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Heute ist Donnerstag, der 20.11.2008

Weingut Cotar im Slowenischen Karst

Branko und Vasja Cotar: Pioniere des Qualitätsweins im Karst


Weingut
Branko & Vasja Cotar

Gorjansko 18
SLO-6223 Komen, Slowenien

Telefon: +386 (0)5 766 82 28, Mobil +386 (041) 667 126
Email: vasjacot@volja.net
www.cotar.si

cotarterrarossa0Das Weingut von Branko und Vasja Cotar, das sind Vater und Sohn, befindet sich im südlichen Teil der Karst-Hochebene in Gorjansko. Die Adria mit dem Golf von Triest ist nur ein paar Kilometer Luftlinie entfernt. Bis 1998 führte Branko 20 Jahre lang ein Restaurant, bevor er sich ausschließlich dem Wein widmete. Branko ist ein Vorbild für die Winzer der Region. Bei ihm ist alles auf die Erzeugung der höchstmöglichen Qualität ausgerichtet. Die Weinberge sind mit 7.300 Reben pro Hektar im Guyot-Verfahren extem eng bepflanzt, pro Rebe wird nur eine einzige Flasche Wein erzeugt. In erster Linie steht die Region für Ihre Rotweine, aber auch die Weißweine von Cotar sind etwas ganz besonderes. Der Malvazija (Malvasier bzw. Malvasia) braucht keinen Vergleich mit den Toperzeugnissen aus dem Friaul zu scheuen. Auch Sauvignon und Chardonnay verzaubern den Genießer. Und schließlich die Vitovska. Auch dies eine autochtone slowenische Traube, die es praktisch nur im Karst gibt, egal ob er nun Kras oder Carso heißt. Manche sagen, die Sorte sei mit dem Rebula verwandt.

Die Weine benötigen eine lange Reifezeit. So wird der vorzügliche Malvasier schon mal 34 Monate, der Sauvignon blanc ebenfalls 34 Monate und die Cuvée "Terra Rossa" benannt nach der roten, eisenhaltigen Erde des Karstes - 40 Prozent Merlot, 20 Prozent Cabernet Sauvignon und 40 Prozent Teran - 55 Monate (!) in Holz ausgebaut. Branko Cotar war der Erste, der vor zehn Jahren im Karst eine Cuvée kreierte. Die Weine sind trotz langer Lagerung frisch und fruchtig am Gaumen mit langer Tiefe und gebietstypisch. Auch der Merlot (der einzig reinsortige im Gebiet) kann überzeugen.

Derzeit sind 5 Hektar im Ertrag, wobei ständig erweitert wird. Das ist im steinigen Karst aber nicht so einfach. Allenfalls findet man eine hauchdünne, wegen des hohen Eistengehaltes auffallend rote Bodenschicht über den Felsen. Soll ein neuer Weinberg angelegt werden, so braucht man dafür zwei Parzellen. eine mit der idealen Ausrichtung nach Sonne und Wind. Die andere, meist eine der erdreicheren Senkungen, Dolinen genannt, um den Boden abzutragen und in den neu anzulegenden Weingarten hinzuschaffen. Branko und Vasja Cotar machen sich diese aufwändige und schwere Arbeit, um ihre Rebfläche mühsam und langsam zu vergrößern. Seit dem Jahr 2003 ist der neue dreistöckige Weinkeller mit zwei unterirdischen Stockwerken in Betrieb. Er wurde komplett in den Felsen hineingebaut.

Eine Weinempfehlung aus Slowenien, ein Wein-Reise-Führer von Wolfgang Dähnhard, erschienen im Verlag 55PLUS.

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