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55+ & Akne: Wodurch entstehen die Hautunreinheiten?

Hautunreinheiten wie Mitesser und Pickel sind auch im Erwachsenenalter keine Seltenheit. Auslöser können häufig Hormonschwankungen, aber auch die Hautpflege oder Ernährung sein.
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55+ & Akne

Wodurch entstehen die Hautunreinheiten?

Hautunreinheiten im Alter: Pickel & Co. nach der Pubertät?

Zum Älterwerden gehört ohne Zweifel auch, auf die eigene Lebenserfahrung zu vertrauen und sich von vielen kleinen Dingen nicht mehr so schnell aus der Ruhe bringen zu lassen. Diese Gelassenheit kommt jedoch schnell an ihre Grenzen, wenn im Gesicht plötzlich Pickel oder andere Hautunreinheiten entstehen – an der eigenen Reaktion darauf hat sich meistens auch 40 Jahre nach der Pubertät wenig geändert.

Die Pubertät ist hier bereits das richtige Stichwort: Mitesser, Pickel und Pusteln sind Hautunreinheiten, die die meisten Menschen vor allem mit der typischen Akne im Jugendalter verbinden. Auch wenn die Pubertät natürlich gewissermaßen die “Hochzeit” für Aknesymptome darstellt, ist sie jedoch längst nicht auf diese Lebensphase beschränkt. “Akne tarda” nennt sich die Erwachsenenakne, unter der Akne-typische Hautunreinheiten, die nach dem 25. Lebensjahr auftreten, zusammengefasst werden. Die 25 dient hier mehr als Richtwert – nach oben hat besitzt die “Altersakne” quasi keine Grenze. In den meisten Fällen sind vor allem Erwachsene betroffen, die bereits während ihrer Pubertät stark mit Pickeln & Co. zu kämpfen hatten – in selteneren Fällen kann es aber auch passieren, dass sogar erst in der zweiten Lebenshälfte erstmals stärkere Symptome bzw. Akneschübe auftreten.

Akne mit 55+: Ursachen und Auslöser

Dass das Thema Akne vor allem für Frauen ab 40 nochmals unverhofft eine Rolle spielt, hat einen einfachen Grund: Einer der häufigsten Auslöser von Akneschüben sind starke Hormonschwankungen. Diese entstehen nicht nur während der Pubertät, sondern auch im Erwachsenenleben. Neben einer Schwangerschaft oder dem Absetzen der Baby-Pille ist es besonders häufig der Beginn der Wechseljahre (Menopause), der den Hormonhaushalt durcheinander bringt und dadurch plötzlich auch wieder Mitesser und Pickel im Gesicht, auf dem Rücken oder der Brust entstehen lässt.

Auch wenn für Frauen im Alter ein höheres “Risiko” für Hautunreinheiten besteht, bleiben die Männer nicht gänzlich verschont: Neben den Hormonschwankungen gibt es noch eine Reihe weiterer Auslöser. Experten gehen grundsätzlich davon aus, dass die Veranlagung zur Akne vererbt werden kann. Das bedeutet zwar nicht, dass es sowas wie ein “Akne-Gen” gibt – wer während der Pubertät stärker von Hautunreinheiten betroffen war, wird jedoch auch im Alter mit höherer Wahrscheinlichkeit mit empfindlicher Haut zu kämpfen haben. Von ganz allein entstehen die Symptome aber trotz Veranlagung nicht – meistens spielt einer der folgenden Auslöser eine Rolle:

Medikamente

Häufig wird Akne mit Antibiotika behandelt – gleichzeitig können andere Medikamente aber auch zum Auslöser werden: Die “Akne medicamentosa” beschreibt eine spezielle Form der (Alters-)Akne, bei der die Haut empfindlich auf die Inhaltsstoffe bestimmter Medikamente reagiert. Besonders häufig werden solche Hautreaktionen bei bromhaltigen Schlaf- bzw. Beruhigungsmitteln und Vitamin-B-Präparaten beobachtet. Wer einen solchen Zusammenhang vermutet, sollte sich ärztlich beraten lassen und – falls möglich – für einige Zeit eine Alternative ausprobieren, um die Reaktion der Haut zu beobachten.

Kosmetik & Hautpflege

Hier gibt es unterschiedliche Faktoren, die ein gewisses Risiko darstellen können. Ein wichtiges Stichwort sind die sogenannten komedogenen Inhaltsstoffe, die in vielen Kosmetik- und Hautpflegeprodukten enthalten sind. Dabei handelt es sich um Stoffe, die die Poren der Haut verstopfen können und so auch die Entstehung von Mitessern und anderen Hautunreinheiten begünstigen. Besonders häufig werden beispielsweise Paraffine, Silikone, Vaseline, Oliven- sowie Kokosöl und komedogene Duftstoffe in den Produkten verarbeitet. Wenn eine Unverträglichkeit gegen bestimmte Inhaltsstoffe vorliegt, spricht man auch von einer “Kontaktakne”.

Häufig spielt auch das “Überpflegen” der Haut eine Rolle: Wer mit 55+ häufig viele unterschiedliche Produkte nutzt, um beispielsweise Falten effektiv entgegenzuwirken, läuft Gefahr, dass die Haut gewissermaßen von den verschiedenen Inhalts- bzw. Wirkstoffen überfordert ist und eine gereizte Reaktion in Form von Hautunreinheiten zeigt.

Ernährung

Zur richtigen Ernährung ab 50 gibt es haufenweise Diskussionen Ratgeber und Tipp-Sammlungen. Was jedoch für jedes Alter gleichermaßen gilt: Die Lebensmittel, die wir zu uns nehmen, können immer auch einen direkten Einfluss auf unser Hautbild haben. Wer häufiger mit Hautunreinheiten zu kämpfen hat, sollte versuchen, insbesondere Lebensmittel mit vielen kurzkettigen Kohlenhydraten zu vermeiden. Ein wichtiges Stichwort ist hier der sogenannte glykämische Index, der einen guten Überblick über diese Thematik gibt. Zusätzlich können auch Kuhmilch und verarbeitete Milchprodukte Hautunreinheiten begünstigen. Auch hier gilt: immer die Reaktion der Haut auf die Ernährungsumstellungen im Blick behalten. 

Was hilft gegen Pickel & Co. im Alter?

Ein wichtiger erster Schritt bei der Behandlung ist natürlich immer die Vorbeugung: Wenn einer der oben genannten Faktoren für die Hautunreinheiten verantwortlich ist und vermieden werden kann, gehen im Normalfall auch die Symptome von selbst zurück und müssen dadurch auch nicht speziell behandelt werden. Dieser Prozess lässt sich durch eine tägliche, gründliche Reinigung der Haut sowie regelmäßige Peelings unterstützen.

Wenn die Aknesymptome aufgrund von hormonellen Ursachen wie den Wechseljahren entstehen, ist es hingegen immer sinnvoll, sich dermatologisch beraten zu lassen. Grundsätzlich verschwinden Pickel & Co. zwar nach den starken Hormonschwankungen wieder – dieser Prozess kann sich jedoch unterschiedlich lange hinziehen und sollte nach Möglichkeit mit einer professionellen Behandlung beschleunigt werden. Eine solche professionelle Aknebehandlung funktioniert mittlerweile sehr effektiv mithilfe von speziellen Cremes bzw. Gelen und lässt sich dadurch auch problemlos in den Alltag integrieren. Wer sich vor dem Besuch bei einer Dermatologie-Praxis scheut, kann dafür auf eine der Online-Sprechstunden zurückgreifen, die von immer mehr Praxen und eigenständigen Unternehmen angeboten werden.

Ein 55PLUS-Gesundheitstipp.
 
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