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Diabetes mellitus - die Zuckerkrankheit

Die Erkrankung Diabetes mellitus breitet sich in der westlichen Welt immer stärker aus - woran liegt das? Und was umfasst Diabetes genau?

Süssstoff-Variationen

Diabetes mellitus: Wenn Zucker zur Gefahr wird

Sich beim Stadtbummel eine Kugel Eis gönnen, im Restaurant das Dessert genießen oder sich ein kleines Stück Schokolade auf der Zunge zergehen lassen? Für Menschen mit Diabetes mellitus ist das nicht so einfach – sie müssen ihren Blutzuckerspiegel ständig im Auge behalten, auf die Ernährung achten und mit entsprechenden Medikamenten den Beschwerden entgegenwirken. Doch welche Symptome treten bei Diabetes mellitus eigentlich auf? Welche Formen der Erkrankung sind möglich – und wie muss die Behandlung aussehen?

Diabetes mellitus – was ist das?

Grundsätzlich ist bei Menschen, die unter Diabetes mellitus leiden, die Aufnahme von Zucker (Glucose) in die Zellen des Körpers eingeschränkt. Ursache dafür ist das sogenannte Insulin, ein körpereigenes Hormon, das normalerweise den Übertritt der Glucose-Moleküle vom Blut ins Zellinnere möglich macht. Bei einer Diabetes-Erkrankung wird – je nach Form – entweder zu wenig (oder gar kein) Insulin hergestellt oder aber die Körperzellen sind gegenüber seiner Wirkung so abgestumpft, dass letztendlich die einzelnen Bereiche des Körpers kaum noch mit Zucker versorgt werden. Eine zu große Menge Glucose verbleibt im Blut und kann dort einigen Schaden anrichten.

Genauer lassen sich bei Diabetes mellitus folgende Ausprägungen unterscheiden:
  • Diabetes vom Typ I: Im Fall eines Typ-I-Diabetes ist die Produktion von Insulin in der Bauchspeicheldrüse stark eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich; die Betroffenen müssen sich ihren Bedarf an Insulin von außen zuführen. Die Neigung zu dieser Ausprägung des Diabetes mellitus ist in der Regel angeboren.
  • Diabetes vom Typ II: Bei Typ-II-Diabetes handelt es sich um die häufigste aller Diabetes mellitus-Formen; sie ist meist erworben. Durch Faktoren wie eine jahrelang stark zuckerhaltige Ernährung entsteht eine Art Gewöhnungseffekt – das Insulin verliert zunehmend seine Wirkung auf die Zellen.
  • Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes): Während der Schwangerschaft ist es nicht ungewöhnlich, dass die Empfindlichkeit der Zellen gegenüber Insulin abnimmt – übersteigt diese Resistenz das normale Maß, ist von Gestationsdiabetes die Rede.
Abgesehen von diesen drei Arten des Diabetes mellitus gibt es jedoch auch noch einige weniger bekannte Formen, die zum Beispiel durch bestimmte Medikamente, Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse oder Störungen des Immunsystems verursacht werden. Die auftretenden Beschwerden sind in der Regel aber dieselben.

Charakteristische Symptome für eine Diabetes-Erkrankung sind unter anderem:
  • starker Durst
  • häufiges Wasserlassen
  • Mundgeruch (erinnert an Aceton)
  • Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparats)
  • Hautjucken
  • Gewichtsverlust
  • Erschöpfung
  • Konzentrationsstörungen
  • höhere Infektanfälligkeit
  • verlangsamte Wundheilung
Durch den erhöhten Anteil von Glucose im Blut können bei Diabetes mellitus auf lange Sicht auch Folgen wie Nervenschäden, Nierenerkrankungen sowie Verdauungs- und Durchblutungsstörungen entstehen.

Vorbeugung und Behandlung bei Diabetes mellitus

Zwar lässt sich einer Diabetes-Erkrankung an sich nicht vorbeugen – beim erworbenen (und zahlenmäßig häufigsten) Diabetes mellitus vom Typ II stimmt das allerdings nicht ganz. Es gibt durchaus Risikofaktoren, die durch eine entsprechende Lebensweise ausgehebelt werden können:
  • stark zucker- und/oder fetthaltige Ernährung über einen langen Zeitraum hinweg
  • Bewegungsmangel
  • Übergewicht oder Fettleibigkeit, wie beispielsweise Adipositas permagna
  • hohe Fett- und/oder Cholesterinwerte
  • Rauchen
  • hoher Blutdruck
Ist es bereits zur Ausbildung eines Diabetes mellitus gekommen, kann eine Umstellung der Lebensgewohnheiten zwar den Verlauf beeinflussen – heilen kann sie die Erkrankung allerdings nicht. Vielmehr steht dann eine passende Behandlung unter ärztlicher Kontrolle im Mittelpunkt.

Betroffene müssen regelmäßig und abhängig von der Art der Medikamente ihre Blutzuckerwerte messen – so können sie die Einnahme der entsprechenden Arzneimittel genau auf ihre Bedürfnisse abstimmen und einer möglichen Unterzuckerung vorbeugen. Bis zu sieben Messungen am Tag können dazu nötig sein. Im Rahmen der medikamentösen Therapie kommen zum einen blutzuckersenkende Tabletten zum Einsatz, zum anderen steht auch die Möglichkeit, Insulin per Injektion in den Blutkreislauf zu bringen, zur Verfügung.

Ein Gesundheitstipp von 55PLUS-magazin.net.

 
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