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Schlafen

Tipps von Schlafmediziner Universitätsprofessor Manfred Walzl.
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Den Schlaf optimieren

Beruflicher Stress und die Sorgen um die Familie oder die Gesundheit sind die Schlafräuber schlechthin. Wie man sie in die Schranken verweist und seinem individuellen Schlafbedarf gerecht wird, verrät Universitätsprofessor Manfred Walzl, Schlafmediziner an der Landesnervenklinik Graz.

Foto © Werzer`s Hotel Resort Pörtschach / UnivProf Walzl - Schlafliege mit Gästen

Schlafschulden begleichen

Einstein hat elf Stunden am Tag geschlafen, Napoleon nur vier. Erwachsene in der heutigen Zeit brauchen rund acht Stunden Schlaf. Generell sollten Männer sieben bis acht Stunden schlafen und Frauen acht bis neun Stunden. Wobei der Schlafbedarf grundsätzlich unterschiedlich ist und im Alter steigt. "Ältere Menschen würden gerne mehr schlafen, wenn sie es könnten", weiß Walzl. Die Schlafbilanz in Europa wird immer schlechter: Im Schnitt schlafen die Europäer pro Nacht um zwei Stunden zu wenig. Um einen Schlafmangel aufzuholen, gibt es nur ein Mittel: Schlafen.

Foto © Anita Arneitz, Klagenfurt / UnivProf Walzl - Powernapping / Zum Vergrößern auf das Bild klickenWalzl plädiert auch für das Powernapping oder den Mittagsschlaf. "Wir brauchen Mut zu einer neuen Pausenkultur", sagt er. Ein Mittagsschläfchen von zehn bis 20 Minuten sei das beste Präventionsmaßnahme gegen ein Burnout und steigert die Leistungsfähigkeit enorm. "Den Mittagsschlaf kann jeder lernen. Legen Sie sich am Anfang nur hin und schließen Sie einfach nur die Augen", rät Walzl. Der Körper wird den Erholungseffekt sofort spüren.

Ultimative Tipps für einen guten Schlaf

"Wir müssen den Schlaf in unserem Leben wieder zum besten Freund machen. Ein guter Schlaf ist die Basis der Lebensqualität", sagt Walzl und gibt folgende Tipps dafür:

  • Optimieren Sie Ihre Schlafstätte: Sorgen Sie für ein bequemes Bett und eine gute Matratze. Verbannen Sie alles aus dem Schlafzimmer, was Sie zum Schlafen nicht brauchen. Bügelbrett oder Elektronik haben im Schlafzimmer nichts zu suchen.
  • Vermeiden Sie Lichtquellen im Schlafzimmer: je dunkler, desto besser für den Schlaf.
  • Sie können den Schlaf nicht steuern - weder mit Kaffee oder Energydrinks. Die Müdigkeit kommt überfallsartig, unterschätzen Sie sie nicht.
  • Entwickeln Sie Ihr eigenes Schlafritual.
  • Vermeiden Sie Sport vor dem Schlafen.
  • Achten Sie auf eine gesunde Ernährung.
  • Reduzieren Sie Stress und Spannung - alles, was entspannt, fördert den Schlaf.
  • Vermeiden Sie Alkohol, Zigaretten oder stimulierende Getränke.
  • Seien Sie während des Tages wach und aktiv.
  • Suchen Sie bei Schlafstörungen einen Arzt auf.
Ein Gesundheitstipp von Mag. Anita Arneitz.

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