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Heute ist Montag, der 08.09.2008

Weingut Rocca Bernarda in Ipplis, Friaul; Italien 

Das Weinschloss des Malteser Ritterordens.


Weingut
Rocca Bernarda
Via Rocca Bernarda 27
I-33040 Ipplis, Friaul

Telefon: +39-0432-716 914
Email: info@roccabernarda.com
www.roccabernarda.com

Rocca Bernarda, Friaul

Die Villa und der Wein

Kaum ein herrschaftlicher Wohnsitz im Friaul hat so eine schöne Lage wie die Rocca Bernarda, eingebettet in eine italienische Ideallandschaft mit Jahrhunderte alten Zypressen, anmutigen Weinbergen und einer reizvollen Aussicht auf ein herrliches Panorama. In diesem idyllischen Rahmen errichteten im 16. Jahrhundert die Grafen Valvason Maniago eine architektonisch bemerkenswerte Residenz. Obwohl das Bauwerk oft als Castello bezeichnet wird, handelt es sich um eine Villa, einen familiären Wohnsitz, anspruchsvoll und bescheiden, und um ein Landhaus, das sich harmonisch in die natürliche Umgebung einfügt. 

Rocca Bernarda, Friaul / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDie einfache und doch zugleich raffinierte Anlage ist eines der bedeutendsten Bauwerke aus jener Zeit im Friaul und ein wichtiges Beispiel für die Übernahme der Ideen des mittelitalienischen Manierismus aus dem Umkreis von Raffael und seinen Nachfolgern. Die Rocca Bernarda kam Endes des 18. Jahrhunderts an die Familie Marieschi, später an die Grafen Antonini. Der Sohn der letzten Gräfin Antonini, Gaetano Perusini, hinterließ die Villa und das ganze Gut dem Malteserorden, der den Besitz in seinem Sinne weiterführt und bewahrt.

Rocca Bernarda, Friaul / Zum Vergrößern auf das Bild klicken55 Hektar des insgesamt 200 Hektar großen Anwesen Rocca Bernarda in den Colli orientali werden für den Weinanbau genutzt. Rocca Bernarda kultiviert 11 Traubensorten. Der Picolit-Traube, dem Symbol der Rocca Bernarda, werden dabei mit 5 Hektar im Verhältnis die meisten Flächen reserviert. 80 % davon sind Weißweine, die im modernst ausgerüsteten Weinkeller, der ein paar hundert Meter neben der Villa steht, mit viel Enthusiasmus und Wissen rund um den Wein und die Region gemacht werden. In der Villa Rocca Bernarda gibt es herrliche Kellergewölbe, die früher auch als Wirtschaftsräume und Küche dienten und jetzt für kleine Verkostungen und als Verkaufsraum aller Rocca Bernarda-Weine und weiterer Produkte der 15 Malteserorden-Betriebe in Italien zur Verfügung stehen. Rocca Bernarda-Weine sind fixer Bestandteil im Angebot der gehobenen friulanischen Restaurants.

Weinempfehlungen

Pinot Grigio 2006
13,5%. Der Pinot Grigio wird in der Regel als erste Traube geerntet. Er präsentiert sich in leuchtend gelber Farbe mit goldenen Schattierungen. Ein lieblicher Duft, der an Akazien erinnert. Trocken, komplex, voll im Geschmack und doch leicht mit einem angenehm bitteren Ton. Sehr gut zu frischem Käse, hellem Fleisch und Schinken.

Ribolla Gialla 2006
13 %. Der Ribolla Gialla ist eine autochtone Weinsorte des Friaul und reift eher spät. Ein helles Strohgelb mit leichten grünlichen Reflexen, fein und fruchtig im Bukett mit Apfeltönen. Vom Geschmack her frisch, trocken und samtig. Ein guter Begleiter für kalte und warme Vorspeisen und vielen Fischgerichten.

Centis 2003 - Merlot
Rotwein von Rocco Bernarda / Zum Vergrößern auf das Bild klicken 13,5 %. Ein reinsortiger Merlot, der von den ältesten Weinstöcken rund um die Rocca Bernarda stammt und Mitte Oktober gelesen wird. Die Fermentation erfolgt auf der Maische und endet mit der Abfüllung in die Fässer. Ab November wird der junge Wein in Barriques umgezogen, um dort 12 Monate zu reifen. Danach lagert er noch 6 Monate in der Flasche, bevor er das Weingut Rocca Bernarda verlässt. Ein kräftiges Rubinrot mit einem Sauerkirscharoma, ein Hauch an Kaffee und Schokolade ist wahrzunehmen. Trocken, komplex, samtig und von einer breiten sowie dichten Struktur. Er empfhielt sich zu großen Fleischspeisen aller Art und zum Sologenuss. Unbedingt rechtzeitig dekantieren.

Picolit 2004
12,5 %. Ein seltener und kostbarer Dessertwein, der auch ursprünglich von der Rocca Bernarda stammt. Am Anfang des 20. Jahrhunderts pflanze Giacomo Perusine die ersten Reben, die noch heute im Ertrag stehen und natürlich die Stars des Weinguts sind. Der sehr geringe Ertrag pro Hektar bewirkt eine hohe Konzentration von Aromen in den einzelnen Beeren, weshalb ein Wein von ganz besonderem Charakter entsteht. Die Ernte erfolgt Ende Oktober. Anschließend werden die Trauben für knapp einem Monat auf einem bettähnlichen Gestell getrocknet und regelmäßig aussortiert. Er hat eine goldgelbe Farbe, hell und glänzend, mit süßen Aromen und Anklängen an Marillen, Feigen und Akazienhonig. Im Mund ist er süß, aber doch trocken und kräftig. Bemerkenswert das lange Finale mit Tönen von Honig sowie kandierten und reifen Früchten. Im Glas entfalten sich für längere Zeit Gerüche und Aromen, herrlich um dabei zu sinnieren. Passt aber nicht nur zu Gedanken, sondern besonders zu Foie Gras, Blauschimmelkäse und zartem Gebäck. Lange Lagerfähigkeit.

Ein Weintipp von Gustav Schatzmayr.

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