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Heute ist Freitag, der 03.09.2010
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Trattoria Le Barettine in Triest, Italien

Cucina di Mare in der aufstrebenden Altstadt.

Antica Trattoria Le Barettine
Via del Bastione 3
I-34124 Trieste

Telefon: +39-040-301 776
www.lebarettine.com

Anreise:

Sonntags geschlossen.

Fisch im Le Barettine in Triest, Italien

Guido und Max sind Le Barettine

Le Barettine in Triest, Italien / Zum Vergrößern auf das Bild klicken Beim Betreten des Le Barettine in Triest (klick hier zum tv-symbol Triest Web-Video) hat man das Gefühl in einem Vorstadtgasthaus in Wien oder München gelandet zu sein. Die Wände sind mit dunklem Holz, das einst ein schmuckes Schiff zierte, vertäfelt und ein mächtiger Ofen im Zentrum der Trattoria, der für die kalten Wintertage, an denen eine starke Bora durch die engen Gassen der Triestiner Altstadt pfeift, wohlige Wärme verspricht, schaffen eine relaxte, familäre Gasthausatmosphäre, die den Charme dieses Stadtviertels mehr als gerecht wird.

Le Barettine in Triest, Italien / Zum Vergrößern auf das Bild klicken Doch die Seelen dieser erstklassigen Trattoria sind Guido und Max. Guido, den es vor Jahrzehnten von Pula nach Triest zog, holte sich 2006 Max ins Boot und gemeinsam machten sie Le Barettine zu einem der besten Fischlokale der altösterreichischen Hafenstadt. Max wickelt den Saal in gewandter Leichtfertigkeit ab, Guido regiert souverän in der Küche und ist auch bei Hochbetrieb nicht zu erschüttern. Seine Frau Luciana unterstützt ihn dabei auf eindrucksvolle Weise.

Das Meer am Teller

Antipasto crudo - Le Barettine in Triest / Zum Vergrößern auf das Bild klickenGuidos Küchlinie ist eine sehr klare. Die hervorragende Qualität der Grundmaterialien sind ihm besonders wichtig und ist der tragende Pfeiler seiner Kreationen, die ohne übertriebenes Chichi dem Gast serviert werden. Antipasto Crudo war unser Einstieg in Guidos Fischwelt. Bestehend aus Branzino, Scampo und Auster, dazu nur Sancin-Olivenöl, Salz und Pfeffer, alles in bester Qualität und daher vorzüglich. Es folgte ein Insalata di Mare, der am Teller den Anschein eines inszenierten Durcheinander hatte. Thunfisch mit Schnittlauch, Insalata di Mare - Le Barettine in Triest / Zum Vergrößern auf das Bild klickenLachs mit Zwiebeln, Schwertfisch mit Dille, Orata mit Kräutern, insbesondere Basilikum und Ricciola mit Ingwer. Gekonnt wurden die Kräuter eingesetzt, mal als harmonische Ergänzung, mal als passender Kontrapunkt. Man braucht Geschmack und jahrelange Erfahrung, um ein Gespür für diese herausragenden Kombinationen zu bekommen.

Piovra und Capesante / Zum Vergrößern auf das Bild klickenZwei Stunden werden die Oktopustentakeln gekocht, um nach dem Auskühlen in etwas feinstem Balsamico erwärmt und als Piovra mit Kartoffeln und Bohnen serviert zu werden. Guidos Faible für Gerichte abseits des Mainstreams kommen hier zum Ausdruck und begeistert als echtes Gasthausgericht der alten Schule. Mit am Teller eine punktgenau zubereitet Capesante mit Basilikum und Tomaten.

Soufflé mit Spargel und Gamberi - Le Barettine, Triest / Zum Vergrößern auf das Bild klickenAnschließend wurden wir mit einem Soufflè mit Spargel und Gamberi überrascht. Ein Vorzeigesoufflè in punkto Konsistenz und Geschmack. In diesem Flaum gingen die Noten vom Spargel und Gamberi harmonisch auf. Guidos Menü durchwandertMelanzaniblätter mit Vongole - Le Barettine in Triest / Zum Vergrößern auf das Bild klicken unterschiedlichste Geschmackskombinationen, von klar und kantig hin zu harmonisch schmeichelnd und das im beschränkten Raum der Fische und Meeeresfrüchte. Ganz in diesem Stil die Melanzaniblätter mit Vongole. Ein intensives Törtchen, bei dem die frischen Kräuter und Tomaten den letzten Kick gaben.

Schokosoufflè im Le Barettine in Triest / Zum Vergrößern auf das Bild klickenEine Rückkehr zum Soufflè erlebten wir beim Dessert und auch dieses war von besondere Güte. Auf weißer Schokolade gebettet war diese Kalorienapokalypse ein würdiges Finale aus Guidos Küche. Für ein viergängiges Fischmenü sollte man aber einen Betrag von gut € 50,-- budgetieren.

Ein Lokaltipp von Gustav Schatzmayr.

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