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Berner Oberland - Die Jungfrau-Region

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Erlebnisse in der Jungfrau-Region.
Schilthorn, CH - Bergwelt mit Wolken - © Edith Spitzer, Wien

Berner Oberland - Die Jungfrau Region

Gigantische Bergmassive, weltberühmte Filmkulissen, spektakuläre Skipisten, Wanderparadiese und eine Tourismusindustrie unglaublichen Ausmaßes prägen diese einzigartige Region.

Zwar heißt es in der Bibel, das Paradies wäre im Garten Eden gewesen, doch wer weiß, vielleicht lag es doch hier in der Jungfrau Region? Denn so beeindruckend wie diese hochalpine Naturlandschaft mit ihren unverwechselbaren Gebirgsformationen, den eisigen Gletschern und lieblich blühenden Alpenwiesen ist, drängt sich ein paradiesischer Vergleich unweigerlich auf.

Top of Europe, CH - Denkmal A. Guyer Zeller - © Edith Spitzer, Wien

Der Mensch jedenfalls hat sich dieses einzigartige Naturphänomen auf eine unvergleichliche Weise erschlossen. Mit Mut, Risikobereitschaft, Enthusiasmus und den ungeahnten Möglichkeiten der Ingenieurskunst entstand hier eine Welttourismusindustrie unglaublichen Ausmaßes, die gleichermaßen fasziniert wie verschreckt. So findet man technische Wunderwerke nebst traumhaften Naturwundern in einem schier endlosen Strom an internationalen Gästen, dies sich, wie auch wir, dem Berner Oberland staunend und bewundernd hingeben.

Top of Europe, CH - Jungfrau Bahn - © Edith Spitzer, Wien

Am Jungfraujoch dem ewigen Eis trotzend

Früh morgens fahren wir mit der Berner Oberlandbahn von Interlaken Ost nach Grindelwald, genauer, zum Grindelwald Terminal. Dort geht es mit der topmodernen Seilbahn Eiger Express in rund 15 Minuten hinauf zur Station Eigergletscher. Und von dort mit der Jungfraubahn direkt zum Jungfraujoch auf 3.454 Meter Seehöhe. Ein Erlebnis für sich, doch es gibt dort oben noch viele „wetterunabhängige“ Draufgaben.

Grindelwald, CH - Gondel EigerExpress - © Edith Spitzer, Wien

Das Jungfraujoch Top of Europe ist eine Erlebniswelt in schwindelerregender Höhe, in die man, bestens inszeniert, eintauchen kann und soll. Die Stationen, die man dabei durchwandert folgen einem logischen Plan. Nach einem riesigen Rundum-Kino, das einem mitten in die Berggiganten hievt, durchlebt man virtuell den Bau der Jungfraubahn, und wandelt dabei auf den Spuren ihres Urvaters, des Großindustriellen Adolf Guyer-Zeller, der jedoch die 1912, nach 16 Jahren Bauzeit erfolgte Fertigstellung nicht mehr miterleben durfte.

Top of Europe, CH - Erlebniswelt_Geschichte - © Edith Spitzer, Wien

Zwei weitere, „wetterunabhängige“ Highlights sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Den riesigen Eispalast inmitten des Jungfraugletschers und die fantastische Sphinx-Terrasse mit ihrem einzigartigen Panoramablick auf die Gletscherwelt, wenn es das Wetter zulässt. Ein fürwahr würdiges UNESCO Welterbe.

Top of Europe, CH - Schneeverwehte Aussichtsplattform - © Edith Spitzer, Wien

Nach all dem Bestaunen und Bewundern in dieser dünnen Höhenluft, macht sich bei fast allen Besuchern Hunger breit. Absolut kein Problem am Jungfraujoch. Im Gegenteil, man hat eher die Qual der Wahl. Wir jedenfalls haben uns für das Restaurant Crystal entschieden, in dem Schweizer Gerichte von bester Qualität serviert werden. Aufgrund der hohen Nachfrage und der schon erwähnten Besuchermassen sollte man lieber einen Tisch reservieren. In dem einen oder anderen Gespräch erfährt man dann auch, dass das Kochen hier oben seine Tücken hat, was der dünnen Luft geschuldet ist. Daher werden viele Speisen im Tal vorgekocht und am Jungfraujoch nur gewärmt. Was dem Wohlgeschmack zwar keinen Abbruch tut aber doch erahnen lässt, welch unglaublich großer Aufwand für den Betrieb dieser hochalpinen Attraktionen nötig ist.

Top of Europe, CH - Restaurant Crystal - © Edith Spitzer, Wien

Die Jungfraubahn samt aller Einrichtungen ist ganzjährig in Betrieb.

Nähere Infos Jungfraubahnen/Jungfraujoch:  https://www.jungfrau.ch/de-ch/jungfraujoch-top-of-europe/

Top of Europe, CH - Eiswelt - © Edith Spitzer, Wien

Auf historischen Zahnrädern zur Schynigen Platte

Gleich vorweg. Die Schynige Platte ist einer meiner Lieblingsorte in der Jungfrau Region und ich bin ziemlich sicher, dass ich diese Wahl mit vielen anderen teile. Warum? Weil es ein Platz mit (Bahn-)Geschichte ist, eine nahezu paradiesische Alpenblumenwelt, ein Teil eines Gebirgszuges, der eine traumhaft schöne Aussicht bietet, sowohl auf die Alpengiganten Eiger, Mönch und Jungfrau, als auch auf die fantastischen Seen Thuner- und Brienzersee. Die Schynige Platte ist irgendwie eine Loge in einer der schönsten Naturkulissen der Welt. Vorausgesetzt, das Wetter spielt mit.

Schynige Platte, CH - Bahn - © Edith Spitzer, Wien

Nun ja, bekanntlich tat es das während unseres Aufenthaltes (Ende September 2025) nicht. Ganz und gar nicht. Also was tun? Zuerst mal die Fahrt mit der historischen Schynige Platte-Bahn genießen. Die 1893 eröffnete Schmalspur-Zahnradbahn führt von Wilderswil nahe Interlaken auf einer sehr steilen und mitunter sehr engen Trasse auf die Schynige Platte. Die gute alte Nostalgiebahn ist ein Publikumsmagnet, jedoch nur für den Sommerbetrieb ausgelegt.

Schynige Platte, CH - Restaurant - © Edith Spitzer, Wien

Oben am Gipfel wartet das Berghotel mit seinem Panoramarestaurant. Von der Bergstation der Zahnradbahn sind es nur wenige Gehminuten zur gemütlichen Stube mit hervorragenden Schweizer Wild-Spezialitäten und leckeren Kuchen. Der kurze Anstieg wird, je nach Wetter, von stimmigen Alphornklängen begleitet. Wenn man durch die großen Glasfronten des Restaurants blickt, und die Sicht nicht durch dichte Nebelbänke eingeschränkt wird, wähnt man sich in einem überdimensionierten 3D-Kino in dem ein prachtvoller Naturfilm in 8K Qualität abgespielt wird. Ansonsten blickt man verklärt auf seine Teller, erfreut sich der ausgezeichneten Speisen des Hauses und schmiedet Pläne für ein baldiges Comeback auf die Schynige Platte bei hoffentlich besserem Wetter.

Im Winter geschlossen.

Nähere Infos Jungfraubahnen/Schynige Platte:  https://www.jungfrau.ch/de-ch/schynige-platte/

Schynige Platte, CH - Alphornbläser - © Edith Spitzer, Wien

Am James Bond Set Piz Gloria

Ich war zwar schon öfter in der Region, aber noch nie am Schilthorn, dem sagenumwobenen Filmset von James Bond. Dazu noch die nagelneue, steilste Luftseilbahn der Welt von Stechelberg nach Mürren. Meine Erwartungshaltung war riesig. Und wurde zu 100% erfüllt. Einziger Wermutstropfen: Das Schlechtwetter. Zumindest aber mit einigen Wolkenfenstern am Piz Gloria.

Schildhorn, CH - Station der Gondelbahn - © Edith Spitzer, Wien

Die hochalpine Kulisse befindet sich direkt gegenüber von Eiger, Mönch und Jungfrau. Getrennt durch das Lauterbrunnen-Tal, einem eiszeitlichen Relikt mit absolut gigantischen, senkrecht abfallenden Felswänden, die einem, sofern man nicht ein Base Jumper ist, das Fürchten lehren können.

Schilthorn, CH - Berglandschaft - © Edith Spitzer, Wien

Wenn man vom Schilthorn von einer einzigartigen Alpenarena sprechen würde, wäre dies keine Übertreibung. Für manche ist diese Kulisse sogar surreal und wohl keine KI könnte die Landschaft spektakulärer designen. In drei atemberaubenden Seilbahn-Etappen gelangt man vom Tal - Stechelberg - auf den Gipfel: 1 Mürren - 2 Birg - 3 Schildhorn Piz Gloria. Mit den modernsten Seilbahnen unserer Zeit. Die Bauarbeiten des zweiten und dritten Abschnittes, die zur Zeit unserer Recherche Ende September 2025 noch im vollen Gange waren, sollen Mitte 2026 abgeschlossen sein.

Schildhorn, CH - Piz Gloria - © Edith Spitzer, Wien

Mürren ist ein Bergdorf direkt am unglaublich steilen Felsabhang und als solches einzigartig. Aus der kleinen Bergbauernansiedling wurde mit den Dreharbeiten zu „James Bond. Im Geheimdienst ihrer Majestät“ im Herbst 1968 ein touristischer Hotspot ungeahnten Ausmaßes. Ein Tourismus Hype, der bis zum heutigen Tag ungebrochen anhält. Ein weltberühmtes Dorf aber dennoch überschaubar und irgendwie lieblich. Ideal zum Wandern und Chillen.

Mürren, CH - historische Häuser - © Edith Spitzer, Wien

Birg ist dann schon hochalpin und thront oben auf einem Felsen wie ein Adlerhorst. Trotzdem es nur eine Zwischenetappe zum endgültigen Gipfel Piz Gloria ist, bietet es mit dem neuen „Thrill Walk“ eine in sich geschlossene Abenteuerwelt. Nichts für Menschen mit schwachen Nerven, dennoch absolut sicher. Dazu kommen Restaurants und eine Sonnenterrasse mit einem, je nach Wettersituation genialen Panoramablick.

Schilthorn, CH - Thrillwalk im Nebel - © Edith Spitzer, Wien

Schildhorn Piz Gloria, die unbestrittene Krönung des Bergerlebnisses. Am Berggipfel des Schildhorns ein einzigartiges Panorama-Dreh-Restaurant, das Piz Gloria. Wir befinden uns hier auf 2.970 Meter Seehöhe.

Schilthorn, CH - Drehrestaurant - © Edith Spitzer, Wien

Das Piz Gloria ist wie ein Synonym für James Bond. Zwar entstand die Idee zu diesem Bau schon vor dem Dreh, doch konnte dieser erst mit dem James Bond Film tatsächlich real umgesetzt werden. Im Herbst 1968 fanden hier die umfangreichen Dreharbeiten statt. Mit dem Australier George Lazenby als Geheimagent 007, Diana Rigg als Contessa Teresa di Vicenzo, der späteren Ehefrau von James Bond, und Telly Savalas als Franz Oberhauser alias Blofeld.

Schilthorn, CH - 007 auf dem Piz Gloria - © Edith Spitzer, Wien

Der James Bond Mythos ist hier am Piz Gloria so lebendig wie nirgendwo sonst. Faktisch dreht sich hier (fast) alles darum. Vom Walk of Fame bis zum multimedialen Filmset Museum. Dennoch ist Piz Gloria mehr als nur James Bond Kulisse. Abgesehen von den sensationellen outdoor Terrassen ist das indoor Drehrestaurant nicht minder superlativ. Der Schildhorn-Brunch ist nicht nur eine Augenweide, sondern eine kulinarische Wonne. Und für Schweizer Verhältnisse sogar günstig. Aber auf jeden Fall einen Platz reservieren.

Das Schildhorn ist eine Ganzjahres-Destination und ein unabdingbares Muss für jeden Reisenden.

Nähere Infos Schildhorn/Piz Gloria:  https://schilthorn.ch/ 

Schildhorn, CH - Bergwelt - © Edith Spitzer, Wien

Fazit

Die Jungfrau Region und das Schildhorn sind hochalpine Tourismusdestinationen von absolutem Weltformat und ganzjährig geöffnet. Es ist zwar global betrachtet ein sehr überschaubares Gebiet, aber von einer solchen Ausstrahlung, dass es Touristen aus aller Welt wie ein Magnet in Massen anzieht. Diese riesigen Touristenströme sind faszinierend, aber für manche auch zu viel. Dennoch, man muss hier ganz einfach gewesen sein. Zumindest einmal. Und meistens kommt man dann öfters. Denn die unbeschreibliche Schönheit und Kraft der Natur, gepaart mit den technischen Errungenschaften der hohen Ingenieurskunst und dem Schweizer Lebensstil wirken wie ein Elixier von dem man nicht mehr lassen kann. Dagegen anzukämpfen ist sinnlos. Besser ist, immer und immer wieder zu kommen.

JV

Anmerkung:  Die Produktion dieses redaktionellen Artikels wurde mit freundlicher Unterstützung von Schweiz Tourismus Wien, Interlaken Tourismus, Jungfraubahnen, Schilthornbahnen, Travel Switzerland, Swiss ermöglicht.
 

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