Die Stadt der Winde wird kulinarisch von einem Orkan regiert.
Ristorante Scabar
Erta Sant`Anna 63
I-34149 Trieste, Italien
Telefon: +39-040-810 368
Email: info@scabar.it
www.scabar.it
Montag Ruhetag.
Anreise: Map Start Map Ende

Die Meisterin und ihr Arbeitsplatz
Triest mag laut Ami Scabar, der begnadeten Köchin, die Stadt der Winde sein. Sie selbst ist vom Temperament her zweifelsohne ein Orkan, der es versteht, alle mit zu reißen, die sich in ihrer Nähe aufhalten. Nur eine deutsche Eiche kann mit solchen Naturgewalten umgehen und erfreut sich am Rauschen der eigenen Baumkrone. Den Genießer trifft im Ristorante Scabar (
klick zum TV/Web-Video) diese leidenschaftliche Naturgewalt - in kulinarischer Hinsicht – ebenfalls mit voller Wucht. Die erste Qualifikationshürde ist jedoch, das Lokal zu finden, welches wie ein kleiner Adlerhorst oberhalb Triests an den steilen Abhängen klebt. Dafür wird man mit einer von Vogelgezwitscher durchfluteten Terrasse belohnt.
Die Liebe Amis zur Stadt
Triest (
klick zum TV/Web-Video) ist allgegenwärtig. Sie erfreut sich an ihrer Vielfältigkeit und würde an jedem anderen Ort der Welt leiden. Aus diesem Schmelztiegel an Kultur, Landschaft und Klima schöpft sie Kraft und Inspiration für ihre Küche. Ihre Squadra versteht es wunderbar, gemeinsam mit ihr die frischen, regionalen Produkte in köstliche Gerichte zu verwandeln. Ihr Bruder Giorgio ist hinsichtlich seines Temperaments das Gegenteil. Sein ruhiges Wesen macht ihn zum Felsen in der Brandung, die durch den Orkan Ami oft höhere Wellen schlägt. Als Sommelier und Weinkenner weiß er, dass alles seine gewisse Zeit zum Reifen braucht.
Die Speisen 

Das leichte Mittagsmenü bei
Ami Scabar begann mit einer
Ombrina fumata su legno di olivo. Dieser Fisch ist nicht nur edel im Aussehen, sondern schmeckt auch vorzüglich. Selbstverständlich roh serviert mit einem Ingwerdip, der wie ein Sturm über den Gaumen brauste und eine anbetungswürdige Geschmackskombination ergab.


Gefolgt von
Salmone al kirch mit Sesamkörnern. Der Lachs, ebenfalls ein regionales Produkt, und die Marinade lebten in einer Harmonie, die einzigartig war. Einerseits vergaß man ob dieses Erlebnisses auf das Essen andererseits kamen beim Abservieren des Tellers die ersten Tränen als Zeichen der Trauer über die Vergänglichkeit dieses Gerichts. Aber der Sinn des Genusses ist ja bekanntlich dessen Kürze.


Die
Trilogia di baccala war wiederum eine Trilogie der Freude. Scheinbar einfache Rezepte der Triestiner Küche, die aufgrund subtiler Würzungen und Verfeinerungen in einem vollkommen neuen Licht erscheinen.


Mit den
Panzrotti allo stracchino con asparagi verließen wir erstmals die Unterwasserwelt und erfuhren, dass Ami Scabar auch mit den Erdlingen umzugehen weiß und Gerichte zubereitet, die einem, ganz nach ihrem Naturell, wie ein Tornado in die Lüfte reißen und zu neuen kulinarischen Erlebnissen führen.
Giorgios Weinauswahl harmonierte bestens mit den Kreationen seiner Schwester Ami. Ein Familienbetrieb des guten Geschmacks mit höchster Qualität und einem Preis/Leistungsverhältnis (ca. € 50,-- für ein mehrgängiges Menü), das bemerkenswert ist.
Ein Lokaltipp von
Gustav Schatzmayr.
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In der Gegend gibt es bessere Restaurants- allerdings sind die nicht so oft in den Medien....