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Leistungssteigerung des Gehirns

Das Gehirn muss gefordert werden, denn auch hier gilt: Wer rastet, der rostet.
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Fordern Sie Ihr Gehirn!

Doch was sollten - vor allem ältere - Menschen beachten, wenn sie sich geistig fit halten möchten?

Ab einem Lebensalter von etwa 30 bis 40 Jahren wird das Arbeitstempo langsamer, es fällt schwerer sich zu konzentrieren oder das Gedächtnis lässt nach. Dieser Prozess verläuft individuell recht unterschiedlich ab.

Zahlreiche Menschen bleiben dennoch bis ins hohe Alter geistig fit. "Das Geheimnis liegt im kombinierten Training von Körper und Geist. Gezieltes Training hilft, die allgemeine geistige Leistungsfähigkeit und die Gedächtnisleistung zu erhalten", so Mag. Monika Wild vom Österreichischen Roten Kreuz.

Nur ein Gehirn, das sich auch im Alter neuen Anforderungen stellt, bleibt beweglich und leistungsfähig. Ein älteres Gehirn arbeitet anders als ein kindliches. Deshalb sollten Senioren, die sich geistig fit halten möchten, einige Dinge berücksichtigen, die den Erfolg sicherer machen.

Nutzen Sie vorhandenes Wissen!

Auch wenn die Aufgaben sich nicht mehr aus beruflichen oder familiären Anforderungen wie früher von selbst ergeben, so sollte man sich doch nicht irgendetwas Abstraktes vornehmen, sondern ein konkretes Ziel suchen.

Neues bleibt besser haften, wenn es auf über Jahre erworbenes Wissen aufbaut. "Wissen kann helfen, das neue Wissen zu strukturieren, einzuordnen und zu verankern", erklärt der Gehirnforscher Prof. Dr. Manfred Spitzer, Ulm. Wer etwas ganz Neues anpackt, soll nicht einfach auswendig lernen, sondern größere Zusammenhänge suchen. Sehr hilfreich ist anderen Menschen den Lernstoff zu erklären.

Aktivieren Sie Gefühle!

Je mehr man beim Lernen Gefühle aktiviert, desto stärker bleibt Neues haften. Das kann durch eine angenehme Lernumgebung, ansprechende Musik oder Düfte gefördert werden. Je mehr Spaß und Freude die neue Wissensaneignung bereitet, desto mehr wird das Glückshormon Dopamin ausgeschüttet. Es verbessert die geistige Klarheit und Merkfähigkeit des Gehirns. Angst und Hektik dagegen stehen jedem Lernerfolg im Wege. Stresshormone vermindern die Nährstoffaufnahme der Gehirnzellen und behindern das Lernen.

Lernen Sie in Bewegung!

Körperliche Fitness macht den Kopf frei und verbessert so die geistigen Fähigkeiten und das Lernen. Vokabeln lassen sich zum Beispiel gut auf dem Heimtrainer oder während eines Spaziergangs an der frischen Luft lernen. In der Pause etwas Gymnastik tut es aber auch. Bewegung beeinflusst den Stoffwechsel: Dieser bringt die für dass Lernen notwendigen Hirnregionen auf Trab. Vorhandene Nervenzellen und -verbindungen werden verstärkt und sogar neue gebildet.

Je älter man ist, um so weniger Belastung ist nötig. "Fingerübungen wie beim Klavierspielen aktivieren nur zwei Prozent der Körpermasse, werden aber in 40 Prozent der Gehirnrinde repräsentiert und bewirken 20 bis 30 Prozent mehr Hirndurchblutung", so Sportmediziner Prof. Dr. Wildor Hollmann, der an der Sporthochschule Köln seit Jahrzehnten dem Zusammenhang zwischen Bewegung und Hirnentwicklung nachgeht.
Trinken Sie ausreichend!

Obwohl ganz banal, ist es doch sehr wichtig: Um geistig fit zu bleiben, muss man genügend Flüssigkeit zu sich nehmen. Dr. S. Lehrl, von der Universität Nürnberg-Erlangen führte eine Untersuchung an Saunagängern durch. Sie wurden vor und nach dem Saunabesuch auf ihre geistige Leistungsfähigkeit geprüft. Diejenigen, die nach dem Saunabesuch nicht ihr Flüssigkeitsdefizit ausgleichen konnten, erbrachten am nächsten Tag nicht die gleiche Leistung wie vor dem Sauna-Besuch.

Quelle: www.gesundesleben.at (ÖRK/Seniorenratgeber/red)


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