Trattoria
Al Postiglione Località Gramogliano 19
I-33040 Corno di Rosazzo, Friaul
Telefon: +39-0432-759 193, +39-328-3694 273
Email:
alpostiglione19@virgilio.it www.perusini.com Dienstag und Mittwoch Ruhetage.
Anreise:
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Die Seelen des Postillions 

In dieses bezaubernde, romantische, alte Bauernhaus mitten in den Weinbergen mit wunderbaren Ausblick unweit von Corno di Rosazzo verliebte sich Nicoletta Storari, die Chefin, vor fünf Jahren, hing ihren Job als Krankenschwester an den Nagel und wechselte in die Gastronomie. Sie fand in Giuliano de Cagna, der in dieser Zunft ebenfalls eher unerfahren war, einen kongenialen Partner. Sie schufen mit viel Müh` und Plage aber großer Freude die
Trattoria Al Postiglione, die heute zu den Top Fleischlokalen der Region zählt und unter Weinreisenden im Collio noch ein Geheimtipp ist.


Von Beginn an haben sie sich dem Grillen und Braten verschiedener Tiere zugewandt und Giuliano zaubert jetzt Rinder- und Pferdesteaks, Schweinsfilets sowie Wachteln und allerlei anderes Getier, so dass man in Verzückung geraten könnte. Dazu gibt es die schönen Weine von der nahe gelegenen Azienda Perusini, auf deren Land sich auch die
Trattoria Al Postiglione befindet. Die Familie Perusini war Eigentümer des Weingutes Rocca Bernarda, das jedoch 1977 an den Malteser Ritteroden vererbt wurde. Die hohe Kunst des Weinmachens blieb jedoch geistiges Eigentum der Familie.
Nicoletta und Giuliano erschufen auf dem Hügel in den Weinbergen mit der
Trattoria Al Postiglione ein kleines Paradies. Ein Lokal mit viel Atmosphäre, die besonders im kleinen Gastraum spürbar wird. Eine massive Holzdecke, wenige Tische und liebevolle Ausgestaltung des Raumes. Wenn die Temperaturen es erlauben, wird selbstverständlich vor dem Haus gegessen. Unter alten Bäumen, auf rustikalen Möbeln und Weitblickmöglichkeit, die einem so einnimmt, dass man diesen idyllischen Ort nicht so schnell verlassen möchte.
Fleisch vom Grill 

Gestartet wird natürlich mit einer
gemischten Platte, auf der zartes und geschmackvolles Angusrind in carpaccioähnlicher Form, hauchdünne Schweinsscheiben aus dem Backofen, auf der Zunge zerschmelzender Lardo mit einem Hauch Rosmarin und Prosciutto vom Meister Osvaldo aus Cormons Platz genommen haben und uns allesamt erfreuten. Bestens dazu der Cabernet Franc von Perusini, der alle Vorzüge seiner Sorte ausspielte und auch für die folgenden Steaks der passende Begleiter war.


Der
Trattoria Postiglione eilte ein Ruf als hervorragendes Steaklokal voraus und Giuliano konnte diesen nicht nur verteidigen, sondern festigen und weiter ausbauen. Das
Rinderfilet entstammte einem argentinischen Angusrind, war so butterweich, dass man fast den Löffel dafür verwenden konnte, und geschmacklich top. Mehr als ein Hauch an Salz und Pfeffer war nicht notwendig, um den Genuss zu vervollständigen. Das
Pferdefilet war perfekt. Hier ist der Autodidakt Giuliano bereits bei der Perfektion angelangt, die auch bei ihm schon bei der Auswahl des Grundmaterials beginnt. Der leicht süßliche Geschmack des Pferdefleisches kam bestens heraus und in Kombination mit der Konsistenz des Fleisches ergab das einen kulinarischen Höchstgenuss. Da spielte auch für Momente die tolle Aussicht keine Rolle.
Positiv zu bemerken ist die Aussicht auf die Rechnung, die sich für drei bis vier Gänge mit circa € 30,-- wahrlich in Grenzen hält.
Ein Lokaltipp von
Gustav Schatzmayr.
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