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The National Gallery, London: Ausstellung Renaissance Faces Van Eyck to Titian

Die berühmte National Gallery in London zeigt die Entwicklung der Portraitmalerei in der Renaissance.

Die dramatische Entwicklung der Portraitmalerei in der Renaissance nachverfolgen und verstehen können - das ist das Ziel der großen Herbstausstellung von 15. Oktober 2008 bis 18. Januar 2009:
Renaissance Faces: Van Eyck to Titian in der National Gallery in London.

Renaissance Faces: Van Eyck to Titian vereint zu diesem Anlass über 70 Malereien, bekannte Skulpturen, Zeichnungen und Medaillen der größten Meister der Renaissance: Raphael, Tizian, Botticelli, Van Eyck, Holbein, Dürer, Lotto, Pontormo und Bellini. Die Ausstellung bietet die seltene Möglichkeit, die Portraitmalerei der Renaissance in einer außergewöhnlichen Tiefe zu entdecken.

Die National Gallery beherbergt eine der weltweit umfangreichsten Portraitsammlung aus Renaissancezeiten. Eine einzigartige Auswahl dieser Werke, einschließlich Hans Holbeins "Die Botschafter" werden neben anderen bedeutenden Leihgaben aus Großbritannien, Europa und Nordamerika zu sehen sein. Das Museo Nacional del Prado in Madrid lieh der Ausstellung einige seiner beeindruckendsten Meisterwerke, darunter Beispiele der Portraitmalerei am Habsburger Hof, wie Tizians majestätisches Kriegerportrait des jungen "Philip II" und Anthonis Mors "Der Hofnarr Pejerón".

Im 15. und 16. Jahrhundert spielten Portraits in allen Bereichen des menschlichen Lebens eine wichtige Rolle: Kindheit, Politik, Freundschaft, Liebeswerben, Ehe, das Alter und der Tod. Die Ausstellung bietet neue Einblicke in fundamentale Thematiken wie: Ähnlichkeit, Erinnerung und Identität, indem sie bemerkenswerte Gemeinsamkeiten zwischen Persönlichkeiten der Renaissance offenbart: von Prinzen und Gesandten über Kauf- und Geschäftsleute, bis hin zu Geistlichen und Künstlern (Dürer, "Selbstportrait", Kunsthalle Bremen).

Zur Zeit der Renaissance glaubte man allgemein, dass das Aussehen einer Person ihre Seele widerspiegelt. Äußere Schönheit stand für Tugendhaftigkeit und Sittsamkeit. Die Künstler entwickelten ihre eigenen höchst individuellen Herangehensweisen um die ideale Schönheit abzubilden. Palma Vecchios außergewöhnliches "Portrait einer Jungen Frau" (Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid) und Tullio Lombardos Marmorrelief "Junges Paar in Gestalt von Bacchus und Ariadne" (Kunsthistorisches Museum, Wien) führen mit dramatischen Effekten in dieses Schlüsselthema ein.

Portraits ermöglichten es den Künstlern und Mäzenen mächtige Botschaften über sich und ihre Umwelt zu vermitteln. Der Gebrauch des Symbolismus in der Portraitmalerei, nahm im Leben zur Zeit der Renaissance eine zentrale Funktion ein, nicht zuletzt bei Heiratsallianzen und in der Politik. Die Ausstellung präsentiert ebenfalls viele faszinierende und kuriose Kompositionen, so z. B. Holbeins "Dame mit Eichhörnchen und Star" (National Gallery, London) und Arcimboldos "Kaiser Rudolf als Vertumnus" (Skokloster Castle, Sweden), welche in Großbritannien zum ersten Mal ausgestellt sein werden.

Der letzte Ausstellungsabschnitt zeichnet die Entwicklung des Ganzkörperportraits und dessen wichtige Rolle für höfische Propagandazwecke nach. Höhepunkte sind die dramatische Bronzeskulptur "Philip II" von Leone und Pompeo Leoni (Prado) und Anthonis Mors Portrait "Philippe II" in Rüstung (El Escorial).

Die Exponate der Ausstellung "Renaissance Faces: Van Eyck to Titian" ist vom 15. Oktober 2008 bis 19. Januar 2009, täglich 10:00 bis 18:00 Uhr, Mittwoch bis 21:00 Uhr, geöffnet - letzter Einlass 17:15 Uhr (Mitwoch 20:15 Uhr).

The National Gallery
Trafalgar Square
London WC2N 5DN
Telefon: +44-20 7747 2885
oder 0870 906 3891
www.nationalgallery.org.uk

Ein Kulturtipp von Edith Spitzer.

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