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Fliegen belastet den Körper

Oftmaliges und langes Fliegen kann mit Problemen behaftet sein.
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Fliegen ist eine angenehme, schnelle und mittlerweile auch preisgünstige Form des Reisens. Allerdings belastet ein Flug den Körper, besonders wenn es sich ums Fliegen in die Ferne handelt.

Vor allem Menschen mit Herz-Kreislaufbeschwerden oder Lungenerkrankungen können Probleme beim Flug bekommen, denn durch die Reisehöhe entstehen Luftdruckschwankungen, die den Sauerstoffgehalt des Blutes beeinflussen und den Organismus belasten.

Auch mit einer vergleichsweise harmlosen Verkühlung sollte man nicht Fliegen. Abgesehen davon, dass andere Reisende vielleicht angesteckt werden, kann eine starke Erkältung auf dem Flug in die Ferne einen Gehörsturz oder lang anhaltende Ohrenprobleme nach sich ziehen.

Langes Fliegen bedeutet Stress

Selbst bei völlig gesunden Menschen kann ein Flug in die Ferne so einiges durcheinander bringen. Zeitverschiebungen im Tagesrhythmus und die Luftdruckverhältnisse beim Flug verursachen Stress im Immunsystem, was sich vor allem nach der Landung bemerkbar macht.

Durch den Luftdruck beim Fliegen steigen Puls- und Atemfrequenz, es gelang zu wenig Sauerstoff in den Organismus. Zusätzlich belasten Lufttrockenheit, der möglicherweise erhöhte Ozonspiegel und die Pestizid-Konzentration in der Kabine.

Der Körper empfindet dies als Stress und regt das körpereigene Immunsystem an. Da dies im fast keimfreien Flugzeug aber nichts zu tun hat, wird die körpereigene Abwehr wieder abgebaut. Dieses Tief hält ungefähr 12 bis 24 Stunden nach dem Flug an. Wenn man dann am Urlaubsort mit Keimen in Berührung kommt, haben die Erreger freie Bahn.

Auf den Flug vorbereiten

Wer fit am Reiseziel ankommen und seinen Urlaub ohne Schlafattacken genießen möchte, kann sich schon in den Tagen vor dem Verreisen auf den Flug vorbereiten, so der Wiener Facharzt für Innere Medizin Prim. Dr. Walter Ebm. „Fliegt man nach Osten, legt man sich sukzessive früher schlafen und steht auch früher auf. Fliegt man nach Westen, geht man hingegen später schlafen und steht später auf. Das hilft, den Jetlag zu verringern und sich an den Zeitrhythmus des Zielorts anzupassen."

Der niedrigen Luftfeuchtigkeit beim Flug, die die Schleimhäute austrocknet und das Risiko von Atemwegsinfektionen erhöht, kann man mit einem Nasenspray (Salzwasserspray) begegnen. Wer empfindliche Augen hat, könne vorsorglich Augentropfen einpacken und sollte statt Kontaktlinsen eher Brillen tragen, meint der Mediziner.

Tipps für den angenehmen Flug


Um Ohrenschmerzen beim Fliegen zu vermeiden, kann derjenige, der den Jet gesund besteigt, während dieser an Höhe gewinnt oder verliert, aktiven Druckausgleich betreiben, indem er die Nase zuhält und mit geschlossenem Mund auszuatmen versucht. Kindern hilft die Anregung des Schluckreflexes durch viel Trinken, saure Bonbons oder Kaugummi.

Wenn möglich sollte man im Flugzeug ab und zu auf und abgehen und angenehme Schuhe tragen. Das hilft die Gelenke zu bewegen und verringert die Thrombosegefahr.

Auch die Ernährung trägt zum gesunden Fliegen bei: Auf Alkohol, Kaffee und Tee sollte man möglichst verzichten, da so der Körper entwässert wird. Stilles Wasser entlastet statt dessen den Kreislauf und ist das ideale Getränk bei einem langen Flug. Damit durch unnötige Verdauungsarbeit der Kreislauf nicht übermäßig belastet wird, sind leichte Speisen beim Fliegen ideal.

Quelle:
Gesundesleben.at

 
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