Ristorante - Hotel
La Primula Via San Rocco 17
I-33080 San Quirino bei Pordenone, Friaul
Telefon: +39-0434-91 005
Email:
info@ristorantelaprimula.it www.ristorantelaprimula.it Sonntag am Abend und Montag geschlossen.
Das Lokal und die Familie Es gibt kaum einen Lokalführer, der das
La Primula (
klick zum Video) in San Quirino bei Pordenone nicht an einer der ersten Stellen führt. Der Weg dahin war lang. Aber der Betrieb der Familie Canton hält sich konstant in diesen lichten Höhen, die sie durch höchsten Einsatz aller Familienmitglieder erreicht haben und von vielen, insbesondere Gourmets bewundert werden. Egal ob man das
La Primula oder die von Seniorchef Roberto geführte
Osteria Alle Nazioni betritt, die Herzlichkeit der Familie Canton schlägt einem entgegen und sorgt für die relaxte Stimmung, die für ein gutes Essen notwendig ist.


Das Familienunternehmen kann auf eine 134jährige Geschichte in diesem Haus zurückblicken. Alles begann in der Osteria. 1951 erweiterete Roberto das Anwesen um das
Ristorante La Primula und bis 1980 kochten seine Frau Lidia und seine Schwester Daniela, dann kam Sohn Andrea hinzu und begann mit Unterstützung von Mutter und Tante die typischen Gerichte der traditionellen Küche neu zu interpretieren. Dieser Weg wurde konsequent umgesetzt und ist bis heute neben einigen anderen Faktoren eines der Erfolgsgeheimnisse. Im Service sind die charmante und eloquente Tochter Emanuela mit ihrem Mann Pier, ein Top-Sommelier, stets bestrebt, den Gästen aus vieler Herren Länder Gutes zu tun. Jeder erbringt in seinem Bereich Spitzenleistungen, die dem Gourmet zu Gute kommen und den Erfolg ausmachen.


Diese unprätentiöse Herzlichkeit zusammen mit dem stilvollen Ambiente beruhigen Stress geplagte Gäste im Handumdrehen. Und nachdem Pier eine seiner vielen tausend Weinflaschen aus der Cantina geholt und geöffnet hat, wird die Vorfreude auf das erwartete Menü immer größer und die Sorgen um den Lauf der Welt immer kleiner. Die Familie Canton holt die Gäste auf ihre Insel
La Primula und schließt sie wohlwollend vom Treiben der Außenwelt aus, um sie besonders verwöhnen zu können.
Das Menü 

Das Amuse, ein
Toast mit Gamberi, war sensationell gut und ließ in mir das Verlangen nach einem größeren Stück aufkommen. Die Vorspeise, ein
Tartar di Dentice mit Gemüse und einem Infuso aus aromatischen Kräutern. Das feste Fleisch des Fisches und der feingliedrige Geschmack der umgebenden Zutaten verraten Andrea Canton als Perfektionisten, der Gerichte präzis und überlegt komponiert und wie bei Genies üblich, gibt es auch bei ihm keinen Misston.


Vermutlich gibt es auch in der Kochkunst einen Quintenzirkel der Geschmäcker, den wahre Meister intuitiv beherrschen. Mit den folgenden
Ravioli di Morchelle (Morcheln) alla Carbonara schlug er in dieselbe Kerbe. Über die Ravioli legte er ein Ei, das wiederum mit Pilzpulver bestreut wurde, dazu eine knusprige Scheibe Speck. Der hauchdünne Pastateig wurf beim Laien gleich die Frage auf, wie man so etwas überhaupt macht. Ein wahres und rares Erlebnis für den Gaumen.


Danach überraschten uns Andrea mit seinen "Assistentinnen" Lidia und Daniela mit einem
Hummerrisotto, das mit dem Wort genial betitelt werden muss. Das zarte Hummerstück und der leicht pikant limonige Reis waren von außergewöhnlicher Güte und perfekter Konsistenz.


Auch optisch lassen die Gerichte Andreas Akuratesse nicht vermissen. Gespielt wird mit den flüssigen Elementen, die festen haben ihren angestammten Platz, das galt auch für die
Buchweizenravioli mit Schnecken, ein intensives Gericht mit Molltönen, die jedoch mit einem sehr schönen Tocai aus dem Collio vertrieben wurden.


Als Hauptgang folgte ein zartes
Kalbsmedaillon mit Mandeln und Kürbisblüten. Der süßliche Geschmack des Fleisches, die frittierten Kürbisblüten und der naturbelassene Saft des Fleisches waren wiederum eine perfekte Kombination, die noch um den ausgezeichneten
Merlot von
Conti Brandolini d`Adda aus dem Grave del Friuli angereichert wurde. An den Desserts gab es kein Vorbeikommen und das war gut so, denn die
Schokoladecreme war ein Traum. Für die Menüs sollte man € 45,-- bis € 60,-- budgetieren, doch für jeden einzelnen davon bekommt man das Doppelte an Genuss zurück.
Tipp: Wer an einer zweiten Flasche Merlot oder an sonstigen Schätzen aus Piers und Emanuelas Weinkeller interessiert ist, sollte aus Gründen der Sicherheit auch gleich eines der 9 Zimmer im Hause dazu bestellen.
Ein Lokaltipp von
Gustav Schatzmayr.
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