Großvaters Steg wurde zum Fischrestaurant.
Ristorante Al Pontil dè Tripoli Riva Garibaldi
Isola della Schiusa
I-34073 Grado
Telefon: +39-0431-80 285
www.alpontildetripoli.it Anreise:
Montags geschlossen, Freitag bis Sonntag auch zu Mittag geöffnet.
Auf der Insel Auch an Tagen, an denen
Grado (
klick hier zum Grado-Video) im Touristenstrom zu versinken droht, ist es auf der Isola Schiusa, die nur wenige Meter vom Stadtzentrum entfernt liegt, beschaulich ruhig. Einst waren Handwerksbetriebe hier angesiedelt und so kam auch der Großvater von Michela Zorzini auf die Insel. Seine Schmiede wandelte ihr Vater in ein kleines Hotel direkt am Wasser um. Am Steg ihres Großvaters eröffnete Michela das gleichnamige
Restaurant Pontil dè Tripoli und verwandelte sich von einer promovierten Kriminologin zur Gastwirtin und betrachet ihre Metamorphose noch keineswegs als abgeschlossen.


Dieses Sommerrestaurant bietet wohl eine der romantischsten Gelegenheiten für eine intimes Abendessen zu zweit in Grado. Vor der Veranda des
Pontil dè Tripoli schaukeln Motorboote in allen Größen in der Marina und wenn dann pünktlich zum Sonnenuntergang beste Fischgerichte serviert werden, ist das Gesamtkunstwerk ziemlich komplett, Genussfähigkeit und Genusswilligkeit ist allerdings Voraussetzung.
Tripoli-Genuss 

Giuseppe Pumilia positionierte die Küche des
Pontil de Tripoli auf sehr hohem Niveau, aber etwas abseits der typisch gradesischen Gerichte, die dennoch merkbare Spuren auf der Speisekarte hinterlassen haben. Der Vorspeisen-Teller, eine
Crudo-Variation mit Auster, Scampo, Thun- und Schwertfisch, war hervorragend. Grundmaterialien von ausgesucht bester Qualität. Der Scampo zerfloss am Gaumen zu einer Creme mit feinstem Geschmack.


Giuseppes Pasta,
Papardelle alle Alghe mit Thunfisch, Rosinen und Pinienkernen, findet man in Grados Fischrestaurants nicht im Angebot. Mit einer gewissen Eigenwilligkeit unterstreicht er die Eigenständigkeit seiner kulinarischen Wege. Eine gelungene Geschmackskombination von Algen und Thunfisch auf der einen Seite und den süßlichen Rosinen auf der anderen. Auf jeden Fall schlägt bei diesem Gericht der Geschmack die Optik.


Bei der Hauptspeise,
Boreto mit Canoci, wird einem wieder vor Augen geführt, dass man sich in Grado befindet. Diese Boretovariation ist absolut empfehlenswert. Gut gepfeffert und eine angenehme Weißweinnote


lassen das Zerlegen der stacheligen Heuschreckenkrebse zum Vergnügen werden. Zu den vorzüglichen Fischgerichten hat Michela Zorzini stets den passenden Wein aus dem Friaul parat, der sich durchwegs als gelungener Begleiter präsentiert. Die abschließende
Crema Catalan wurde mit einem dreifachen Olé ausgezeichnet.
Für ein viergängiges Fischmenü sind ca. € 40,-- zu budgetieren. Ein dreigängiges Degustationsmenü mit Fischen der Lagune kostet € 25,--
Ein Lokaltipp von
Gustav Schatzmayr.
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