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Schlossmuseum Linz: Geister, Gold, Schamanen. Goldschätze aus Kolumbien

In Zusammenarbeit mit dem Kolumbianischen Museo del Oro in der Hauptstadt Bogotá gelang es den Oberösterreichischen Landesmuseen eine spektakuläre Ausstellung, die zahlreiche Objekte aus Gold, Keramik und Stein umfasst, zu präsentieren.![]()
Kolumbien galt bei den Konquistadoren als „Dorado“, dessen Eroberung noch größere Beute versprach, als die Eroberung Mexikos und die Zerstörung der Azteken- und Inkareiche. Da die ahnungslosen Indios die Spanier als „weiße Götter“ oder „Söhne der Sonne“ verehrten, konnten die Eroberer die goldreichen Bestände in den Siedlungen und Tempeln plündern und die Gräber aufreissen, da die Toten mit wertvollen Goldbeigaben bestattet wurden. ![]()
Wie sehr Goldschmuck beliebt war und technisch perfekt ausgeführt wurde, zeigt die Vielfalt an Schmuckstücken, die von den Indio-Stämmen im Laufe der Jahrhunderte angefertigt wurden: Anhänger in Gestalt von Tieren wie Alligator, Katzen, Adler, Geier, Eidechsen; ebenso plastische Frösche, Jaguare und Schildkröten; Brustplatten mit stilisierten Gottheiten, manche in Tiergestalten; sehr gefragt waren auch Halsketten mit Anhängern in Tierform und Goldperlen sowie Ohrspulen, Nasenringe und Armreifen.
Das Gold wurde als ein Produkt der Sonne, dem höchsten Schöpfer, angesehen und daher mit Fruchtbarkeit und Kraft assoziiert. Für die Menschen des vorspanischen Kolumbiens lag der Wert des Goldes in den symbolischen Eigenschaften, die mit der Farbe, der Aura und der Formbarkeit des Materials einhergingen.
Der Goldschmuck ist noch bis 26. August 2007, Dienstag bis Freitag von 09:00 bis 18:00 Uhr, Samstag, Sonn- und Feiertage von 10:00 bis 17:00 Uhr, zu sehen. Montag ist geschlossen.
Schlossmuseum Linz
A-4010 Linz, Tummelplatz 10
Telefon: +43-(0)732-77 44 19-0
eMail: schloss@landesmuseum.at
www.landesmuseum.at
Ein Kulturtipp der 55PLUS-Kunstexpertin Helga Högl.
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