Am Sonnenbalkon der friulanischen Carnia gelegen.
Hotel & Ristorante
Alla Frasca Verde Via Capoluogo 64
I-33020 Lauco im Friaul; Italien
Telefon: +39-433-741 22
Email:
frascaverde@libero.it www.frascaverde.com Montag Ruhetag.
Vorspeisen: € 6,-- bis € 8,--; Primi: € 7,-- bis € 8,--; Hauptspeisen: € 9,-- bis € 15,--; Spezialmenü
Carnia in Tavola: 4 Gänge um € 28,-- mit typischen Gerichten der Region.
Anreise:
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Umgebung und Lokal Italienreisen führen fast immer "direttissima" ans Meer, in eine Weingegend oder in Kombinationen von beiden. Dass der Weg das Ziel sein kann, gerät immer mehr in Vergessenheit. So sei Reisenden, die via Tauern- und Südautobahn in Österreich und die A23 durch das Friaul nehmen, ein Stopover in der Carnia ans Herz gelegt. Von Bayern und Ostösterreich kommend, geht es sich bei verträglichen Abreisezeiten bestens aus, so gegen die Mittagszeit die Ausfahrt Tolmezzo zu passieren. Nichts wir runter von der Autostrada und hinauf auf den Sonnenbalkon mit herrlicher Aussicht oberhalb von Villa Santina. Lauco, ein ruhiger Ort um die Ruhe vor dem Sturm am Meer zu genießen und noch einmal Frischluft zu tanken. Man kann diesen Ort natürlich auch bei der Rückreise ansteuern, um das Auge wieder mal mit Bergen zu erfreuen und den Gaumen mit karnischen Köstlichkeiten in der
Frasca Verde zu verwöhnen. Im Winter lockt das nahe Schigebiet am
Monte Zoncolan.


Die Familie Gressani betreibt Lokal und Hotel seit 1961 mit viel Engagement. Derzeit gibt es 9 Zimmer im Haus und eine B&B-Dependance in unmittelbarer Nähe, die hauptsächlich in den Sommermonaten vermietet werden (€ 28,-- /Person mit Frühstück im DZ, 2007). Der Vater von Ezio Gressani arbeitete im letzten Jahrhundert noch als Cramar in der Region und zog als Wanderhändler zu Fuß durch die karnische Region, um seine Waren zu verkaufen. Wandern ist auch der Lieblingszeitvertreib der Besucher in der
Frasca Verde. Ohne jedoch den wirtschaftlichen Druck, Waren verkaufen zu müssen und von diesem Geld die Familie in den oft unwegsamen Bergen Karniens ernähren zu müssen. Der heutzutage entspannte Blick auf diese Zeit ist ein romantisch verklärter und nur die älteren Einwohner der Bergdörfer können sich noch an diese harte Zeit erinnern.
Die karnische Küche 

In der Küche regiert Maria Baldi, die Ehefrau Ezios. Die Vorspeise
Toc in Braide (Polenta di mais con crema ai formaggi e ricotta affumicata) ist echt verfeinerte, lokale Hausmannskost. Eher flüssige Polenta mit Käsecremeinseln aus frischen einheimischen Käsesorten, darüber geräucherter Ricotta und eine Hauch an Bröseln.


Die Auswahl und die Kombination der Zutaten dieser schlichten Speise machen sie zum besonderen Genuss. Das gilt auch für die
Cjarsons alle erbe, deren Rezept auch in der
Frasca Verde wie ein Familienschatz gehütet wird. Ein hauchdünner Teig umgibt die Fülle aus Kräutern, Äpfeln, Rosinen, Zimt und einigem mehr. Darüber kommt wieder der Ricotta und ein ordentlicher Schuss flüssige Butter. Die Carnia ist bekannt für die außerordentliche Qualität ihrer Wildkräuter und eine der besten Formen sie zu verzehren sind nun mal die Cjarsons.


Das
Schweinsfilet (filetto di maiale allo speck e salsa al finocchio selvatico) war ein Beweis mehr, dass Maria Baldi das Würzhandwerk versteht. Das zarte Filet wurde in Speck gehüllt und mit einer sehr geschmackvollen Sauce serviert. Ein Essen wie bei Muttern am Sonntag! Das
Semifreddo di Amaretto con cioccolata fondente, von der Tochter des Hauses gemacht, war optisch und geschmacklich ein Kunstwerk.
Ein Lokaltipp von
Gustav Schatzmayr.
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