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Erblich bedingter Haarausfall - Wie geht man am besten damit um?

Ein erblich bedingter Haarausfall kann aufgehalten werden.
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Erblich bedingter Haarausfall - Wie geht man am besten damit um?

Erblich bedingter Haarausfall, auch bekannt als androgenetische Alopezie, ist weit verbreitet. In 80 % der Fälle ist der Haarverlust bei Männern auf diese genetische Ursache zurückzuführen. Das ist für Betroffene eine große Belastung, denn bei Genen denken wir meist an etwas, das unveränderlich ist.
 
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Bildquelle: Image by hansiline from Pixabay

Ganz stimmt das allerdings nicht, denn auch erblich bedingter Haarausfall kann aufgehalten werden. Besonders dann, wenn er rechtzeitig erkannt und behandelt wird. Coffeinhaltige Shampoos sind beispielsweise eine wirkungsvolle Methode, um das Haarwachstum anzuregen und dem vorzeitigen Haarverlust Einhalt zu gebieten.
 
Doch wie erkennt man androgenetische Alopezie und wie geht man am besten damit um?

Androgenetische Alopezie erkennen

Erblich bedingte Alopezie betrifft in der Regel Männer und kann von der Mutter oder vom Vater vererbt werden. Deshalb reicht häufig schon ein Blick auf die Haarpracht der Eltern, um herauszufinden, ob man selbst von erblich bedingtem Haarausfall betroffen ist oder dem Haarausfall eine andere Ursache zugrunde liegt.
 
Sind die Gene für den Haarausfall verantwortlich, hängt das damit zusammen, dass die Haarfollikel überempfindlich auf DH-Testosteron reagieren. Dieses fördert Prozesse, die dem Haarfollikel die notwendige Energie entziehen, die benötigt wird, um eine normale Wachstumsphase zu durchlaufen. In der Folge verkürzt sich die Wachstumsphase und damit der Gesamtlebenszyklus eines Haarfollikels.

Wie oft wächst ein Haar?

Haare wachsen einzeln und unterscheiden sich in ihren aktuellen Wachstumsstadien. So wird sichergestellt, dass immer genug Haare vorhanden sind, denn jedes Haar geht nach 2 bis 6 Jahren des Wachstums für wenige Wochen in die Übergangsphase ein. Dabei fällt das Haar aus und das Haarfollikel hat 2 bis 6 Monate Zeit, um sich zu regenerieren und dann ein neues Haar zu produzieren. Insgesamt findet dieser Prozess im Durchschnitt 14 Mal statt, bevor eine Haarwurzel abstirbt und kein weiteres Haar mehr hervorbringt.
 
Bei erblich bedingtem Haarausfall werden durch den Einfluss von DH-Testosteron und die damit einhergehende Verkürzung der Wachstumsphase schon früh keine neuen Haare mehr produziert.

Erblich bedingter Haarausfall Mann

Bei Männern wirkt sich erblich bedingter Haarausfall anders aus, als bei Frauen. Jeder zweite Mann ist oft schon zwischen dem 20sten und 25sten Lebensjahr betroffen. Folgende Symptome sind möglich:
  • Geheimratsecken
  • Haarverlust am Oberkopf
  • Hohe Stirn
  • Insgesamt lichter werdendes Haar
  • Halbglatze oder Glatze
Was kann man gegen erblich bedingten Haarausfall tun?

Es gibt einige Methoden, um mit androgenetischer Alopezie umzugehen. Bei allen ist eine dauerhafte und regelmäßige Behandlung wichtig. Wird die Behandlung unterbrochen, setzt sich der Haarausfall fort.
 
1. Shampoo gegen Haarausfall mit dem Wirkstoff Coffein
Eine einfache und wirksame Methode ist, rechtzeitig ein Coffein-Shampoo anzuwenden. Coffein neutralisiert die Wirkung von DHT und versorgt die Haarfollikel mit Energie. So wird das Haarwachstum angeregt und die Wachstumsphase verlängert.
 
Ein Coffein-Shampoo sollte täglich mit zweiminütiger Einwirkzeit angewendet und dann mit lauwarmem Wasser ausgespült werden, um seine volle Wirkung zu entfalten.
 
2. Rezeptfreie Mittel
In der Apotheke sind außerdem verschiedene Mittel gegen Haarausfall rezeptfrei zu erwerben, die den Wirkstoff Minoxidil enthalten. Die Schäume oder Lösungen werden äußerlich auf die Kopfhaut aufgetragen.
 
Allerdings ist Minoxidil eigentlich ein Wirkstoff gegen Bluthochdruck. Bei topischer Anwendung können in seltenen Fällen ähnliche Nebenwirkungen auftreten, wie bei oraler Einnahme im Fall von Bluthochdruck. Zudem können die Mittel die Kopfhaut reizen und Entzündungsprozesse fördern.
 
3. Rezeptpflichtige Mittel
Finasterid ist ein bekanntes Medikament im Kampf gegen Haarausfall. Es ist verschreibungspflichtig und wird in höherer Dosis normalerweise bei der Behandlung einer Prostatavergrößerung eingesetzt. Mögliche Nebenwirkungen sind Impotenz, Libidoverlust und Depressionen.
 
Wer unangenehme Nebenwirkungen umgehen möchte, sollte auf jeden Fall zunächst auf ein Coffein-Shampoo zurückgreifen, um erblich bedingten Haarausfall zu stoppen. Nach Absprache mit Arzt oder Apotheker gibt es jedoch auch weitere Behandlungsmöglichkeiten.

Ein 55PLUS-Gesundheitstipp.
 
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