Kreolische Lebensfreude, bunte Farbenpracht und aromatische Gerüche – so erleben Besucher die Kultur der Insel La Réunion.
Küche und Kultur auf La Réunion Die Insel
La Réunion hat nicht nur schöne Strände und eine faszinierende Berglandschaft zu bieten, sondern überrascht auch durch ihre interessante und bunte Kultur. Dies verdankt die Insel einer faszinierenden ethnischen Vielfalt. Die Vermischung der Bevölkerungsgruppen stellt eine echte Bereicherung dar.


Erklärungen für diese Vermischung findet man in der Geschichte der Insel. Am Anfang stand die Ostindische Handelskompagnie, mit der Frankreich die weite Welt erobern wollte. Die damals unbewohnte Insel wurde dank der ausgiebigen Frischwasserquellen, der Früchte und des Fleisches (z.B. das des großen Vogels "Dodo") zu einer beliebten Zwischenstation der Seefahrer auf der langen, gefährlichen Orientroute.


Franzosen waren die ersten, die Besitzansprüche auf die Insel formulierten und nannten sie zu Ehren des Königs
"Ile Bourbon". Einige Jahrhunderte später, nach dem Schrecken der Sklaverei und durch anschließende verschiedene Einwanderungswellen, ergibt sich ein buntes Völkergemisch, das an eine Farbpalette erinnert, mit der talentierte Künstler ein Patchwork aus toleranten Männern und Frauen gefertigt haben.
Es leben auf der Insel "Cafre" (kreolisch für Schwarz-Afrikaner), "Malbar" (Inder), "Zarab" (Moslems aus Indien) und "Yab" (weiße, einfache Bergbauern). Alle Bevölkerungsgruppen leben friedlich neben- und miteinander.

La Réunion hat eine reiche Folklore zu bieten. Die Musik ist allgegenwärtig, fröhlich, mitreißend, und könnte unter dem Motto stehen: tausend Klänge, die uns in eine Welt der Regenbogenfarben versetzen... Man kann Trommelklänge und Maloya-Gesang hören, diesen aus drei Einheiten bestehenden "Blues", den die Sklaven als Erbe ihrer Leidensgeschichte überliefern konnten. Die Musik des Sega erinnert hingegen eher an das Aufeinandertreffen zweier Welten, der europäischen und der afrikanischen.


Die
reunionesische Küche mit tausend exotischen Genüssen ist an Farbenpracht und Geschmacksrichtungen kaum zu übertreffen. Die ganze Vielfalt der Völkermischung spiegelt sich darin wieder: Pimpin-Terrine (Frucht des Vacoa-Baums) mit Curcuma (Safran), Ente mit Vanille, Rindfleischragout mit Palmenherzen.


Allein die Namen der Gerichte mit exotischem Klang regen zum Träumen an. Das
traditionelle `Carri` kommt von der indischen Bezeichnung Curry. Dieses Gericht gibt es in unzähligen Variationen, die jedes Mal einer kulinarischen Reise gleichkommen. Zum Carri gehören Reis, Hülsenfrüchte (`grains`), also Linsen oder weiße Bohnen, Fleisch oder Fisch mit Sauce, und das Ganze wird mit Kennerhand gewürzt.
Aus dem Zuckerrohranbau ist auch die
Rumherstellung entstanden, die tausend Varianten hervorgebracht hat, vom weißen über den alten bis zum "arrangierten" Rum, der mit verschiedenen Früchten und Kräutern angesetzt und als Digestif serviert wird.
Wenn Sie zu Hause kreolische Gerichte einmal nachkochen möchten, haben wir Ihnen ein paar leckere Rezeptideen zusammengestellt:
Kreolische Rezepte aus La Réunion 

Ein besonderes Erlebnis für Besucher der Insel ist das Kochen
typisch kreolischer Gerichte zusammen mit einem Kenner der reuinionesischen Küche. Verschiedene Pensionen und kleinere Familienunterkünfte bieten Ihren Gästen ein gemeinsames Zubereiten eines kreolischen Mahls an.
Reise- und Genusstipps von
www.55plus-magazin.net.
Mehr Infos:
www.insel-la-reunion.at Anreise:
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