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Vorsicht mit rohen Eiern
Mit Hygiene und ein paar Tricks braucht niemand auf das Eierausblasen verzichten.
Kinder sollten deshalb nach Möglichkeit überhaupt nicht mit rohem Ei in Kontakt kommen, vor allem sollten sie keine Eier mit dem Mund auspusten, empfehlen Experten. Auf den beliebten vorösterlichen Brauch muss trotzdem niemand verzichten:
Eine Infektion lässt sich mit dem richtigen Umgang mit dem empfindlichen Lebensmittel aber durchaus vermeiden. Mit einem dünnen Strohhalm, einer Einwegspritze mit Kanüle oder einem speziellem Blasebalg lassen sich die Eier ebenso gut ausblasen und spülen. Und wer auch noch die folgenden Tipps beachtet, schließt eine Magen-Darm-Infektion ziemlich sicher aus:
Nur saubere, frische Eier ausblasen und bemalen
- Eier vorsichtig anbohren und die verwendeten Werkzeuge gründlich reinigen
- Die ausgeblasenen Eier vor dem Verzieren außen und innen mit lauwarmem Wasser und wenig Spülmittel gründlich reinigen und mit Küchenpapier sorgfältig trocken tupfen
- Verspritztes Eiweiß oder Eigelb mit Küchenpapier entfernen und Arbeitsflächen gründlich reinigen
- Hände nach dem Auspusten und Verzieren von rohen Eiern mit warmem Wasser und Seife waschen und gut abtrocknen
Hart gekochte Eier sollten immer kühl, trocken und sauber aufbewahrt werden. "Grundsätzlich macht Erhitzen über 75°C Salmonellen den Garaus", wie es die österreichische Apotheker Zeitung formuliert.
Anders verhält es sich mit bereits gekochten und gefärbten Eiern aus dem Handel. Sie sind über mehrere Wochen bei Raumtemperatur haltbar, sofern die Schale nicht beschädigt ist. „Diese Eier werden nach dem Färben mit einem Schutzlack behandelt, der das Eindringen von Keimen verhindern soll. Sie sollten trotzdem nach dem Kauf im Kühlschrank aufbewahrt werden“, erklärt das BfR.
Jährlich werden in Österreich einige Tausend Salmonelleninfektionen gemeldet. Neben Eiern werden auch Geflügelfleisch, Fisch, Meerestiere aber auch Faschiertes, frische Mayonnaise und sogar nicht erhitzte Süßspeisen wie Tiramisu und Speiseeis als heikel bewertet. Hygiene in der Küche ist der beste Schutz vor einer Salmonelleninfektion.
Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung, DE
Apotheker Zeitung, A
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