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Ästhetische Chirurgie bei Männern

Schönheit(schirurgie) wird zunehmend ein Männerthema.
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Ästhetische Chirurgie bei Männern


© Moser Milani MED SPA / Männerkörper

Ob Magazincover, Promifotos oder Werbespots – makellose Schönheit scheint in unserer Gesellschaft sowohl erstrebenswert als auch Dauerthema zu sein. Immer wieder wird Kritik laut, dass sich alles nur mehr um Äußerlichkeiten dreht, weil der Mensch einem unerreichbaren Ideal hinterher jagt. Was bis vor einigen Jahren vor allem Frauen beschäftigte, hat längst auch Männer erreicht: der Wunsch nach der perfekten Figur, weniger Falten oder einem frischeren Aussehen. In Österreich werden pro Jahr schätzungsweise 40.000 Behandlungen und Operationen im Ästhetik-Medizin-Bereich durchgeführt und die Anzahl an männlichen Patienten nimmt stetig zu.
 

Beliebteste Eingriffe bzw. Behandlungen


© Moser Milani MED SPA / Lipo päoperativ - Patient vorne / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDa der immer wieder gern bemühte Begriff „Problemzonen“ vor allem mit Frauen in Zusammenhang gebracht wird, liegt der Verdacht nahe, dass Männer gar keine besitzen. Diese Annahme erweist sich aber als Trugschluss, wie der Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Dr. Veith Moser, klarstellt: „Männer stören sich oftmals an Speckrollen in der Taille (love handles, Anmerkung), Fettpolstern oder ihrem runden Bauch. Deshalb ist die Liposuktion oder Fettabsaugung besonders beliebt. Die Fettverteilung ist beim Mann einfach eine andere als bei der Frau.“
© Moser Milani MED SPA / Lipo postoperativ - Patient vorne / Zum Vergrößern auf das Bild klickenSeine Kollegin Dr. Shirin Milani-Helletzgruber, Fachärztin für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, ergänzt: „Die männliche Figur lässt sich meist als Apfeltyp bezeichnen, weil bei ihnen das Fett am Bauch sitzt. Frauen sind eher der Birnentyp.“ Für viele Männer noch belastender als ein Kugelbauch ist die so genannte Gynäkomastie, die Vergrößerung der Brust durch Fett (eigentlich Lipomastie, Anmerkung). Diese lässt sich durch Fettabsaugung ebenfalls korrigieren.

© Moser Milani MED SPA / dr-veith-moser-und-dr-shirin-milani-helletzgruber / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDie beiden Experten behandeln in ihrem Zentrum zunehmend Männer, meist im Alter zwischen 45 und 50 Jahren. „Neben Liposuktion wird die Lidstraffung, vor allem die des Oberlides, bei unseren männlichen Patienten immer beliebter.“, berichtet Dr. Moser. „Des Weiteren wünschen sich immer mehr Männer Botox- oder Fillerbehandlungen.“ Was früher als Tabu galt, ist mittlerweile gesellschaftsfähig. „Viele Patienten, die die plastische Chirurgie oder nicht-chirurgische, ästhetische Behandlungen in Anspruch nehmen, stehen offen dazu.“, weiß Dr. Milani-Helletzgruber.

Botox kommt bei Männern meist im Bereich der Stirn-, Zornes-, Nasolabial- und der Falten im Augenbereich (Krähenfüße) zum Einsatz. Dr. Moser erläutert: „Männer haben sehr oft ganz niedrige, tief hängende Brauen, die man ein wenig heben muss.“ Die Gesichtschirurgie beim Mann nehme ebenfalls zu. „Wir machen ein bis zwei Facelifts bei männlichen Patienten pro Jahr.“, berichtet Dr. Milani-Helletzgruber. „Auch Männer lassen sich mit Hilfe von Füllmaterialien, so genannten Fillern, hin und wieder die Lippen aufpolstern oder die Falten wegzaubern.“

Vermutlich werden alle Mediziner, die sich beruflich auch der Schönheit verschrieben haben, hin und wieder mit unrealistischen Wünschen konfrontiert. „Männliche Patienten kommen manchmal mit völlig abstrusen Vorstellungen bezüglich Penisverlängerung zu uns. Die Pornoindustrie hat viel dazu beigetragen.“, so Dr. Moser. „So etwas ist strikt abzulehnen, da man mit dieser Methode ohnehin maximal zwei cm gewinnen kann.“

Genaue Angaben zur Anzahl männlicher Patienten in Österreich gibt es nicht, der Prozentsatz soll sich laut Schätzungen auf zehn bis zwanzig belaufen.

Nähere Informationen:
www.medspa.cc
www.plastischechirurgie.org/de/home/

Ein Gesundheitstipp von Mag. Sonja Streit.

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