Antica Trattoria Le Barettine Via del Bastione 3
I-34124 Trieste
Telefon: +39-040-301 776
www.lebarettine.com Anreise:
Sonntags geschlossen.
Guido und Max sind Le Barettine 

Beim Betreten des
Le Barettine in
Triest (klick hier zum
Triest Web-Video) hat man das Gefühl in einem Vorstadtgasthaus in Wien oder München gelandet zu sein. Die Wände sind mit dunklem Holz, das einst ein schmuckes Schiff zierte, vertäfelt und ein mächtiger Ofen im Zentrum der Trattoria, der für die kalten Wintertage, an denen eine starke Bora durch die engen Gassen der Triestiner Altstadt pfeift, wohlige Wärme verspricht, schaffen eine relaxte, familäre Gasthausatmosphäre, die den Charme dieses Stadtviertels mehr als gerecht wird.


Doch die Seelen dieser erstklassigen Trattoria sind Guido und Max. Guido, den es vor Jahrzehnten von Pula nach Triest zog, holte sich 2006 Max ins Boot und gemeinsam machten sie
Le Barettine zu einem der besten Fischlokale der altösterreichischen Hafenstadt. Max wickelt den Saal in gewandter Leichtfertigkeit ab, Guido regiert souverän in der Küche und ist auch bei Hochbetrieb nicht zu erschüttern. Seine Frau Luciana unterstützt ihn dabei auf eindrucksvolle Weise.
Das Meer am Teller 

Guidos Küchlinie ist eine sehr klare. Die hervorragende Qualität der Grundmaterialien sind ihm besonders wichtig und ist der tragende Pfeiler seiner Kreationen, die ohne übertriebenes Chichi dem Gast serviert werden.
Antipasto Crudo war unser Einstieg in Guidos Fischwelt. Bestehend aus Branzino, Scampo und Auster, dazu nur Sancin-Olivenöl, Salz und Pfeffer, alles in bester Qualität und daher vorzüglich. Es folgte ein
Insalata di Mare, der am Teller den Anschein eines inszenierten Durcheinander hatte. Thunfisch mit Schnittlauch,


Lachs mit Zwiebeln, Schwertfisch mit Dille, Orata mit Kräutern, insbesondere Basilikum und Ricciola mit Ingwer. Gekonnt wurden die Kräuter eingesetzt, mal als harmonische Ergänzung, mal als passender Kontrapunkt. Man braucht Geschmack und jahrelange Erfahrung, um ein Gespür für diese herausragenden Kombinationen zu bekommen.


Zwei Stunden werden die Oktopustentakeln gekocht, um nach dem Auskühlen in etwas feinstem Balsamico erwärmt und als
Piovra mit Kartoffeln und Bohnen serviert zu werden. Guidos Faible für Gerichte abseits des Mainstreams kommen hier zum Ausdruck und begeistert als echtes Gasthausgericht der alten Schule. Mit am Teller eine punktgenau zubereitet
Capesante mit Basilikum und Tomaten.


Anschließend wurden wir mit einem
Soufflè mit Spargel und Gamberi überrascht. Ein Vorzeigesoufflè in punkto Konsistenz und Geschmack. In diesem Flaum gingen die Noten vom Spargel und Gamberi harmonisch auf. Guidos Menü durchwandert


unterschiedlichste Geschmackskombinationen, von klar und kantig hin zu harmonisch schmeichelnd und das im beschränkten Raum der Fische und Meeeresfrüchte. Ganz in diesem Stil die
Melanzaniblätter mit Vongole. Ein intensives Törtchen, bei dem die frischen Kräuter und Tomaten den letzten Kick gaben.


Eine Rückkehr zum
Soufflè erlebten wir beim Dessert und auch dieses war von besondere Güte. Auf weißer Schokolade gebettet war diese Kalorienapokalypse ein würdiges Finale aus Guidos Küche. Für ein viergängiges Fischmenü sollte man aber einen Betrag von gut € 50,-- budgetieren.
Ein Lokaltipp von
Gustav Schatzmayr.
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