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Anita‘s Kräuterlei: Gundelrebe

Wie die Gundelrebe oder auch Gundermann genannt Küche und Hausapotheke bereichert. Tipps aus Anita's Kräuterlei am Wörthersee.
Anita Arneitz Kräuterlei_quer - © Sonja Sitta

Zwei in einem: Gundelrebe als Gewürzkraut und Heilpflanze

Die Natur bietet uns eine Vielzahl an Schätzen – vielerorts unbeachtet wächst mitten unter uns eine Pflanze, die es wirklich in sich hat: die Gundelrebe, auch bekannt als Gundermann. Beide Bezeichnungen, Gundelrebe und Gundermann, meinen die gleiche Pflanze. Besonders im Sommer begegnen wir ihr fast überall. Sie breitet sich teppichartig am Boden aus, richtet sich aber zur Blütezeit auf und präsentiert hübsche lilafarbene Lippenblüten. Ein echter Hingucker zwischen Gräsern und anderen Wildkräutern!

Gundelrebe_blühend - © Anita Arneitz, Kärnten

Verwendung in der Küche: Mehr als ein gewöhnliches Würzkraut

Wer einmal frische Gundelrebe probiert hat, möchte sie kaum noch missen. Die Blätter als auch die Blüten eignen sich hervorragend zum Würzen. Das Aroma ist kräftig und herb, ideal für deftige Gerichte. Egal ob als Teil einer bunten Kräutermischung, im Kräutersalz oder im Kräutersalat: Die Gundelrebe bringt Abwechslung auf den Teller und macht sich auch als Deko optisch gut. 


Heilpflanze mit langer Tradition

Neben ihrem kulinarischen Wert ist die Gundelrebe insbesondere in der Volksheilkunde bekannt. Sie wird bereits seit Jahrhunderten geschätzt und vielfältig eingesetzt. Gerade bei Erkältungen, Husten oder leichten Entzündungen wurde die Gundelrebe traditionell als Tee oder Tinktur verwendet. Dabei können sowohl die frischen als auch die getrockneten Blätter und Blüten verarbeitet werden. Ein Tee aus Gundelrebe ist leicht zuzubereiten und bringt das würzige Aroma der Pflanze in die Tasse. Eine Tinktur, also ein alkoholischer Auszug, kann selbst hergestellt und beispielsweise bei Beschwerden im Mund- und Rachenraum verwendet werden.

Während Naturheilkundler und Kräutersammler schon lange auf die Kraft der Gundelrebe schwören, sehen Forscher noch Potenzial für neue Anwendungsgebiete und eine genauere Bestimmung der Wirkstoffe. Das macht die Pflanze besonders spannend für alle, die sich für traditionelle Pflanzenheilkunde interessieren.

Gundelrebe - © Anita Arneitz, Kärnten
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© Anita Arneitz, Kärnten

Tipps für Sammeln und Ausprobieren

Wer neugierig geworden ist, kann Gundelrebe leicht selbst entdecken. Sie wächst auf Wiesen, in Gärten und an Waldrändern. Beim Sammeln sollte aber, wie bei allen Wildkräutern, auf einen sauberen Standort geachtet werden. Es lohnt sich, das Kraut frisch zu genießen oder einen kleinen Vorrat für Tee oder Tinkturen zu trocknen.

Ob als aromatisches Würzkraut, dekorative Blüte oder als Hausmittel mit traditionellen Heilkräften – die Gundelrebe macht ihrem Ruf als vielseitige Pflanze wirklich alle Ehre. 


Anita Arneitz, Kräuterpädagogin & Autorin
www.kraeuterlei.at 

 

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