Ristorante Pepenero PepebiancoVia Rittmayer 14/a
I-34134 Trieste
Telefon: +39-040-7600 716
Email:
info@pepeneropepebianco.itwww.pepeneropepebianco.itSonntags und montags geschlossen.
Anreise:
Map Start Map Ende
Im Zeichen des PfeffersIm Frühherbst 2008 eröffneten Michele Grandi und Ambra Declich ihr neues Restaurant
Pepenero Pepebianco (
klick zum TV/Web-Video) in der Nähe der Piazza deller Libertà. In der Nachbargasse nimmt die berühmte Triestiner Tram Anlauf für ihren Anstieg nach Opicina.


Von außen eher unscheinbar, innen aber kraftvoll und damit durchaus eine Parallele zum namensgebenden Pfeffer. Beim Aperitif an der Bar lässt sich erahnen, wie viel Blut, Schweiß und Tränen Michele und Ambra investiert haben, um aus einem heruntergekommenen Lagerraum ihr
Pepenero Pepebianco zu machen.


Sogenannte Designerlokale zeichen sich oft durch eine gewisse Unterkühltheit aus, die die Pasta am Teller schockartig erkalten lässt. Dieses Riff umschifften Michele und Ambra mit den Materialien der Ausstattung. Stein, Holz und Alcantara nehmen den strengen Linien die Spitze, die durch dezente Dekoration weiter abgerundet werden. Wohlfühldesign könnte man diese Stilrichtung nennen und das Auge isst nicht nur am Teller mit. Doch alles wäre nichts ohne qualitativ hochwertigen Gerichten. Bei der Auswahl ihrer Mann- und Frauschaft waren Michele und Ambra ebenso umsichtig und haben sich mit Andrea Levratto und Daniele Giordano zwei bestens ausgebildete und ehrgeizige Köche ins
Pepenero Pepebianco in
Triest (klick hier zum
Triest Web-Video) geholt.
Der Chef empfiehlt

Oggi ... scelgo io, also Michele führte durch das Programm und er startete mit einer
Gemüsequiche, einem
Gabmero in Pasta Kataifi und
Enten-Foie gras als Amuse Bouche. Beim Genuss der köstlichen Häppchen kommt man zum Schluss, dass die Fahrt nach Triest nicht für die Fische war, obwohl diese zu wichtigen Bestandteilen des Menüs im
Pepenero Pepebianco wurden.

Filetti di Triglia (Barbe) auf weißer Polenta. Die geschmacklich intensive Barbe wurde mit Lardo (weißer, luftgetrockneter Speck) angereichert und das verträgt sie auch sehr gut. Das Gericht wirkte auf den ersten Blick mit den Mandeln und der Sauce bunt zusammen gemischt, harmonierte aber bestens und gab eine bemerkenswerte Vorspeise ab.


Auch die Primi klangen vom Namen her nach ungewöhnlichen Kombinationen.
Kastanientagliolini mit Gamberi und kross gebratenen, geräucherten Schinken. Eine höchst eigenwillige Surf-and-Turf-Interpretation, die geschmacklich bestach und denen die folgenden
Ravioli, gefüllt mit Roten Rüben, dazu
Entenragout um nichts nachstanden. Beim Biss in die Ravioli ergoß sich eine Creme aus Roten Rüben mit süßlichem Geschmack und der typischen Note der Rübe im Mund. Da begeisterten mich die Kochmeister, den dieses Gemüse kann mir normalerweise mehr als gestohlen bleiben.


Der Hauptgang, gebratener
Branzino mit Spinat und Kartoffeln, klang im Gegensatz zu den Vorspeisen und Primi eher unspektakulär, hatte es aber in sich. Selbstversuche, den Fisch so hinzubringen, endeten immer kläglich.


Zart in der Konsistenz und geschmacklich einfach irre gut, dazu Thymiankartoffel und knackiger Spinat. Nur nebenbei sei erwähnt, dass in Micheles Weinschrank viele Topetiketten aus dem Friaul liegen, die seine Gerichte hervorragend begleiten. An den Desserts sollte man sich auf jeden Fall vergreifen.
Ciocolatto colante, profumo di caffè e crema di latte - und genau so schmeckte es auch.
Das 7gängige Gourmetmenü gibt es um € 70,-- und das 4gängige "Oggi scelgo io-Menü" um € 46,--. Von Montag bis Freitag gibt es ein 3gängiges Mittagsmenü um € 13,50.
Ein Lokaltipp von
Gustav Schatzmayr.
Video - Pepenero Pepebianco, Triest Lesen Sie auch:
zurück