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Heute ist Mittwoch, der 08.10.2008

Restaurant Edvina in Seca bei Portoroz, Slowenien

Pioniere der guten Fischküche an der slowenischen Adria.


Restaurant Edvina

Seca 80
SLO-6320 Portoroz

Telefon: +386-5-677 22 70
Email: edvina@siol.net

Vorspeisen: € 5,-- bis € 15,-- upgrading mit weißen Trüffeln möglich; Suppen: € 2,-- bis € 3,50; Vorspeisen: € 5,50 bis € 27,-- mit Trüffeln, Fische ab € 4,--/100g, Steak: ab € 15,--; Dessert: € 2,50 bis € 4,--.

Restaurant Edvina in Seca, Slowenien

Lokal und Produkte

Die namensgebende Mutter von Viktor Bozicek, Edvina, war eine Wegbereiterin einer guten Fischküche in der Gegend um Portoroz und begann in den frühen sechziger Jahren als Fleischlokal, das sich nach und nach zum Toplokal mauserte und diese Qualität seit Jahren beständig hält. Edvina schulte die Köche persönlich am Herd ein und heute kocht Zvezdan, Viktors Schwager. Ein echter Familienbetrieb mit viel Engagment in der Küche und die Zufriedenheit der Gäste immer im Auge behaltend. Nach wie vor sind auch beste Steaks bei Edvina zu bekommen, die eigene Geschichte wird nicht verleugnet oder vergessen.

Restaurant Edvina, Viktor Bozicek / Zum Vergrößern auf das Bild klickenBei Grundprodukten und Zutaten wird von Viktor großer Wert auf regionale Ware von bester Qualität gelegt. Fische aus Dalmatien, Istrien und der slowenischen Küste. Salz natürlich aus der wenige Meter entfernten Saline von Secovlje. Die Trüffel holt Viktor aus Kroatien oder sucht sie noch gelgentlich in der Nähe seines Hauses und beim Olivenöl hat er mit Benjamin Licer einen Produzenten gefunden, der sein ganzes Herzblut in seine Olivenhaine, die sich unweit von Edvina befinden, geschüttet hat. Sieben autochtone Olivensorten gibt es in der Region und Benjamin hat sie alle in seinem Garten, mit all ihren Vorzügen und Besonderheiten.

All dies lässt sich im bambusumwachsenen Garten mit großen Kiefern des Restaurants Edvina, begleitet vom Vogelgezwitscher und hervorragenden slowenischen Weinen, wunderbar genießen. Der offene Hauswein, ein Malvazija, ist von sehr guter Qualität und passt bestens zum Fischmenü.

Menü

Gancevola / Zum Vergrößern auf das Bild klickenAls kleinen Starter gab es eine sehr gute Thunfischpastete mit Kapern, dazu das täglich frisch gemachte Weißbrot. Die folgende Grancevola (Meeresspinne), die trotz fortgeschrittener Jahreszeit vorzüglich war. Herrliches Spinnenfleisch, intensiv im Geschmack mit einem Schuss von Benjamins feinstem Olivenöl aus der Whiskyflasche. Muschelvariation / Zum Vergrößern auf das Bild klickenAdios bis Oktober, erst dann ist die Grancevola wieder auf der Speisekarte zu finden. Ähniches gilt auch für die Muschelvariation. Eine gute Dreierkombination: die knackig bissfesten Herzmuscheln, die außerordentlich zarten Miesmuscheln und eine Jakobsmuschel, die man nicht vom Tellerrand stoßen sollte. Von Küchenchef Zvezdan auf die Sekunde genau zubereitet.

Die Nudeltris würde dazu verleiten, jede Variation als Hauptspeise zusätzlich zu nehmen. Die Pasta mit Pilzen, kräftig im Geschmack, die Tagliatelle mit MeeresfrüchtenPasta Tris / Zum Vergrößern auf das Bild klicken, deren zarten Geschmack eine würzige Sauce begleitete, abgerundet vom Risotto mit Radicchio und Scampi, das ebenfalls zum Zungenschnalzen verleitete. Dass Pasta und Reis von der Konstistenz perfekt waren, wird hier nur der reinen Ordnung halber erwähnt. Zu nahe ist Italien und zu fern die kulinarischen Wüsten des Nordens und des Ostens. Den Abschluss bildete ein Seebarsch mit Kartoffeln, die mit Salzblüte verfeinert wurden. Beides sozusagen gartenfrisch und dank Zvezdans Zubereitung exquisit. Panna Cotta und Tiramisu sind als Nachspeise empfehlenswert.

Tipp: 10 Doppelzimmer im Haus à € 50,-- (€60,-- im August) pro Zimmer.

Olivenöl von Benjamin Licer

Das Restaurant Edvina ist auch Benjamin Licers Olivenölverkaufsstelle. Der Kunstflieger und Ölmacher ist gerade mit seiner Frau Dusanka dabei, seinen Hof zu adaptieren, um in Zukunft Verkostungen durchführen und interessierten Besuchern die autochtonen Olivenbaumtypen vorstellen zu können. Diese bringen ausschließlich schwarze Oliven hervor, deren Öl die Speiseröhre ohne zu kratzen hinunter rinnt. Dabei genießt man den Ausblick auf das Meer und die Saline und verkostet nebenbei auch Benjamins Oliven, die mindestens drei Monate (Oktober bis Jänner) in Salzwasser eingelegt werden, das immer wieder gewechselt wird. Welch Unterschied zum Geschmack der herkömmlichen Industrieware.

Ein Lokaltipp von Gustav Schatzmayr.

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