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Ausgewogen ernähren mit der Montignac-Methode

Umstellung der Ernährungsgewohnheiten entsprechend der angestrebten Gewichtsreduktion
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Die Montignac-Methode


Die Montignac-Methode (nach Michel Montignac, Frankreich) besteht seit 1986 und stellt keine Diät im herkömmlichen Sinn dar. Denn nach allgemeinem Verständnis ist eine Diät eine Ernährungsform mit Mengenbeschränkung, die für eine zeitlich begrenzte Dauer eingehalten wird. Die Montignac-Methode beinhaltet jedoch vielmehr eine ausgewogene Ernährungsweise und basiert auf der bestimmten Auswahl von Nahrungsmitteln innerhalb der 3 Lebensmittelgruppen Kohlehydrate, Fett und Eiweiß.

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Bei der Montignac-Methode geht es also darum, Ernährungsgewohnheiten entsprechend den jeweils angestrebten Zielen umzustellen:
  • Gewichtsabnahme bei Übergewicht
  • Vorbeugung von Übergewicht
  • Vorbeugung von Diabetes Typ II
  • Verminderung der Risikofaktoren für Herz- und Gefäßerkrankungen

Prinzipien der Montignac-Methode
Es geht vor allem darum, Nahrungsmittel nach ihrem Nährstoffgehalt und ihrer Stoffwechselwirkung auszuwählen:
Kohlehydrate mit einem niedrigen (bis 55) beziehungsweise sehr niedrigen (bis 35) glykämischen Index werden bevorzugt.
Fette werden im Hinblick auf ihre Fettsäuren ausgewählt: Mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren (Fischfette) sowie einfach ungesättigte Fettsäuren (Olivenöl) werden bevorzugt.
Eiweiß wird nach seinem Ursprung (pflanzlich oder tierisch) und im Hinblick darauf ausgewählt, ob es sich ergänzt.

Umsetzung

Die Montignac-Methode besteht aus 2 Phasen.

Phase 1
:
In Phase 1 wird das Gewicht reduziert und die Bauchspeicheldrüsenfunktion reguliert. Sie dauert je nach Person und Übergewicht 3 bis 6 Monate beziehungsweise bei stark übergewichtigen Menschen auch länger. Diese Zeitspanne ist erforderlich, um die Ernährungsgewohnheiten umzustellen, also schädliche Gewohnheiten zugunsten von förderlichen aufzugeben, was bedeutet, dass „gute“ Kohlehydrate und „gute“ Fette ausgewählt werden. Der Organismus wird gewissermaßen entgiftet. Die Bauchspeicheldrüse kann sich erholen, da sie nur wenig beansprucht wird.

Phase 2:
Sie stellt die Verlängerung von Phase 1 dar und sollte ein Leben lang beibehalten werden. Die Kohlehydrate werden weiterhin nach ihrem glykämischen Index – unter Berücksichtigung der glykämischen Last – ausgewählt. Die Kombinationsmöglichkeit der
Nahrungsmittel ist jedoch größer als in Phase 1. Durch das neue Konzept der glykämischen Last kann der Blutzuckeranstieg nach der Mahlzeit noch gezielter gesteuert werden.

Die Anzahl der Mahlzeiten
3 Mahlzeiten am Tag stellen das Minimum dar: ein ausgewogenes Frühstück, ein reichhaltiges Mittagessen und ein leichtes Abendessen.
Das Mittagessen auszulassen ist ein beträchtlicher Fehler. Denn der Körper neigt dazu, wegen der „erlittenen Entbehrungen“ bei der folgenden Mahlzeit ein Übermaß an Reserven zu bilden. Auf das Abendessen zu verzichten bringt hingegen weniger Nachteile. Es ist auch durchwegs in Ordnung, 1 oder 2 zusätzliche Zwischenmahlzeiten zu sich nehmen.

Studien haben gezeigt, dass der Energieverbrauch höher ist, wenn eine bestimmte Nahrungsmittelmenge auf 5 statt auf nur 3 Mahlzeiten verteilt wird. Diese 5 Mahlzeiten müssen allerdings gut strukturiert sein und es darf nicht ständig zwischendurch gegessen werden.

AnanasWie bereits oben erwähnt, sollte der glykämische Lastfaktor nicht vergessen werden. Denn er besagt, dass Kartoffeln (zum Beispiel in Form von Pell- oder Folienkartoffeln), Karotten, Melonen, Ananas usw. durchaus auch zu den empfohlenen Kohlehydraten gehören. So hat man eine doch breitere Palette von gesunden, basischen Lebensmitteln bei der Durchführung der Montignac-Methode zur Verfügung.

Die Anwendung der Montignac-Methode hat über die Gewichtsabnahme hinaus eine ganze Reihe positiver Nebenwirkungen:

  • Sie verleiht größere Vitalität: Weniger Müdigkeit und insbesondere weniger Leistungseinbrüche sind die Folge.
  • Sie kann Migräne zum Verschwinden bringen.
  • Die Schlafqualität kann durch sie verbessert werden.
  • Auch die Verdauung geht besser vonstatten. Häufig lassen sich durch sie kleinere Magen-Darm-Probleme beheben.
  • Der Cholesterin- und Triglyzeridspiegel sinken, und auch der Blutdruck.
  • Die Stimmung kann gesteigert und Lebensfreude wieder entdeckt werden.

Rezepte und weitere Tipps  finden Sie in Fit im Sommer von Dr. Cathrin Drescher, erschienen im Verlag 55PLUS.

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