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Barrierefreies Bad: Schon jetzt für später vorsorgen

Eine vorausschauende Badezimmerplanung zahlt sich im Alter aus.
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Bildrechte: Flickr Badezimmer mit Regendusche Walter Schärer CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

 

Barrierefreies Bad: Schon jetzt für später vorsorgen

Mit zunehmendem Alter sind viele Dinge nicht mehr selbstverständlich. Ist die Bewegung eingeschränkt, können beispielsweise schon Treppenstufen oder die morgendliche Dusche zur Herausforderung werden. Aber auch wenn die Gesundheit noch mitspielt, ist es ratsam, sich frühzeitig über barrierefreies Wohnen zu informieren. Schließlich kann sich der Gesundheitszustand schnell ändern. Zudem bringen entsprechende Umbaumaßnahmen besonders beim Badezimmer auch schon in jungen Jahren erhöhten Wohnkomfort mit sich.

Altersgerechte Badezimmer planen

Eine gute Planung ist bei der Badgestaltung wichtig – besonders, wenn es barrierefrei sein soll. Dabei ist viel Platz vorteilhaft, aber kein Muss. Durch die geschickte Anordnung der Sanitärelemente lassen sich auch vergleichsweise kleine Badezimmer altersgerecht gestalten. Richtwerte, wie viel Platz an welchen Stellen vorhanden sein sollte, gibt die DIN 18040-2 „Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen: Wohnungen“. In Privatwohnungen müssen die Werte nicht zwingend eingehalten werden, bei einer geplanten Förderung unter Umständen schon. Um das Potenzial eines vorhandenen Raumes optimal zu nutzen, ist es sinnvoll, Beratungsangebote in Anspruch zu nehmen. Der stationäre Sanitärfachhandel ist dafür meist die erste Anlaufstation. Aber auch Online-Fachhändler wie Duschmeister bieten umfassende Serviceleistungen, wie das Aufmaß der Dusche. Dabei ermittelt ein Fachmann die exakten Abmessungen und die Einbausituation. So lässt sich etwa vorab ermitteln, ob die Voraussetzungen für den Einbau einer barrierefreien Dusche gegeben sind. Sind größere Umbaumaßnahmen erforderlich, empfiehlt es sich einen Architekten zu beauftragen. Informationen zu Architekten, die sich auf entsprechende Umbaumaßnehmen spezialisiert haben, sind bei den Landesarchitektenkammern erhältlich. Eine Liste der Ansprechpartner hat die Bundesarchitektenkammer zusammengestellt (pdf).

Zusammenspiel verschiedener Elemente

Verschiedene Elemente tragen dazu bei, ein Badezimmer altersgerecht zu gestalten. Dazu gehören zum Beispiel

  • schwellenlose Türen
  • Halte- und Stützgriffe
  • rutschhemmende Bodenbeläge

In ihrer Bewegung eingeschränkte Menschen profitieren zudem von einer bodenebenen Dusche, da die selbstständige Körperpflege dort wesentlich einfacher ist als in der Badewanne. Wer trotzdem nicht auf ein Wannenbad verzichten möchte, entscheidet sich für eine Duschbadewanne mit Tür oder eine seniorengerechte Sitzbadewanne. Rund um die Toilette sollte ausreichend Bewegungsfreiraum vorhanden sein. Seitliche Stützklapphilfen sind beim Toilettengang hilfreich, können aber auch nachträglich montiert werden. Damit später keine weiteren Umbaumaßnahmen notwendig sind, empfiehlt es sich jedoch schon bei der Badgestaltung entsprechenden Freiraum an der Wand einzuplanen. Auch die Toilettenhöhe ist nicht zu vernachlässigen. Toiletten mit einer angehobenen Sitzhöhe von 46 bis 48 Zentimetern erleichtern auch bei Bewegungseinschränkungen den selbstständigen Gang zum stillen Örtchen. Bei barrierefreien Waschbecken ist ebenfalls einiges zu beachten. Damit die Nutzung auch im Rollstuhl möglich ist, sollte die Einbauhöhe mindestens 80 Zentimeter betragen. Unterputz- oder Flachaufputz-Siphons gewähren zusätzliche Beinfreiheit. Gut erreichbare Ablageflächen und Armaturen ermöglichen eine selbstständige Handhabung.

Förderungen und Zuschüsse

Die Kosten für ein barrierefreies Bad hängen von den örtlichen Gegebenheiten und dem Umfang der erforderlichen Baumaßnahmen ab. Stützgriffe lassen sich relativ kostengünstig einbauen, ein umfangreicher Umbau eines Badezimmers kann je nach Qualität der Ausstattung mehrere tausend Euro kosten. Es gibt jedoch Möglichkeiten, Zuschüsse und Förderungen zu beantragen. Im Rahmen des Programms „Altersgerecht Umbauen“ unterstützt die KfW-Förderbank Einzelmaßnahmen mit bis zu 6.250 Euro. Dazu müssen jedoch gewisse Vorgaben eingehalten werden. Darüber hinaus vergibt die KfW günstige Kredite für Umbaumaßnahmen. Wenn ein Haushaltsmitglied bereits einen Pflegegrad besitzt, bezuschusst die Pflegeversicherung entsprechende Umbauten. Die Krankenkasse unterstützt ebenfalls nur dann, wenn bereits eine ärztliche Verordnung über das Hilfsmittel vorliegt.

Ein 55PLUS-Gesundheitstipp.

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