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Wunden optimal behandeln

Im Garten, Haushalt oder unterwegs: Eine Verletzung ist schnell passiert. Was gehört zur Wundversorung und wie sind Wunden zu behandeln.
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© 55PLUS Medien GmbH, Wien / Edith Spitzer / Wundversorgung Pflaster / Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Wundversorgung: So behandeln Sie Wunden richtig

Bei Verletzungen der Haut ist meist die Überraschung oder der Schock über den plötzlichen Schmerz schlimmer als die eigentliche Verletzung. Trotzdem ist es wichtig, alle Wunden richtig zu behandeln – denn das Risiko einer Infektion ist hier besonders groß. Worauf bei der Wundversorgung zu achten ist und wie Sie sich vor einer Entzündung der Wunde schützen, erklären wir Ihnen hier.

Wunden behandeln – warum eigentlich?

Von der Schürfwunde über eine Schnittwunde bis hin zur Brandwunde: Eine Hautverletzung hat man sich schnell zugezogen. Einmal kurz nicht aufgepasst und schon ist es passiert. Wie die Verletzung dabei genau entstanden ist, ist meist recht unterschiedlich – egal ob durch einen Sturz, eine Unachtsamkeit beim Gemüse schneiden oder den direkten Hautkontakt mit einer heißen Herdplatte – das Ergebnis ist jedoch häufig gleich: Eine schmerzende Wunde, die oft auch mehr oder weniger stark blutet.

Entscheidend ist dann die richtige Wundversorgung – denn eine Infektion sollte möglichst vermieden werden. Gelangen Erreger in die Wunde, zum Beispiel durch Schmutz, kann es zu einer Entzündung kommen, unter anderem mit diesen Symptomen:
  • Rötung
  • Wärme
  • Schmerzen
  • Schwellung
  • eitriger Ausfluss
  • unangenehmer Geruch der Verletzung
Eine solche Wundinfektion verzögert nicht nur die Heilung, sondern zieht im schlimmsten Fall auch eine Blutvergiftung mit Fieber, Übelkeit und Herzrasen nach sich.

Die richtige Wundversorgung

Um eine optimale Abheilung einer Wunde zu erreichen – ohne Begleiterscheinungen oder Folgeerkrankungen –, empfiehlt sich die entsprechende Wundversorgung. Dazu gehört:
  • das Bemühen um Keimfreiheit
Um zu verhindern, dass Bakterien, Viren oder Pilze in die Verletzung gelangen, empfiehlt es sich, die Haut möglichst nicht direkt zu berühren. Tragen Sie stattdessen Einmalhandschuhe aus dem Verbandskasten und betupfen Sie die blutende Wunde mit sterilen Kompressen. Ist das nicht möglich, können Sie zur Not auch ein frisches Papiertaschentuch oder ein sauberes Handtuch benutzen, um das Blut vorsichtig abzuwischen.
  • das Entfernen eingedrungener Materialien
Hat sich ein Stück Stoff auf die Verletzung gelegt oder befinden sich noch kleine Splitter darin, gehört es auch zur Wundversorgung, sie vorsichtig wieder zu entfernen. Gehen Sie dabei extrem vorsichtig vor und benutzen Sie eine Pinzette. Untersuchen Sie die Wunde genau – haben Sie noch etwas übersehen?
Doch Vorsicht: Liegt Stoff fest auf der Wunde, sind die Splitter sehr groß oder ist nicht abzusehen wie tief sie in der Verletzung stecken, sollte ein Arzt die Entfernung übernehmen – um das Auftreten starker Blutungen zu verhindern.
  • die Desinfektion der Wunde
Um Wunden effektiv zu behandeln, ist auch die Wunddesinfektion sehr wichtig. Stark verschmutzte Verletzungen sollten daher mit einem Desinfektionsmittel aus der Apotheke behandelt werden: Das säubert die Wunde und macht eingedrungenen Erregern den Garaus. Achten Sie dabei allerdings auf die Verwendung eines schonenden, verträglichen Mittels, um die Gefahr einer Allergie zu minimieren.
  • das Bedecken der Verletzung
Im Anschluss an die Wundversorgung decken Sie die Verletzung mithilfe eines Pflasters oder eines leichten Verbands ab. Das fördert die Heilung der Wunde und hält auch während dieses Heilungsprozesses die Krankheitserreger von der offenen Hautstelle fern.
Ist die Verletzung sehr groß, blutet sie stark oder heilt sie nicht richtig ab, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen oder rufen. Er kann alle Wunden optimal behandeln und so zur idealen Wundheilung beitragen. Weshalb sich der Arzt-Besuch in jedem Fall lohnt: die Auffrischung der Tetanus-Impfung.

Ein Gesundheitstipp von 55PLUS-magazin.net.
 
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