Paradewirtsleute Daniele und Angelina Corte verwöhnen mit Liebenswürdigkeit und Geschmack.
Trattoria
Ai Cacciatori Via A. Diaz 4
I-33090 Cavasso Nuovo, Italien
Telefon: +39-0427-777 800
Montag am Abend und am Dienstag geschlossen.
Anreise:
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Die Region und die Wirtsleute Die Landschaft entlang der Berge von San Daniele nach Sacile in der Provinz Pordenone ist eine besonders reizvolle und abwechlsungsreiche. Die aus der friulanischen Tiefebene steil aufragenden Berge prägen die Region, die es insbesondere mit dem Gaumen zu entdecken gilt, auf bemerkenswerte Art und Weise. Kurvenreiche Straßen, außergewöhnliche Speisen, klassische alte Geschmäcker wie die Pitina oder der Asìno-Käse machen Lust auf diese Region mit einer eigenständigen kulinarischen Identität.

In Cavasso Nuovo, einem kleinen Dorf am Rande des Berges, führen Daniele Corte und seine Frau Angelina als Küchenchefin die
Trattoria Ai Cacciatori (
klick zum TV/Web-Video) mit besonderer Hingabe und Liebe zu den typischen Speisen der unmittelbaren Region. Daniele ist immer auf der Jagd nach besten Produkten und Zutaten der Saison, die Angelina in köstliche Speisen verwandelt. Sein Aktionsradius beschränkt sich, nach seinen eigenen Worten, auf zwanzig Kilometer. Von seinem Nachbarn, Filippo Bier, bezieht er die
beste Pitina della Valtramontina.
Im charmanten Ambiente der
Trattoria Ai Cacciatori ist Daniele schon aufgrund seiner Leibesfülle omnipräsent. Seine Freundlichkeit und Kompetenz machen ihn zum idealen Wirt, in dessen Hände die Gäste gerne ihr Schicksal legen. Wohlwissend, dass Daniele mit seiner Frau Angelina eine wahre Meisterin in der Küche hinter sich hat. Auch in puncto Weinauswahl sollte man dem Wirt vertrauensvoll Folge leisten. So wie er all die Gerichte, die je nach Jahreszeit angeboten werden, bestens kennt, so hat er auch den passenden Wein aus dem Friaul dazu.
Das Menü 

Die Vorspeise,
Pitina mit Polenta und Ricotta, ist ein echter Klassiker im
Ai Cacciatori. Die Pitina wurde leicht in Butter erwärmt und auf Polenta mit cremigen Ricotta vom Schaf serviert. Kräftiger aber ausgewogener Geschmack, der die nahen Berge und das rauhe Klima in sich trägt. Die Süße der Butter und die Polenta nehmen der Pitina die scharfe Spitze und der Ricotta bringt einen weiteren, dazu passenden Geschmack ins Spiel. Dazu ein Pinot Bianco 2005 von Roberto Picech aus Prado bei Cormons als weitere vorzügliche Ergänzung.


Als Primo folgten zuerst hausgemachte
Blecs, breite Bandnudeln aus Buchweizenmehl,
mit Entenragout und Eierschwammerln und dann
Gnocchi di Ricotta mit frischen Tomaten.


Beide Pasten waren ein ausgewogenes Geschmackserlebnis und von der Konstistenz her so, wie man sie sich im Pastahimmel wünscht. Angelina versteht es vortrefflich, den rustikalen Blecs mit Entenragout eine Leichtigkeit einzuhauchen und sie so den heutigen Wünschen nach leichteren Gerichten anzupassen, ohne die lange Tradition dieser Gerichte über Bord zu werfen.


Die
Kalbsleber mit Zwiebeln aus Cavasso Nuovo und Polenta ist ein weiteres Beispiel, wie in der
Trattoria Ai Cacciatori klassische Gerichte von Angelina neu interpretiert werden. Die Zutaten waren von der besten Sorte. Butterweiche Kalbsleber in feine Scheiben geschnitten mit intensiv duftenden, lilafarbenen Zwiebeln aus Cavasso, die allerdings beim Kochen die Farbe wechseln. Ein Gericht, das aufgrund des nivellierten Allerweltgeschmacks nur noch in ausgesuchten Lokalen zu finden und von einer Qualität wie im
Ai Cacciatori noch seltener auf dieser Welt ist. Begleitet von einem Cabernet des befreundeten Weinguts Walter Nardin aus dem nahen Veneto.


Als kleines Dessert gab es wiederum einen Gaumenkitzel, den uns Daniele beim Servieren des Gerichts schon ansah.
Asino-Käse mit schwarzen karamellisierten Feigen und dazu einen Ucelut, diesen raren, goldenen und fein strukturierten Dessertwein aus dem Friaul. Für ein viergängiges Menü sollte man rund € 35,-- einplanen. Topqualität zum wahrlich günstigen Preis bei herzlich und liebenswürdigen Gastgebern.
Ein Lokaltipp von
Gustav Schatzmayr.
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