Wer über die richtige Wohnung für das letzte Lebensdrittel nachdenkt, schaut zu oft nur auf die praktischen Aspekte, etwa Treppen zu vermeiden oder dass es einen Notruf gibt. „Doch Wohnen ist noch viel mehr, es hat mit Gefühlen zu tun und mit sozialem Leben. Das hört nicht auf, bloß weil man 65 wird, im Gegenteil“, betont Dr. Frank Oswald, der zu dem Thema an der Universität Heidelberg forscht, im Apothekenmagazin Senioren Ratgeber. Er rät, sehr frühzeitig darüber nachzudenken, wie man im Alter leben möchte, weiß aber auch, dass die meisten Menschen dies bisher vermeiden: „Über den Autokauf wird mehr nachgedacht als über Wohnplanung fürs Alter.“ Dabei gehöre die Angst vor sozialer Isolation und dem Verlust der Selbständigkeit, etwa in einem Heim, zu den größten Ängsten älterer Menschen.
Quelle: Senioren Ratgeber 1/2009
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