Ristorante Davost Via Tagliamento 12
I-33024 Forni di Sopra, Friaul
Telefon: +39-0433-88 103
Email:
info@hoteldavost.it www.hoteldavost.it Montag Ruhetag.
Lage, Umgebung und Familie Der landschaftlichen Schönheit wegen zieht es Erholungssuchende an die Quellen des Tagliamentoflusses, die sich rund 50 Kilometer von der Autobahnabfahrt in Tolmezzo entfernt befinden. Die Straße schlängelt sich hinauf bis
Forni di Sopra (
klick zum TV/Web-Video). Dem Besucher bieten sich atemberaubende Ausblicke in und auf die friulanischen Dolomiten. Man versteht sofort, warum
Maurizio Cambò es nach einigen Jahren des Vagabundierens durch exquisite Häuser wieder in diese Gegend, seine Heimat, zog.


Die ganze Familie ist in das Geschehen rund um Ristorante und
Hotel Davost integriert. Seine Mutter produziert die hervorragenden Schnäpse, allen voran die lokale Spezialität
Pino Mugo und sammelt das ganze Jahr über Kräuter, wildes Gemüse, Wurzeln und Triebe. Diese kommen während der wärmeren Jahreszeit natürlich frisch und im Winter eingelegt auf den Tisch. Mit der vollen Kraft und dem ganzen Geschmack, den sie zu bieten haben. Ein Bewußtsein für regionale Produkte und Spezialitäten, die man in tourismusbeeinträchtigten Regionen in Deutschland und Österreich als Genuss liebender Schifahrer oder Wanderer wahrlich vermisst.
Fums e Profums


Maurizios Frau,
Daniela Pilosio, hat sich ebenso dem guten Geschmack verschrieben und führte die Kunst des Räucherns, die sie von ihrem Großvater gelernt hat, zu neuen Höhen und Maurizio ist ein gelehriger Assistenz (
klick zum Fums e Profums TV/Web-Video). Dazu wurde ein mehrere hundert Jahre altes Familienanwesen in ihr neues
Laboratorio artigianale umgebaut. Mit Hilfe von Räuchermeistern aus dem nahen Sauris und Feedback vieler befreundeter Meisterköche in Oberitalien schuf sie sich ein eigenes Refugium des Genusses. Natürlich sind ihre Räucherwaren auch fixer Bestandteil der Küche im
Ristorante Davost und dem kritischen Urteil der Gäste und Maurizios ausgesetzt.


In reiner Handarbeit werden nach Monate langen Reifungsprozessen geräucherte Hirschfilets geschaffen, die unvergleichlich sind. Auch Lamm-, Rind-, Schweine- und Entenfleisch werden verarbeitet. Jede Fleischart wird mit einer eigenen Salz-/Gewürzmischung behandelt und mit einer eigenen Holz-/Kräutermischung zart geräuchert. Die Lagerung der Köstlichkeiten bis zum Verzehr ist das Herzstück der Arbeit, die mit viel Gefühl, einer kritischen Nase und einem guten Auge zu erfolgen hat. Eine falsche Entscheidung kann die Arbeit vieler Monate zunichte machen. Spitzenqualität ist die oberste Maxime bei
Fums e Profums von Daniela Pilosio und Maurizio Cambò.
Die karnische Küche

Die Vorspeise war, wie konnte es anders sein, eine
Mischung aus Danielas
geräuchertem Fleisch. Hirsch, Rind, Schaf und Ente, dazu die selbst gesammelten wilden Gemüsesorten von Radicchio di Montagna bis Wildem Spargel und Topinambur aus dem eigenen Garten. Bei jedem Bissen dieser lokalen Spezialitäten schmeckt man das große persönliche Engagement um die karnische Küche von Maurizio und seiner Familie.


Als Vorspeise gab es
Gnocchi misti allo Speck. Mehr als 50 verschiedene Gnocchi-Sorten gibt es im
Ristorante Davost (
klick zum Gnocchi di Topinambur TV/Web-Kochvideo). Mit unterschiedlichen Saucen zubereitet. Die gewählte war eine durchaus kräftige Version, die Maurizio mit Speck, Ricotta, Butter und etwas Milch zubereitete, und von bester Konsistenz. Neben diesen Klassikern liebt es Maurizio, alte Rezepte der Region auszugraben und sie in etwas leichterer Form wieder auf den Tisch zu bringen. Der Hotelbetrieb zwingt ihn zwar zu Kompromissen, wer sich ihm gegenüber jedoch als Gourmet outet, könnte durchaus auf Schifahren sowie Wandern verzichten, um dafür eine kulinarische Route durch seine Rezeptsammlung zu nehmen.


Das
Schweinsfilet im Speckmantel auf Balsamicosauce ist historisch gesehen ein neues Gericht in dieser Region, denn Schweinefleisch wurde in Forni di Sopra früher kaum gegessen. Lamm- und Ziegen- ja sogar Fuchsfleisch waren beliebter. Das wunderbar zarte Filet und die tiefdunkle Sauce ergaben eine harmonische Geschmackskombination. Man schmeckt Maurizos stilsicheren Umgang mit den lokalen Lebensmitteln und Gewürzen, die er basierend auf alten Rezepten zu neuen Kompositionen umbaut, ohne die Herkunft durch fremde Geschmäcker zu verfälschen.
Beim Digestif wird mit großer Freude wiederum auf die Schnäpse des Hauses zurückgegriffen, die - in moderaten Mengen genossen - durchaus den Status von Volksmedizin inne haben. Trotz Höhenlage sind die Preise für ein 4-gängiges Menü mit € 30,-- bis € 35,-- erfreulicherweise in der Tiefebene angesetzt.
Ein Lokaltipp von
Gustav Schatzmayr. Lesen Sie auch:
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