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Kurzlebige Vorsätze
An Silvester werden alljährlich eine Menge guter Vorsätze gefasst. Wie die Erfahrung lehrt, sind diese dann aber oft sehr kurzlebig. Eine repräsentative GfK-Umfrage im Auftrag der Apotheken Umschau hat nun untersucht, welche Vorsätze in Punkto Gesundheit für 2007 gefasst und welche davon auch tatsächlich eingehalten wurden. Am schwersten durchzuhalten war für Männer und Frauen dabei offensichtlich das Vorhaben, nie mehr zur Zigarette zu greifen. So scheiterten in diesem Jahr knapp zwei Drittel (65,4 %) derer, die sich zum vergangenen Jahreswechsel das Rauchen abgewöhnen wollten. Gut jeder fünfte Verzichtswillige (20,8 %) konnte den Tabakkonsum aber immerhin senken, ganz aufgehört hat jeder Siebte (13,8 %). Auch das Abspecken fiel einigen Diätwilligen recht schwer: Mehr als ein Drittel von ihnen (34,4 %) war keinerlei Erfolg beschieden. Fast die Hälfte der Abnehmwilligen gab zumindest an, den Wunsch nach einer schlankeren Linie „mit Einschränkungen“ verwirklicht zu haben. Etwas konsequenter waren diejenigen, die mehr Sport treiben wollten. Nur jeder Fünfte (20,6 %) konnte seinen inneren Schweinehund partout nicht überwinden. Tipps, wie man gute Vorsätze tatsächlich umsetzen kann, gibt Professor Julius Kuhl, Psychologe an der Universität Osnabrück, in der aktuellen Ausgabe der Apotheken Umschau: „Der erste Schritt zur erfolgreichen Verwirklichung von guten Vorsätzen ist eine realistische Zielsetzung“, betont er und rät, Vorsätze so abzuwandeln, dass sie erreichbar werden. Steigern lässt sich dieser Prozess laut Kuhl durch Kreativität: Wer sich mindestens drei Möglichkeiten überlege, wie sich das Ziel erreichen lasse, schaffe Raum für Alternativen. Außerdem ist für die Einhaltung von guten Vorsätzen eine gehörige Portion Geduld vonnöten. Drei bis sechs Monate dauert es, bis aus neuen Verhaltensweisen Gewohnheiten werden, berichtet die Apotheken Umschau. Wer diese große Hürde nehme, werde nicht nur mit einem besseren Lebensgefühl, mehr Leichtigkeit und größerer Leistungsfähigkeit belohnt. Man erfahre auch Entlastung, weil vieles, was vorher Willenskraft kostete, automatisch werde wie das Zähneputzen.
Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Apothekenmagazins Apotheken Umschau, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2.061 Personen ab 14 Jahren.
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