Wer sucht, der findet im Collio.
Osteria Vecchie Province Via P. Zorutti 18
I-34070 Mossa
Telefon: +39-0481-808693
Montag Ruhetag, Mittags und Abends geöffnet.
Anreise:
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Mic ist Vecchie ProvinceWer in der Ortschaft Mossa nach einem Wegweiser zur
Osteria Vecchie Province sucht, wird nichts finden. Wer ein kleines oder pompöses Namensschild an der Hauswand der Osteria sucht, wird nichts finden. Wer nach verzweifelter Suche Einheimische auf der Straße nach
Mic fragt, wird fündig werden. Unter diesem Namen ist die Osteria von Francesco und Cristian Dilena bei Alt und Jung seit 1985 bekannt.


Francesco begann mit einem kleinen Weinverkaufslokal im ehemaligen Stall des Anwesens. Schritt für Schritt wurde vergrößert, doch der rustikale Charme der ursprünglichen Räumlichkeiten samt Fogolar wurde nicht nur gerettet, sondern optimal eingesetzt. Der schattige Garten ist bei Sonnenschein ein beliebter Treffpunkt in Mossa.


Francesco Dilenas Wege durch die Gastronomie- und vor allem Winzerszene der Region sind jetzt schon Legende. Er war einer der Masterminds des önologischen Aufschwungs im Friaul und lehrte einigen der aktuellen Starwinzer die ersten Schritte in Richtung Qualität, die jetzt in der Region vielfach als Selbstverständlichkeit gilt. In der
Osteria Vecchie Province hat sein Junior Cristian das Regiment in der Küche übernommen und dessen Augenstern Angela unterstützt Francesco im Service so weit, dass er den Schritt zurück zu seinen Wurzeln wagte und sich verstärkt der Weinmacherei widmet. Seine Weine werden natürlich vorzugsweise in der eigenen Trattoria getrunken und von den Gästen gerne mit nach Hause genommen.
Mic Menü

Nach einem Rosato di Barbera als Aperitif startete Cristiano seine Show mit einem
Steinpilzsalat. Knackig frische Steinpilze bester Qualität mit einer Prise Meersalz und Pfeffer, darüber eine schlanke Spur Olivenöl, das war`s und es war bestens. Den XL-Portionen schwörte man in der
Osteria Vecchie Province ab, statt dessen gibt es eine Vielzahl an Vorspeisen und Primi der regionalen Spezialitäten.
Ricotta mit gebackenem Salbei und Waldhonig folgte und offenbarte sich als köstiche Kombination an Geschmäckern.


Der cremige Ricotta harmonierte speziell mit dem Honig vortrefflich und der Salbei gab den letzten Kräuterkick. Die Leichtigkeit dieses Ganges wurde von der üppigen
Jota aufgehoben. Eine Anleihe aus der friulanischen Arme-Leute-Küche, die dieses Stigma jedoch gekonnt ablegte, insbesondere Cristiano Dilenas Interpretation.


Slowenien ist nah und die
Schlickkrapfen aus Idrija ein willkommener Gast und wohlschmeckende Abwechslung. Vom Aussehen her einer italienischen Pasta nicht unähnlich, unterscheiden sich die Schlickkrapfen mit der Fülle aus Fleisch, Kartoffeln und Zwiebeln doch von italienischen Bräuchen. Zu diesem Gericht kam auch erstmals Francescos Rotwein als Begleiter auf den Tisch. Bestehend aus Merlot, Cabernet und Barbera mit einer leichten Holznote und sehr gutem Potenzial für weitere Jahrgänge.

Kürbisgnocchi mit geräuchertem Ricotta kamen an die Reihe und waren wie das unmittelbar folgende
Hirschgulasch mit hausgemachten Gnocchi wahrhafte Aushängeschilder der regionalen Spezialitäten des Friauls und der meisterhaften Osteriaküche im
Vecchie Province. Diese einzigartigen Geschmäcker lassen Genießer gerne lange Anfahrtswege und sonstige Hürden in Kauf nehmen.


Das diese Region mal ein Teil Österreichs war, lässt sich beim
Zwetschkenknödel nicht verleugnen und die
Cjarsons sind außerhalb der Region Carnia nur selten in dieser Qualität zu finden. Beide landeten im Zimt- und Butterbad und sorgten für einen furiosen Ausklang des Menüs in der
Osteria Vecchie Province. Höchst erwähnenswert und erfreulich ist die Preisgestaltung. € 30,-- für drei Vorspeisen, drei Primi, Dessert, Wein, Wasser und Cafe sind bei dieser bemerkenswerten Qualität kaum mehr zu finden.
Ein Lokaltipp von
Gustav Schatzmayr.
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