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Moschioni Weine aus Cividale del Friuli in Italien

Spitzenrotweine aus dem Friaul naturnah produziert.
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Azienda Agricola Moschioni
Michele Moschioni
Via Doria 30, Gagliano
I-33043 Cividale del Friuli

Telefon: +39-0432-730210
Email: info@moschioni.eu
www.michelemoschioni.it

Öffnungszeiten: 14.00 bis 18.00 Uhr, telefonische Anmeldung empfehlenswert.

Anreise: Map Start Map Ende

Foto: © Ugo Furlan / Weingut Moschioni in Cividale del Friuli, Italien

Michele Moschioni, ein Qualitätsfanatiker

© Ugo Furlan / Moschioni in Cividale - Weinkeller / Zum Vergrößern auf das Bild klicken
Micheles Weingut ist sein Reich. Aber im Gegensatz zu anderen sperrt er sich nicht im Keller ein, um Wein nach scheinbar geheimen Formeln hinter verschlossenen Türen zu produzieren, sondern er empfängt Weinfreunde mit großer Herzlichkeit und fühlt sich den Wissbegierigen gleich freundschaftlich verbunden. In seiner Rolle als Enfant terrible und Exzentriker der friulanischen Weinszene fühlt er sich durchaus wohl, wissend, dass er mit seinem Qualitätsfanatismus und seiner Naturverbundenheit im Weinberg Meilensteine der Weinproduktion gesetzt hat. Über den Tellerand hinauszublicken und das Althergebrachte in Frage zu stellen, war und ist sein Ansatz im Weinberg und Keller, ohne jedoch dabei von seinem Weg abzukommen.

© www.55plus-magazin.net / Michele Moschioni / Zum Vergrößern auf das Bild klickenMitte der 80er-Jahre wurde Michele Moschioni zur bestimmenden Kraft am elterlichen Weingut und von da an blieb kein Stein am anderen. Dass Friaul einen ausgezeichneten Ruf als Weißweinregion hatte, störte den jungen Revoluzzer wenig. Innerhalb weniger Jahre verbannte er die Modeweine Pinot Grigio, Chardonnay und wie sie alle heißen aus seinen Weingärten. Den autochtonen Sorten Pignolo, Schiopettino, Refosco und Tazzelenghe galt seine besondere Aufmerksamkeit. Aus diesen Sorten wollte er auf seinem Boden die besten Weine machen. Dem großen Potenzial und Struktur dieser Weine fügte er im Laufe der Jahre noch Finesse und Eleganz hinzu. Auf seinen 14 ha finden sich als internationale Sorten aber auch Merlot und Cabernet Sauvignon.

Foto: © Ugo Furlan / Im Moschioni Weingarten / Zum Vergrößern auf das Bild klickenIm Weingarten verzichtet Michele Moschioni auf jegliche Chemie und im Keller spielt sie auch aufgrund des höheren Alkoholgehalts seiner Weine defacto keine Rolle. Die Erde muss gesund sein und leben, damit die Wurzeln des Weinstocks ihre gesamte Kraft aufnehmen können, lautet sein Credo. Für die mit größter Sorgfalt durchgeführte händische Lese bleiben nur wenige Trauben am Stock, die er dabei wie rohe Eier behandelt. In einer mehrjährigen Metamorphose entstehen dann Weine, die Michele liebevoll "seine Kinder" nennt.

Moschioni Weine

PIgnolo
Foto: © Ugo Furlan / Weine von Michele Moschioni / Zum Vergrößern auf das Bild klicken15 % Alkohol. Das unbestrittene Flagschiff unter den Moschioni Weinen, ein großer Wein und Micheles Lieblingskind. Dieser autochtonen Sorte aus dem Friaul wird auch international große Beachtung geschenkt und Michele schafft es, dass seine als Weißweingebiet bekannte Region auch markante rote Tupfen erhält. Der Pignolo ist von dunkler, rubinroter Farbe und einem bemerkenswerten Bouquet. Geschmeidig und von seltener Balance. Kirschen-, Pflaumen- sowie Tabak- und Schokoladenoten in Verbindung mit den Tanninen dominieren das feingliedrige Geschmacksbild bei dem das Holz, trotz Jahre langen Kontakts keine Rolle spielt. Ein Schatz, den man sicher bis zu 20 Jahren im Keller halten kann.

Celtico
15 % Alkohol. Eine "echte" Cuvee aus Merlot und Cabernet Sauvignon, wie Michele Moschioni betont. Nach der Merlotlese werden die Trauben rund zwei Wochen kühl gelagert, verlieren dabei 5 % ihres Gewichts und warten auf den Cabernet Sauvignon und die gemeinsame Fermentation. Nach einem Jahr in Barriques, einem Jahr im großen Fass und einem Jahr im Stahltank geht`s unfiltriert in die Flasche zur letzten Reifung. Doch die Zeit des Wartens lohnt sich für den Weingenießer.

Schiopettino
© www.55plus-magazin.net / Moschioni Weine, Cividale del Friuli / Zum Vergrößern auf das Bild klicken15 % Alkohol. Eine weitere autochtone Sorte, die auch unter dem Namen Ribolla Nera bekannt ist. Nach der Ernte ruhen die Trauben circa zwanzig Tage im Kühlen, um Feuchtigkeit zu verlieren. Das Bouquet wird bestimmt von Kirschen, einem Hauch von Kaffee und Wildfrüchten, die sich beim Abgang in Erinnerung rufen.

Real
14,5 % Alkohol. Eine vorzügliche Vereinigung von Tazzelenghe (50 %), Merlot (25 %) und Cabernet Sauvignon (25 %). Im Vergleich zum Celtico bringt der Tazzelenghe seinen etwas erhöhten Säuregehalt ein und gibt dem Real eine besondere Note. Wie die meisten Moschioni Weine eignet sich auch der Real für eine längere Lagerung im eigenen Weinkeller. Die ersten Jahre, in denen er die Jahreszeiten des Friauls spüren durfte, verbringt er aber wie bisher bei seinem Schöpfer Michele.

Refosco dal Peduncolo Rosso
14,5 % Alkohol. Ein Klassiker in der Region Friaul, dessen zeitliche Wurzeln von Experten im antiken Rom vermutet werden. Im Gebiet um Aquileia wurde diese Sorte seinerzeit gezogen, um mit dem Wein die Soldaten der Garnisonstadt zu erfreuen. Micheles Edelversion lässt - zum Glück für alle Weinliebhaber - die Tiefen, welche diese Sorte in den letzten Jahrhunderten durchleben musste, beim ersten Schluck vergessen.

Ein Weintipp von Gustav Schatzmayr.

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