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Chronische Schmerzen: Nervenschmerzursache Diabetes

Nervenchirurgie als Therapiemöglichkeit.
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Chronische Schmerzen:


Nervenschmerzursache Diabetes


Ein konstant erhöhter Blutzuckerspiegel aufgrund von Diabetes kann das periphere Nervensystem nachhaltig schädigen: Überschüssige Glukose sammelt sich in den Nerven, wandelt sich in Sorbit um, das wiederum Wasser anzieht. Dadurch schwellen die Nerven an und verursachen beträchtliche Schwierigkeiten.

© Lee Dellon, privat / Dr. A. Lee Dellon / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDer Pionier auf dem Gebiet der peripheren Nervenchirurgie und Autor des Buches „Pain Solutions“, Dr. A Lee Dellon, erläutert: „Diabetiker sind häufig von Problemen des peripheren Nervensystems in Händen oder Füßen betroffen. Viele dieser Probleme beziehen sich auf Nervenkompressionen, die Empfindungsstörungen und Schmerzen verursachen, was zu Fußgeschwüren und Amputationen führen kann.“

1. Wiener Nervenschmerzzentrum / Dr. Veith Moser / Zum Vergrößern auf das Bild klickenLaut Dr. Veith Moser vom 1. Wiener Nervenschmerzzentrum, der sich regelmäßig diesbezüglich auch bei Dr. Dellon fortbildet, sind bei Diabetikern offene Stellen und Geschwüre wegen des nachlassenden Hautgefühls aufgrund eingeengter Nerven keine Seltenheit: „Die Beine, die Fußsohle, die Zehen sind nach der Freilegung nicht mehr eingeschlafen, sondern haben wieder ein Gefühl, weshalb man sich nicht „auf geht“ und „wund geht“. Dadurch könnten Amputationen verhindert werden.“ Selbstverständlich kann durch eine Denervation die Krankheit nicht geheilt, aber Betroffenen das Leben ein wenig erleichtert werden.

© 1. Wiener Nervenschmerzzentrum / Mag. Dr. Pia Hollosi / Zum Vergrößern auf das Bild klickenIm Nervenschmerzzentrum wird interdisziplinär zusammengearbeitet. Mag. Dr. Pia Hollosi ist für die neurologische Abklärung zuständig und geht Schmerzen vor einem möglichen Eingriff akribisch auf den Grund: „Eine genaue neurologische Untersuchung und insbesondere die richtige Diagnose und Beurteilung, welcher Nerv wo genau wie stark geschädigt ist, ist Grundlage jeder weiteren Behandlung.“

© 1. Wiener Nervenschmerzzentrum / Ellbogen-Operation / Zum Vergrößern auf das Bild klickenLaut Dr. Dellon profitieren folgende Patientengruppen von Denervationen: Menschen mit Neuropathie entweder aufgrund von Diabetes, Chemotherapie oder eben viele mit einer Neuropathie unbekannter Ursache, wenn sie ein positives Hoffman-Tinel-Zeichen (elektrisierendes Gefühl beim Beklopfen eines geschädigten Nervs, Anmerkung) an den bekannten anatomischen Stellen aufweisen, Menschen mit Schmerzen in der Leistengegend durch Sportverletzungen, Arbeitsunfälle, oder nach anderen abdominalen Operationen wie Kaiserschnitt, Hysterektomie (Entfernung der Gebärmutter, Anmerkung) oder Endoskopie bei einer Gallenblasenerkrankung oder Endometriose (schmerzhafte Erkrankung der Gebärmutter, Anmerkung), Patienten mit Arthritis oder post-traumatischem Schmerz im Handgelenk, in der Schulter, im Ellbogen, im Knie oder im Fußknöchel

Dr. Veith Moser erklärt, dass nicht jeder Patient von denervativer Mikrochirurgie profitiert: „Es gibt Betroffene, denen ich mit meinem Handwerk zusätzlichen Schaden zufügen würde, weshalb ich genau abwägen muss, für wen ein Eingriff wirklich Sinn macht. Das Um und Auf ist, einem Patienten die richtige Therapie, sowohl konservativ als auch operativ, zukommen zu lassen, ihm wirklich zu helfen. Leider gibt es auch Menschen, für die man diesbezüglich nichts mehr tun kann.“

Nähere Informationen:
www.nervenschmerz.com
www.dellon.com

Ein Gesundheitsbeitrag von Mag. Sonja Streit.

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