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Die richtige Pflege fürs Haar

Fragen rund um die Pflege: Was Haare mögen und was nicht.
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Haargesundheit: Fragen rund um die Pflege

Welche Pflege passt zu wem?

Kein Haar gleicht dem anderen. Fein, trocken, normal oder strapaziert? Haartyp und individueller Kopfhautzustand sind bei der Wahl des richtigen Pflegeprogramms entscheidend. Grundsätzlich gilt: Milde Shampoos reizen die Kopfhaut am wenigsten.

Bei trockenem Haar empfiehlt die Apothekerin Ursula Kindl Zusätze wie Panthenol, Weizenkeimextrakte, Aloe vera, Avocado- oder andere Pflanzenöle: „Vor allem in Spülungen oder Kuren können sie ihre Wirkung am besten entfalten." Auch Harnstoff hält die Feuchtigkeit im Haar. Zu Unrecht fast vergessen: Haarwässer mit  Rosmarin- oder Birkenextrakt sorgen für mehr Durchblutung der Kopfhaut und können damit die Haarwurzelernährung unterstützen.

Kann ich Haare auch von innen pflegen?

Das A und O für gesundes Haar ist eine ausreichende Nährstoffversorgung der Haarzwiebel mit C- und B-Vitaminen, Zink, Eisen, Biotin und Eiweiß. Wer neben Fisch und Fleisch vor allem zu Milch- und Vollkornprodukten, Obst und Gemüse greift, nimmt automatisch diese haaraktiven Substanzen zu sich.

Weist das Haar dennoch Mängel auf und macht es schlapp, können Sie es unterstützen: Die Haarnahrung gibt es auch in Kapselform aus der Apotheke. „Halten Sie sich unbedingt an die Dosierungsanleitung des Herstellers“, rät der Apotheker und Hautspezialist Dr. Joachim Kresken aus Viersen. „Der Effekt kann schon mal drei Monate auf sich warten lassen.“

Was sind die häufigsten Pflegefehler?

Schon beim Shampoonieren fängt’s an: Bloß keine Schaumberge produzieren. Es reicht eine haselnussgroße Menge. Ein zweiter Waschgang ist oft nicht mehr nötig, vor allem wenn Sie  täglich waschen. Spülen Sie Ihre Haare danach nicht zu kurz aus. Das Wasser muss am Ende glasklar sein. Die anschließende Rubbelaktion mit dem Handtuch sollten Sie lieber lassen: Feuchte Haare sind aufgequollen und daher empfindlicher gegen mechanischen Druck. Also besser trocken tupfen.

Ein zu heißer Föhn strapaziert ebenfalls unnötig den Haarschaft. Es geht auch lauwarm aus 30 Zentimetern Entfernung. Wer Drahtbürsten und scharfzinkige Plastikkämme ans Haar lässt, martert die Kopfhaut und lädt das Haar elektrostatisch auf. Abgerundete Naturborsten und grobzinkige Kämme aus Horn oder Hartgummi wirken dagegen wie eine Haarpflege.

Was tun bei feinem Haar?

Haare wie Rapunzel haben von Natur  aus die wenigsten. Mit dem Alter werden sie zudem langsam dünner. Ein Prozess, der nach Gegenmaßnahmen verlangt. Das fängt schon bei der Reinigung an: Sehr mild und ohne beschwerende Zusätze muss sie sein.

Spülungen, etwa mit Panthenol, sind nur notwendig, wenn der Kamm nicht durchkommt. Ab  und zu eine Haarkur, das reicht. Schaumfestiger zaubern zusätzlich etwas Halt in die Frisur. Und beim Föhnen immer von unten nach oben arbeiten. Das gibt mehr Volumen und Stand.

Ist Färben schädlich?

Darüber streiten sich die Experten seit Jahren. Sicher ist: Wer die Natur austricksen will, mutet seinem Haar gewisse Strapazen zu. Apothekerin Ursula Kindl aus Baldham warnt: „Ohne Chemie kommt keine permanente Farbe zustande.“ Oxidationsmittel und Ammoniak greifen Haarstruktur und Kopfhaut an. Und auch die Farbstoffe enthalten Substanzen, die von Fachleuten als gesundheitsgefährdend eingestuft werden.

Weniger aggressiv, dafür aber auch weniger deckfähig sind Tönungen, deren Pigmente nicht ins Haar eindringen, sondern nur an der Oberfläche haften. Sie waschen sich mit der Zeit  wieder heraus. Wer ganz auf Nummer natürlich setzen will, sollte zu den Pflanzenhaarfarben  greifen. Nachteil: Deren Grauabdeckung ist nicht ganz sicher vorhersehbar und auch schwieriger zu erreichen. Doch schonender sind sie allemal.

Quelle:
Gesundheit Pro, DE

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