Lofoten: Der Fuß des Luchses

Die Inselgruppe der
Lofoten liegt 200 bis 300 Kilometer nördlich des Polarkreises im Atlantik. Wie eine Felswand erstrecken sich die
Lofoten in Richtung Südwesten ins Meer. Zwischen ihnen und dem norwegischen Festland liegt der Vestfjord. Auf den etwa 80 Inseln wohnen an die 24.000 Lofotinger, in der größten Stadt
Svolvaer ca. 4.000 Einwohnern, die hauptsächlich vom Fischfang, insbesondere dem Kabeljaufang, und Tourismus leben. Der Kabeljau wird zu Stockfisch verarbeitet und meist nach Südeuropa exportiert. Die "Galgen", an denen sie paarweise am Schwanz zusammengebunden baumeln, um vom Seewind zu knöchernen Mumien transformiert zu werden, sind ein Wahrzeichen auf den
Lofoten und ständig präsent.


Vor 6.000 Jahren kamen die ersten Menschen auf die damals noch mit großen Kiefern- und Birkenwäldern bedeckten
Lofoten. Der Name
Lofoten setzt sich aus dem altschwedischen Wort Lo (Luchs) und dem altnorwegischen Wort Futr (Fuß) zusammen und galt ursprünglich nur für die Hauptinsel Vestvagöy. In der Wikingerzeit entstanden mehrere große Häuptlingssitze. Einer der größten wurde 1981 beim Pflügen in der Nähe der Ortschaft Borg wieder entdeckt und zum
Wikingermuseum Lofotr ausgebaut. Archäologen aus ganz Nordeuropa legten den Häuptlingshof eines der mächtigsten nordnorwegischen Herschers frei. Das 83 Meter lange, in voller Größe nachgebaute Gebäude steht im Mittelpunkt des Museums.
Wohnen und Essen

Schon vor dem Jahr 900 fuhren die norwegischen Fischer mit ihren Booten die Küste entlang zu den
Lofoten, um dort im Winter Kabeljau zu fangen, berichtet eine altnordische Saga und schon im 12. Jahrhundert ließ der König für die zugereisten Fischer
Rorbuer - Fischerhütten - bauen. Durch die Technisierung im Fischfang blieben seit der Mitte des 20. Jahrhunderts viele
Rorbuer leer und wurden so dem Verfall preisgegeben. Findige Besitzer renovierten ihre Hütten und vermieteten sie an Touristen. Viele wurden in letzter Zeit auch neu gebaut und nie von einem Fischer bewohnt. Die Gäste schätzen den Charme der Rorbuer und sehen diese als typische Unterkunft auf den
Lofoten.
Tipp:


Das
Svinöya-Rorbuer-Dorf in Solvaer hat Angebote von der einfachen Fischerhütte bis zum Luxus-Rorbuer ab € 96,-- für zwei Personen im Programm. Eines der besten Restaurants auf den Lofoten,
Börsen Spiseri, ist ebenfalls Teil des
Svinöya-Rorbuer. Untergebracht in einem Lagerhaus am Wasser aus dem Jahr 1828, werden regionale und internationale Spezialitäten serviert. Weltenbummler und Chefkoch Thomas Braunagel aus der Schweiz begeisterte mit seinem
Stockfisch Royal unlängst auch die norwegische Königin.
Mehr Infos:
www.hurtigruten.com,
www.visitnorway.com Ein Reisetipp des
www.55plus-magazin.net.
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