


Wie eine fürstliche Familie in der Zeit des
Biedermeier lebte, Aufträge an Künstler vergab oder Maler mit auf Reisen nahm, zeigt uns eine Präsentation im
Palais Liechtenstein in Wien.


Hier wird die reale Welt mit Gemälden, Aquarellen, Porzellan und Möbeln vor Augen geführt, denn die Monarchie befand sich nach dem Wiener Kongress 1813 in einer Aufbruchstimmung, die sich auch in reger Bautätigkeit niederschlug. Die Familie besaß im 19. Jahrhundert das Majoratshaus in der Wiener Herrengasse, das neu adaptierte Schloss in Eisgrub und Feldberg, nicht zu vergessen das Stammschloss in Wilfersdorf im Weinviertel. All diese Schlösser wurden mit Kunstwerken gefüllt, die zeitgemäß dem „
Biedermeier“ entsprachen.


Abgesehen von den berührenden Porträts der kleinen Prinzessinnen von Liechtenstein, den wundervollen Blumenbildern und Ansichten vom Wienerwald und Salzkammergut, den Mühsalen einer bäuerlichen Wallfahrt und des Soldatenlebens etwa, gibt es auch Objekte aus dem Alltag.


So die Schreib-, Mal- und Nähkassette um 1825, deren Inhalt für eine Dame von Welt notwendig war. Es enthält ein Manikür- und Nähset, Aquarellfarben, Pinsel und Federn zum Briefe schreiben.
Den interessierten Besucher erwartet ein umfassendes Rahmenprogramm mit Vorträgen, einem Biedermeierkonzert, Workshops und Führungen.
Die Sonderausstellung "
Biedermeier im Haus Liechtenstein" ist
bis 20. August 2007, Freitag bis Montag von 10:00 bis 17:00 Uhr, zu sehen.
Liechtenstein MuseumA-1090 Wien, Fürstengasse 1
Telefon: +43-1-319 57 67-251
www.liechtensteinmuseum.atEin Kulturtipp der 55PLUS-Kunstexpertin
Helga Högl.
zurück