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Dirndl - die europäische Wunderfrucht

Die Dirndlfrucht ist in ganz Europa bekannt und verbreitet.

© Edith Spitzer, Wien / Dirndltal, NÖ - Dirndl am Strauch / Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Dirndl - die europäische Wunderfrucht

Der schon vor über 1000 Jahren bei den Kelten bekannten Frucht widmet sich ein ganzes Tal im niederösterreichischen Mostviertel - der Dirndl.

Dirndl und der Strauch

Die einhäusige Frucht aus der Familie der Hartriegelgewächse gedeiht an einem langsam wachsenden Strauch oder Baum, dessen Knospen sich bereits bei der Ernte der Dirndl im Herbst ausbilden, um im Februar/März die ersten Blütenträger zu sein. Das ganze Dirndltal mit ihren rund 80.000 Sträuchern zeigt sich in ihrer Pracht, die strahlend gelbe Blüte des Strauchs liefert den Bienen den ersten Nektar des Jahres.

Dirndltal, NÖ - Dirndlantrieb - © Edith Spitzer, Wien

Da der Strauch bzw. Baum ein langlebiger ist, wird das Holz besonders dicht. Als einzige Holzart ist das Dirndlholz daher nicht schwimmfähig, sondern geht unter. Das Holz wurde im Werkzeugbau verwendet, so als Stiel für eine Axt oder anderes Gerät und bei Hobelbänken.

Dirndl und die Kulinarik

Die Frucht reift im Laufe des Jahres zu einer Dirndl heran und wird von Mitte August bis Ende September geerndet. Ähnlich der Olivenernete werden Netze gespannt, um die reife Frucht zu ernten, die von alleine abfällt, wenn sie reif ist.

Dirndltal, NÖ - Dirndlstrauch - © Edith Spitzer, Wien

Die Verarbeitung der Dirndl ist aufwändig, da der Kern mit dem Fruchtfleisch verwachsen ist. So benötigt man für einen Liter Schnaps rund 20 kg Frucht. Doch die kulinarische Vielfalt der Dirndlfrucht ist gewaltig - rund 40 verschiedene Produkte werden im Pielachtal/Dirndltal angeboten: von Marmelade und Gelee über Chutney bis Senf, von Sirup über Saft bis Likör und Schnaps, Prosecco und Sturm, von Schokolade und Süßspeisen bis zur "Alpenolive".

Dirndltal, NÖ - Dirndl_detail - © Edith Spitzer, Wien

Zum Ende der Erntezeit wird im Dirndltal der Dirndlkirtag gefeiert. Bereits seit 20 Jahren wird dieser Tradition gefrönt, die jährlich in einem anderen der acht Dirndlgemeinden stattfindet. An Holzständen werden Produkte aus Dirndln präsentiert.

Dirndltal, NÖ - Dirndlkirtag_Erzeugnisse - © Edith Spitzer, Wien
Dirndltal, NÖ - Dirndlkirtag
© Edith Spitzer, Wien

Dirndl und die Medizin

Schon Hildegard von Bingen wusste um die heilbringende Wirkung der Frucht. Die säuerliche Dirndl ist reich an Vitamin C, Antioxidantien sowie Anthocyane (= sekundäre Pflanzenstoffe) und wird gegen Gicht, Fieber und Darmerkrankungen eingesetzt. Die Dirndlkerne werden nicht nur für die Schmuckherstellung eingesetzt, sondern finden auch als Wärmekissen Verwendung.

Ein Gesundheits- & Dirndltipp von Edith Spitzer.

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