Bad Ischl - Salzkammergut Advent
Eine Advent Reise ins kaiserliche Bad Ischl. Ein Wochenende mit Kulinarik und Tradition.
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Eine Advent Reise ins kaiserliche Bad Ischl. Ein Wochenende mit Kulinarik und Tradition.
Dass das einstige Sommerfrische Domizil am Fluß Traun von Kaiser Franz Joseph und seiner Sisi, Kaiserin Elisabeth, nicht nur in der warmen Jahreszeit einen Besuch wert ist, ist auch dem Christkindlmarkt in und vor der Trinkhalle zu verdanken, der in der Vorweihnachtsszeit für die zahlreichen Gäste seine Pforten öffnet.
In dem historischen Ambiente der Bad Ischler Trinkhalle stellen traditionelle Handwerksbetriebe und regionale Lebensmittelproduzenten ihre Produkte in vorweihnachtlichem Glanz aus. Hier findet man jede Menge an Geschenkideen vor, mit denen man seine Liebsten oder sich selbst erfreuen kann.
Wer fürs Stöbern am Weihnachtsmarkt kulinarische Energien tanken möchte, wird im Schmankerldorf draußen vor der Trinkhalle bestens versorgt. Überall duftet es nach den typischen warmen Begleitern kalter Wintertage, Glühwein und Punsch, Raclette, Bratwürstel und Baumkuchen. Natürlich sind hier auch Freunde alkoholfreier Getränke richtig.
Besonders stimmig wird es nach Einbruch der Dämmerung, wenn die Weihnachtsbeleuchtung die Szene prägt. Beim Flanieren über die Traun Esplanade, vorbei am bekannten Zauner springt einem die festliche Beleuchtung der Elisabeth-Brücke ins Auge, mit ihrem großen, doppelköpfigen Adler, dem kaiserlichen Symbol der Österreichisch-Ungarischen Monarchie.
Von dort ist man auch gleich in der Wirerstraße, wo es am Schröpferplatz stimmungsvolle, kulinarische Einkehrmöglichkeiten gibt, wie zum Beispiel den k.u.k. Hofwirt mit seinem winterlichen Gastgarten. Ein paar Schritte weiter ist man auf Höhe des Kurparkes mit Blick auf das Theaterhaus von Bad Ischl. Folgt man der Wirerstraße weiter zum Kreuzplatz und dann der Kaiser-Franz-Josef-Straße über die sehenswerte Stadtpfarrkirche bis direkt zur Trinkhalle, hat man einen repräsentativen Bad Ischl Stadtspaziergang gemacht. Jeden Freitag gibt es zudem einen Wochenmarkt mit köstlichen Produkten aus der Region. Sollte man unbedingt besuchen.
Normalerweise ist auch die Besichtigung der Kaiser Villa und des Marmorschlössl im kaiserlichen Park ein unbedingtes Muss einer jeden Bad Ischl Reise, doch sind deren Öffnungszeiten im Winter deutlich eingeschränkt. Am besten erkundigt man sich vorab darüber, zB unter www.kaiservilla.at . Das private Familienanwesen jedenfalls beherbergt bis zum heutigen Tage Nachkommen der kaiserlichen Dynastie.
Eine vorweihnachtliche Freude für Jung und Alt ist die Krippenausstellung im Stadtmuseum im ehemaligen Hotel Austria direkt an der Esplanade an der Traun. Neben vielen historischen und zeitgenössischen Exponaten ist es vor allem die berühmte Kalß-Krippe, welche die Besucherherzen höher schlagen lässt. Für alle, die mehr über die touristische Geschichte von Bad Ischl erfahren wollen, ist das Hotel Austria die beste Museumsadresse. Mehr Infos unter www.stadtmuseum.at
Ebenfalls Teil der Stadtmuseen von Bad Ischl ist die Villa des weltberühmten Komponisten Franz Lehár, der hier von 1912 bis zu seinem Tod 1948 die Sommermonate verbrachte. Er vererbte sein Domizil der Stadt, die die Wirkungsstätte des großen Künstlers der Öffentlichkeit zugänglich machte. Über Öffnungszeiten und Führungen findet man alle Infos ebenfalls auf www.stadtmuseum.at
Das Haus Habsburg wirkte mit seinem Anwesen, der Kaiservilla, wie ein Magnet auf Adel, Wirtschaft und Kunst. Alle von Rang und Namen wollten sich im näheren oder weiteren Umfeld der kaiserlichen Familie aufhalten. Egal wo im Kaiserreich und daher auch in Bad Ischl. Davon zeugen die vielen Gruften und Gräber jener Promis, die hier bestattet wurden. Ein Spaziergang durch den Friedhof von Bad Ischl ist daher wie eine Reise durch die Gesellschaftsgeschichte.
Ein unbedingtes Muss ist die Gruft von Franz Lehár. Es gibt sogar einen Friedhofsführer mit allem Wissenswertem, den man beim Tourismusverband in der Trinkhalle von Bad Ischl kaufen kann. Wer es lieber digital mag, der kann auf seiner Friedhofstour die vor Ort angebrachten QR Codes scannen und sich gleich online informieren.
Der Siriuskogel mit seiner 1885 errichteten Aussichtsplattform, der Franz-Josefs-Warte, ist heute nicht nur ein Inbegriff für eine tolle Panoramasicht auf die Kaiserstadt, sondern für eine Spitzengastronomie in Haubenqualität.
Das kleine Ausflugslokal am knapp 600 Meter hohen Siriuskogel wird seit über einem Jahrzehnt von dem noch jungen Starkoch Christoph „Krauli“ Held geführt, der die Berghütte mit sehr viel Engagement und kreativer Vision in ein Gourmetrestaurant umgewandelt hat. Der Tausendsassa ist Haubenkoch, Fernsehkoch, Autor und Musiker und pflegt mit Akribie sein Credo von traditionell regionaler Küche mit einem Flair internationaler Geschmacksvielfalt.
Zum Meister des feinen Geschmacks gelangt man nur zu Fuß. Zugegeben, es ist ein mitunter steiler, beschwerlicher Anstieg auf einer Art Forststraße. Doch dort rauf zu gelangen ist absolut jeden Schweißtropfen wert! Vor allem, weil der Weg glücklicherweise nicht allzu lange ist. Je nach dem wie man konditionell beisammen ist, rund 20 bis 30 Minuten, Sportfreaks sprinten vielleicht in knappen 15 Minuten rauf. Genießen Sie die himmlischen Speisen und Getränke, wie auch die fantastische Aussicht auf Bad Ischl in vollen Zügen und ohne Zeitdruck, denn den Berg runter geht es wesentlich leichter als rauf.
Bad Ischl ist seit der Monarchie eine beliebte Destination und dementsprechend viele Unterkünfte gibt es. Wir übernachteten im traditionellen Hotel Goldener Ochs in der Griessgasse 1 an der Traun, gleich bei der Elisabethbrücke. Das familiengeführte Traditionshaus ist eine der besten Adressen der Stadt. Gediegen und dennoch gemütlich. Mit sehr guter Küche, Spa und gediegenen Aufenthaltsräumen. Da es sich bei dem Hotelkomplex jedoch um alte Bausubstanzen handelt, ist das Erreichen der Zimmer mitunter ein wenig aufwendig. Auch unterscheiden sich die Zimmer und deren Ausstattung wohl auch nach gebuchter Kategorie deutlich. Die Lage des Hauses ist für sämtliche Aktivitäten bestens geeignet. Vom Bahnhof gelangt man zu Fuß je nach Tempo in rund 15 bis 20 Minuten zum Hotel.
Getreu unseren Nachhaltigkeitsprinzipien sind wir mit Öffis angereist. Mit der Bahn ging es von Wien mit einem Umstieg in Attnang-Puchheim direkt nach Bad Ischl. Vom dortigen Bahnhof zu Fuß zum Hotel Goldener Ochs. Nicht allzu weit, aber mit den Koffern auf dem teils sehr schlechten Asphalt doch mühsam. Das nächste Mal würden wir ein Taxi zum Hotel nehmen.
Das Salzkammergut und insbesondere die, mit dem Österreichischen Kaiserhaus untrennbar verbundene Stadt Bad Ischl, sind Inbegriffe alter, wenn nicht zu sagen altösterreichischer Traditionen und Lebensweisen. Das fasziniert und zieht an, gleichgültig ob man in seinem Herzen mit der Monarchie liebäugelt, oder ein gestandener demokratischer Republikaner ist. Denn Land und Leute sind ein untrennbarer Bestandteil unserer Geschichte und unserer österreichischen Kultur.
Ein bedeutender Bestandteil eben dieser Kultur ist der Advent, die christliche Vorweihnachtszeit und die freudige Erwartung der Geburt Christi. Eine Zeit der Besinnung aber auch eine Zeit der „kulinarischen“ Freuden, der wunderbaren Düfte und Aromen. Und die Zeit der Christkindl-, Advent- und Weihnachtsmärkte. Bad Ischl im Advent ist jedenfalls einen fixen Abstecher ins Salzkammergut wert.
JV
Anmerkung:
Die Recherchereise für diesen redaktionellen Beitrag wurde vom Tourismusverband Bad Ischl unterstützt.
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