß geschrieben. Vom Hotel Du Nord, in dem wir wohnten, sind es entlang der Aare rund 25 gemächliche Gehminuten bis zum Stadthaus in der Interlaken-Gemeinde Unterseen (wie schon erwähnt ist die Gemeindestruktur hier nicht so einfach zu durchschauen). Das Traditionshaus gibt es schon sehr lange und bewirtete so illustre Gäste wie Goethe und Mendelsohn. Nach einer Generalsanierung 2014 liegt der Schwerpunkt auf moderner Alpenküche, Schweizer Weinen und regionalen Bieren, allen voran das süffige, naturtrübe Stedtlibier des Hauses. In den Sommermonaten bewirtet man auch im Gastgarten am Platz und unter den Arkaden.

Interlaken, CH - Restaurant Stadthaus - © Edith Spitzer, Wien

Restaurant Taverne

Aufgrund der vielen internationalen Gäste gibt es in Interlaken auch sehr viele Restaurants mit internationaler, insbesondere asiatischer Küche. Wer auf traditionelle Schweizer Küche steht, der ist in der Taverne im altehrwürdigen Hotel Interlaken genau richtig. Eine der Spezialitäten des Restaurants ist Käse-Fondue. Gemütlich zum Verweilen und köstlich zum Genießen, aber unbedingt vorab reservieren.

Weitere Infos auf der Restaurant Website  https://www.tavernejnterlaken.ch/

Interlaken, CH - Restaurant Taverne - © Edith Spitzer, Wien

Eine kulinarische Schifffahrt

Da Interlaken bekanntlich am Brienzer- als auch am Thunersee liegt kann man es sich aussuchen, auf welchem Wasser man dinieren möchte. Wir wählten den Thunersee und checkten in Interlaken West auf der MS Stadt Thun ein. Auf der rund zweistündigen Schifffahrt wird ein wohlschmeckendes à la carte Menü serviert, das von den Vorspeisen und Suppen, über die Hauptgerichte bis zum Dessert für alle Geschmäcker und Vorlieben etwas Passendes bietet. Die online Sitzplatzreservierung ist vorab obligatorisch, an Bord wählt man hingegen die Speisen und Getränke, die man auch vor Ort bezahlt. Hinzu kommt noch der Preis fürs Schiffsticket, welches man auch online kaufen kann. Insgesamt eine nicht gerade günstige aber doch lohnenswerte Investition.

Interlaken, CH - Schifffahrt auf dem Thunersee - © Edith Spitzer, Wien

Da man sich im geschützten warmen Inneren der Schiffe aufhält, kann einem auch Schlechtwetter nichts anhaben, einzig der Ausblick auf das eigentlich grandiose Panorama ist dann mitunter stark eingeschränkt. Was aber dem kulinarischen Schiffserlebnis keinen Abbruch tut, jedenfalls dann nicht, wenn man sowieso eine Abendtour gebucht hat. Nach dem Anlegen im Hafen von Thun geht es von dort mit der Bahn in rund 30 Minuten zurück nach Interlaken.

Näheres auf der Reederei Website  https://www.bls-schiff.ch/de

Interlaken, CH - Schifffahrt auf dem Thunersee_Abendessen - © Edith Spitzer, Wien

Hotel Du Nord

Gewohnt haben wir im Hotel Du Nord, einem großartig adaptierten 4-Sterne Haus in prominenter Lage direkt an der berühmten Höhematte in Interlaken. Wie alle Hotels in der Schweiz glänzt auch das Du Nord mit perfekter Sauberkeit und hohem Komfort.

Was einem in diesem Hotel, wie generell in der gesamten Jungfrau-Region bewusst sein muss, ist die komplett durchgängige Internationalität der Gäste und die dadurch mitunter beachtlichen Kulturunterschiede, die sich vor allem in jenen Bereichen manifestieren, in denen man nahe beisammen ist, wie zum Beispiel am Frühstücksbüffet. Durchaus interessant zu beobachten.

Interlaken, CH - Hotel Du Nord - © Edith Spitzer, Wien

Getreu unseren Nachhaltigkeitsprinzipien sind wir mit Öffis angereist. Vom Bahnknotenpunkt Interlaken Ost sind es zu Fuß knappe 15 gemütliche Gehminuten zum Hotel Du Nord. Von Interlaken Ost starten übrigens auch alle Bahnverbindungen in die Jungfrauregion, was die Lage des Hotels zusätzlich hervorhebt.

Weitere Infos auf der Hotel Website  https://www.hotel-dunord.ch/de

Interlaken, CH - Hotel Du Nord_Garten - © Edith Spitzer, Wien

Trotz der nahezu durchgängigen Regenwoche haben wir mehrere Ausflüge unternommen und dabei sogar das eine oder andere kurze Wolkenfenster erlebt. Wir waren am Jungfraujoch, auf der Schynigen Platte und am Schilthorn. Was uns an Panoramablicken verwehrt war, haben wir an den Büffets der Bergrestaurants wettgemacht. Lesen Sie mehr in unserem Artikel Berner Oberland - Die Jungfrau Region.
 

Schildhorn, CH - Bergwelt - © Edith Spitzer, Wien

Fazit

Die Schweiz ist und bleibt eine Traumdestination und das Berner Oberland mit seinen Seen und Berggiganten stellt dies eindrucksvoll unter Beweis. Generell ist die Schweiz auch bei den Schweizern selbst als Urlaubsland äußerst beliebt, doch in der Jungfrau Region dominiert der internationale Urlaubsgast. Indien, China, Korea, Japan, USA, Arabische Staaten sind die bestimmenden Herkunftsländer, Deutsche und Österreicher sind ebenso rar gesät wie die Schweizer. Diesen Gästemix mag man oder mag man nicht. Was generell auch für die industrielle Tourismus-Vermarktung dieser Region gilt. Nichtsdestotrotz ist dieser Teil der Schweiz so einzigartig und großartig, dass man hier unbedingt einmal gewesen sein muss. Außerdem gibt es auch Kleinode, die trotz Massentourismus ihre Ursprünglichkeit und Natürlichkeit bewahrt haben, und die es zu entdecken gilt.

Die Eidgenossenschaft ist das Bahnland schlechthin. Absolut alles ist perfekt mit Öffis zu erreichen. So auch Interlaken und die gesamte Jungfrau Region. Aufs Auto kann man getrost verzichten. Bleibt nur noch das Wetter. Aber wie schon erwähnt, in der Schweiz gibt es immer einen tollen Plan B.

JV

Anmerkung:  Die Produktion dieses redaktionellen Artikels wurde mit freundlicher Unterstützung von Schweiz Tourismus Wien, Interlaken Tourismus, Jungfraubahnen, Schilthornbahnen, Travel Switzerland, Swiss ermöglicht..

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