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Heute ist Montag, der 06.10.2008

La di Petros in Mels di Colloredo Monte Albano, Friaul

Raffinierte, traditionelle Küche des Friauls auf höchstem Niveau.


Ristorante Là di Petròs

Piazza del Tiglio 15
I-33030 Mels di Colloredo Monte Albano

Telefon: +39-0432-889 626
Email: petros@quipo.it

Dienstags und am Mittwoch zu Mittag geschlossen.

Vorspeisen: € 11,-- bis € 24,--; Primi: € 11,50 bis € 18,--; Hauptspeisen: € 19,-- bis € 23,--, Desserts: € 5,-- bis € 9,50. Degustationsmenüs (4 Gänge) gibt es ab € 48,--, Weinbegleitung € 8,--

Ravioli all`oca

Familie + Geschichte = Familiengeschichte

Là di Petròs, Mels; Friaul / Zum Vergrößern auf das Bild klickenSeit 1901 sind die Petrozzis, Petròs auf Friulanisch, als Wirtsfamilie in Mels kulinarisch höchst aktiv. Unter Gourmets ist Mels ein Synonym für Petròs. Sie machten ihr Restaurant Là di Petròs in dem kleinen Ort in der Nähe von Udine zu einem Treffpunkt für Feinschmecker aus vielen Ländern. Ida und Liano Petròs, Là di Petròs / Zum Vergrößern auf das Bild klickenAufbauend auf die gastronomische Tradition der Familie Peròs übernahmen Ida und Liano Anfang der 70er-Jahre das Là di Petròs. Nicht einmal das verheerende Erdbeben von 1976 konnte sie von ihrem Weg abbringen. Nur wenige Jahre nach der Katastrophe erstrahlte das Haus in neuem Glanz.

 Liano im Weinkeller / Zum Vergrößern auf das Bild klickenIm Weinkeller des Là di Petròs liegen 1.500 verschiedene Weine, in Summe mehr als 16.000 Flaschen und hier regiert Liano absolut. Auch wenn Ida das in Wein gebundene Kapital gelegentlich eine Sorgenfalte auf die Stirn zeichnet, ist sie doch sehr froh, dass Liano zu all ihren Küchenkreationen den passenden Begleiter parat hat, der das Geschmackserlebnis der Gäste dann ein noch größeres werden lässt.Là di Petròs, Mels; Friaul / Zum Vergrößern auf das Bild klicken Ida ist eine der großen Küchenmeisterinnen im Friaul. Sie liebt es, längst vergessene Rezepte aus alten  Kochbüchern auszugraben und aktuell zu interpretieren. Eine Autodidaktin, die gerne auch großen Köchen über die Schulter schaut.

Das Menü

Pastetenvariation / Zum Vergrößern auf das Bild klickenBeim Blick in die Karte steht man vor dem Entscheidungs-Dilemma. Idas außergewöhnliche Selektion traditioneller Gerichte macht Lust auf alles. Bei der Pastetenvariation stachen die köstliche Fasan- und Gänseleberpasteten hervor, diese wurden zu einem süßen Weißbrot serviert, das in Kombination mit dem Fett ein grandioser Starter war.

Tortelli di colombaccio (Taube) / Zum Vergrößern auf das Bild klickenAls erste Pasta verkosteten wir die Gansravioli aus Buchweizenteig mit cross gebratenen Prosciuttostückchen aus San Daniele, darauf folgten Taubentortelli. Beides Hochgenüsse der besonderen Art.  Unglaublich, was Ida aus den traditionellen Rezepten aus den Kochbüchern der Familie herausholt. Geschmacklich intensiv, rund und ausgewogen. Der würzige Ton des Taubenfleisches wurde dezent betont, und wir genossen das Gericht mit einem leichten Gurren vor Freude. Cuori di pasta allo zafferano / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDazu reichte uns Liano einen Merlot 2001 von Due Terre, der perfekt harmonierte, wie überhaupt man seine Weinauswahl als vortrefflich beschreiben kann. Als Pastadrüberstreuer gab es noch Cuori di pasta allo zafferano, mit Käse gefüllt, darüber frische weiße Trüffel und dazu eine Kürbissauce. Dem Spruch "Genieße die Liebe und die Kochkunst mit aller Hingabe" zu frönen, fällt in puncto Kochkunst im Là di Petròs nicht schwer.

Ida, Là di Petròs; Mels / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDie Hauptspeise, Lammrückenfilets auf zwei Zubereitungsarten - Lombatina di agnello alle due cotture - war exquisit wie alles bisherige. Die Harmonie aller Zutaten sind das Ergebnis von Idas Gabe, lange Bestehendes mit Klasse neu auf`s Teller zu bringen. Dolcezze di Petros / Zum Vergrößern auf das Bild klickenGerichte der Region, ganz in der Tradition großer französischer Kochmeister und der Familie Petròs. So umfangreich die Dessertkarte ist, so köstlich sind auch die Nachspeisen, für die man sich unbedingt eine Extraportion Zeit nehmen sollte.

Ein Lokaltipp von Gustav Schatzmayr.

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