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Zum Geburtsort des Montasios, dem Käse aus Friaul, Italien

Die Anreise zum Geburtsort dieser friulanischen Spezialität ist durchaus spektakulär. In Tarvisio, gleich nach der österreichisch-italienischen Grenze, folgen Sie den Wegweisern 20 km lang nach Sella Nevea. Ein kleines Schigebiet mit schönen Pisten und Panorama, aber einigen extrem hässlichen Hotel- und Appartmentbunkern. In Sella Nevea biegt man rechts ab nach Alt. (Altipiano/Plateau) di Montasio. Holzhinweisschilder weisen den Weg zur Latteria Malga Montasio. Nach 6 km steiler Bergstraße erreicht man den Parkplatz inmitten der Almen am Fuße des 2753 m hohen Jof di Montasio, der dem köstlichen Käse seinen Namen gab.
Wichtige Zutaten für den charakteristischen Geschmack des Montasios, wie frische Gräser und Bergluft, treffen hier aufeinander und veranlassen die glücklichen Kühe, eine besondere Milch zu geben, die Grundmaterial für den Almkäse ist. Der wieder in Verbindung mit der glasklaren und frischen Bergluft heranreift. Auf dieser Alm gibt es mehrer Sennereien, die sich auf die Käseproduktion spezialisiert haben und diesen in ferne Länder exportieren. Heute wird der Montasio auch in anderen Gebieten im Friaul und Veneto produziert, wobei die Spezifika der ursprünglichen Produktion jedoch strikt beibehalten wurden und vom Konsortium zum Schutz des Montasio-Käses überwacht wird.
Seit 1986 trägt der Käse das DOC-Gütesiegel. Die Geschichte des Montasios geht jedoch bis in die Zeit um 1200 zurück. Mönche des Benediktinerordens begannen damals in der Giulia und in den karnischen Alpentälern den Käse herzustellen, der Mitte des 18. Jahrhunderts erstmals ein Exportprodukt dieser Region wurde.
Ein Reise- und Genusstipp von Gustav Schatzmayr.
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