
Dresdner Striezelmarkt29.11.-24.12. täglich von 10:00 bis 20:00 Uhr, Fr & Sa 10:00 bis 21:00 Uhr


Wenn der typische Duft von gebrannten Mandeln, Zimt, Rosinen und Glühwein über dem Altmarkt in der Luft liegt, dann hat der Striezelmarkt in Dresden seine Pforten geöffnet.


Heuer jährt sich der bereits im 15. Jahrhundert in Verbindung mit den christlichen Bräuchen zum Heiligen Abend entstandene Markt zum 572. Mal. Sein Ursprung geht auf ein landesherrliches Privileg aus dem Jahre 1434 zurück. Im ausgehenden Mittelalter gab der Striezel dem Markt seinen Namen.


Im Zentrum der weihnachtlich geschmückten Holzhütten dreht sich die 14,61 m hohe Stufenpyramide mit ihren 42 Figuren. Um den zentralen Blickfang reihen sich die Stände, wo neben einer Vielzahl an Imbiss- und Glühweingelegenheiten auch festliches Backwerk wie der Dresdner Striezel (Christstollen) und die Pulsnitzer Pfefferkuchen (Lebkuchen) zu finden sind. Jene der 30 Bäckereien in Dresden, die den Striezel auf dem Markt feilbieten wollen, müssen sich einem Test unterziehen. Nur wenn die Jury der Leckerei mindestens 16 Punkte gibt, dürfen die in verschiedenen Varianten angebotenen Stollen hier verkauft werden. Natürlich darf man der Jury nicht so trauen, also habe ich rund zehn verschiedene Stollen verkostet (Achtung! Zuckerschock), bevor ich mir einen Striezel mit nach Hause genommen habe.




Selbstverständlich finden sich die traditionellen Erzeugnisse sächsischer Volkskunst auf dem Markt: Schnitzereien aus dem Erzgebirge, Räuchermännchen, Schwibbögen. Oder Blaudruck, Keramik und die aus Papier gefertigen Herrnhuter-Sterne aus der Lausitz. Oder die Plauener Spitzen mit den wunderschönen Muster.


Im Angebot finden sich auch mundgeblasener Christbaumschmuck aus der Glasbläserstadt Lauscha und Korbflechtwaren.


Auch für die Kinder ist gesorgt. Das Kinderkarussell dreht sich für freudig glänzende Kinderaugen, eine Kindereisenbahn fährt durch den Märchenwald: Frau Holle sorgt für Schnee, Rapunzel lässt ihr Haar herunter, eine ganze Reihe Grimm`s Märchen werden durch Figuren dargestellt.
Ein Advent- & Reisetipp von
Edith Spitzer.
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