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Bewusstes Shoppen im Alter

Fairtrade beim Einkaufen der Kleidung. Welche Kriterien sind wichtig.
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Bewusstes Shoppen im Alter

Eines ist klar: Egal wie alt man ist, Shoppen macht. Es gibt doch nichts Schöneres, als sich in seinem Körper wohlzufühlen und das auch nach außen hin zeigen zu können. Kleidung unterstreicht die Persönlichkeit, ein Aspekt, der gerade bei Mode im Alter immer wichtiger wird. Wer rennt schon gerne den wechselnden Trends hinterher? Ein weiterer Punkt, der sich immer mehr Beachtung erfreut, ist fair gehandelte und hergestellte Kleidung. Was heißt Fairtrade eigentlich? Auf was sollte man achten? Welche Siegel und Zertifikate gibt es? All das soll hier unter die Lupe genommen werden.
 
Was ist eigentlich Fairtrade?

Fair gehandelt oder hergestellt, das bedeutet, dass sich Importeure und Produzenten zu verschiedenen Maßnahmen und Standards verpflichten. Dazu gehören zum Beispiel der Verzicht auf Kinderarbeit und bestimmte Lohnuntergrenzen. Auch der Einsatz von bestimmten Chemikalien beim Färben der Stoffe kann verboten sein. Fairtrade heißt also schlussendlich, dass die Arbeitsbedingungen in den Herstellungsländern deutlich über dem Durchschnitt liegen. Organisationen, die sich für eben solche Bedingungen einsetzen sind unter anderem:
  • World Fair Trade Organization (WFTO)
  • Fairtrade International (FLO)
  • Fair Trade Advocacy Office (FTAO)
Auch ein wichtiges Element bei fair gehandelten Textilien und Kleidungsstücken ist die Transparenz. So arbeiten diese Organisationen aktiv dafür, dass der Konsument über alle Schritte in der Produktionskette informiert wird: Wo und von wem wird der Rohstoff angebaut? Wie wird er verarbeitet? Wo sitzt der Hersteller? Ebenso wichtig bei Fairtrade-Produkten ist der Nachhaltigkeitsgedanke.
 
Wo werden die Kleidungsstücke hergestellt?

Der größte Anteil der in Europa konsumierten Klamotten kommt immer noch aus Ländern, die technologisch nicht sehr fortgeschritten sind. Meistens werden die verschiedenen Textilien und Kleidungsstücke in sogenannten Dritte-Welt-Ländern hergestellt. Dort herrschen meist furchtbare Bedingungen für Arbeiter und Näherinnen. Die Löhne sind billig und die Standards für die Arbeit sowie das Arbeitsrecht entweder sehr niedrig gehalten oder gar nicht vorhanden. Viele Menschen in Europa sind sich dessen gar nicht bewusst oder blenden diese Tatsachen ganz gezielt aus. Die Konsumgesellschaft orientiert sich heutzutage hauptsächlich am Preis eines Produktes – genau das ist das Problem.
 
Verschiedene Fairtrade-Siegel

Es gibt heute eine Vielzahl von Siegeln und Zertifikate, die alle unterschiedliche Aspekte des Begriffs Fairtrade abdecken. Das Wichtigste, wenn es um Kleidung geht, ist das Label der World Fair Trade Organisation. Andere wichtige Siegel sind:
  • Fairtrade Baumwoll-Siegel
  • Global Organic Textile Standard-Label
Eine schöne Übersicht über alle Siegel, die es in Deutschland für Fairtrade-Produkte aller Art gibt, finden Sie online beim Dritte-Welt-Shop. Auch gut zu wissen: Wenn Sie gezielt nach bestimmten Marken suchen, die sich der Nachhaltigkeit und den fairen Arbeitsbedingungen verschrieben haben, dann schauen Sie mal in die Liste der Fair Wear Foundation. Diese gemeinnützige Organisation umfasst mittlerweile 80 Unternehmen, viele davon aus der Kleidungs-Industrie.
 
Ihr Beitrag zu fairem Shoppen

Wer besonders Wert auf schöne Stoffe und hochwertige Materialien legt, sollte öfter zu Fairtrade-Mode greifen. Mittlerweile führen immer mehr Ladengeschäfte die etwas teureren, aber dafür auch nachhaltigeren Kleidungsstücke. Fairtrade-Klamotten machen nicht nur ein gutes Gefühl, sie sehen meist auch besser aus. In der Produktion wird oft deutlich mehr Wert auf gute Verarbeitung gesetzt, als bei anderen Kleidungsstücken. Beim Shoppen im Laden wie auch online sollte auf die genannten Siegel geachtet werden.

Auch kleine Schritte unterstützen die Fairtrade-Bewegung: Das Hinterfragen der eigenen Kaufentscheidung trägt ebenfalls schon zum Nachhaltigkeits-Gedanken bei. Gerade wer durch das Alter schon einen gefestigten Stil und ein größeres Bewusstsein für sich selbst und seine Kleidung mitbringt, tut sich hier deutlich leichter.
 
 
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