Ristorante La Darsena Testata Mosconi
I-34073 Grado
Telefon: +39-0431-85795
Email:
ristorante.ladarsena@libero.it Anfahrt:
Karte
Wiederbelebung eines Juwels Jeder Gradobesucher, der die verträumte Lagunenstadt von Aquileia her ansteuert, passiert die Marina San Marco am Ende des Damms kurz vor der Stadt. Das
Ristorante La Darsena (
klick hier zum TV/Web-Video) ist Teil dieses kleinen Yachthafens und wurde von Gianluca Patruno und Chefkoch Luca David zu neuem Leben erweckt.


Sie schliffen diesen Rohdiamanten zu einem neuen Schmuckstück der Gastronomieszene in
Grado. Die Lage direkt an den Anlegeplätzen der Marina versprüht außergewöhnlichen Charme und am Abend taucht die untergehende Sonne das
Ristorante La Darsena in ein besonderes Licht mit hohem Romantikfaktor.


Gianluca arbeitete sieben Jahre lang in Wien und zählte die dortige Prominenz zu seinen Gästen. Während dieser Zeit verfeinerte Luca seine Kochkünste in renommierten Häusern im Friaul rund um seine Heimatstadt San Daniele. Als Kind des Schinkens wagte er sich jetzt ans Meer und verfeinert jetzt Meeresbewohner am Teller des
La Darsena. Den einen oder anderen Fisch fängt er, seinem neuen Hobby nachgehend, selbst. Mit dem
La Darsena in
Grado (
klick hier zum Grado TV/Web-Video) haben sich beide einen Traum verwirklicht und ihrer beide Credo ist, dass ihre Gäste zum Genießen kommen sollen.
Degustation bei Luca 

Den Anfang machte ein
Merluzzofilet mit Wildspargel aus der Lagune und einem frittierten Wachtelei. Der frische süßlich schmeckende Merluzzo wurde in Mohn gewälzt und glasig gegrillt. Der leicht bittere, salzig schmeckende Wildspargel und das frittierte Wachtelei passten ausgezeichnet zusammen. Der anschließende
Tonno in Crosta di Sesamo wurde auf Kartoffelschaum mit einer Holunderblüte serviert.


Wieder eine sehr gelungene Kombination. Der Edelthunfisch wurde nur leicht in Olivenöl angebraten und zerging mit leichtem Knacken der Sesamkörner auf der Zunge. Die Holunderblüten sammelt Luca persönlich in der Umgebung und die Kräuter züchtet er im Hinterhof des Lokals, um absolute Frische zu garantieren.


Der
Pinot Grigio von Sturm, den Gianluca dazu offerierte, war eine Freude und freundete sich auch mit den folgenden
Scampischwänzen an. Diese wurden auf eine Paprikacreme gebettet und von einem Käsenockerl sowie weißem Spargel umgeben. Wie bei den Gerichte vorher, war Luca auch hier in punkto Idee und Ausführung äußerst präzise. Der eine oder andere Schlenker in die Hochküche ist eine wohltuende Erweiterung des Genusspektrums in Grado, dessen Köche und Wirte sich hauptsächlich der


klassischen Gradeser Küche verschrieben haben. Die Pasta bezeichnete Gianluca simpl als
Carbonara. Die hausgemachten Nudeln wurden aber in einer Zitronensauce mit geräuchertem Stör und darüber geriebener Thunfischbotarga serviert. Ein deftig klingendes Gericht in sensationeller Leichtigkeit ausgeführt.


Beste kulinarische Unterhaltung boten die beiden auch mit dem
Fritto misto. Ein Querschnitt aus Meer und Gemüsegarten kam cross auf den Tisch. Tendenziell kein leichtes Gericht aber in Lucas


Version ein Gedicht, das unter seinen Gästen viele Fans hat. Den sprichwörtlichen Vogel hat er bei den Desserts mit dem
Ingwereis abgeschossen. Nur das Ende seiner Vorräte hinderte uns am süßen Exzess.
Das
Ristorante La Darsena mit dem dynamischen und sympatischen Duo Gianluca und Luca ist ein großer Gewinn für die Lokalszene in Grado. Zieht man in Betracht, dass für ein fünf- bis sechsgängiges Fischdegustationsmenü derzeit nur € 35,-- einzuplanen sind, wird sich die Fangemeinde wohl bald vergrößern.
Ein Lokaltipp von
Gustav Schatzmayr.
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